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Winter School in Abstract Analysis 1992

(german only)

Die Winterschool of Abstract Analysis wurde vor zwanzig Jahren von Professor Zdeněk Frolík von der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften ins Leben gerufen. Er wollte damit ein Forum schaffen, das es den tschechoslowakischen Mathematikern ermöglichte, die wissenschafliche Isolation, die durch die Reisebeschränkungen in der Tschechoslowakei verursacht war, zu durchbrechen. Denn Mathematik benötigt den freien, direkten Austausch von Ideen, Problemen und Ergebnissen.

Dank des stetigen Bemühens von Professor Frolík und seinen Mitarbeitern entwickelte sich diese Winterschule in den letzen zwanzig Jahren zu einem der wichtigsten Treffpunkte zwischen Mathematikern aus Ost und West. Sie wurde jedes Jahr im Februar abgehalten, und beherbergte jeweils zwischen 80 und 100 Mathematiker aus der Tschechoslowakei, Polen, BRD,der ehemaligen DDR und der ehemaligen Sowjetunion, Italien, Frankreich, Groß Britannien, Belgien, Holland, Spanien, Dänemark, Norwegen, Schweden und den USA.

Seit 1977 besteht an der Johannes-Kepler-Universität eine Forschungsgruppe für Funktionalanalysis - Funktionalanalysis ist die Forschungsrichtung, die geometrische und analytische Eigenschaften unendlich dimensionaler Räume behandelt. In der modernen Mathematik nimmt die Funktionalanalysis eine zentrale Position ein, weil sie einen Kreuzungspunkt zwischen vielen Zweigen der Analysis darstellt. Die Verbindungen reichen von Gebieten mit unmittelbaren Anwendungen bis zur Grundlagenforschung in der reinen Mathematik. Besonders wichtige Beispiele sind etwa die Theorie der Differentialgleichungen, Optimierung und Kontrolltheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie, und Quantentheorie (Schrödingergleichung). Seit ihrer Entstehung haben Mitglieder der Gruppe Funktionalanalysis regelmäßig an der Winterschule teilgenommen, die so eine besonders günstige Gelegenheit wurde, internationale Kontake aufzubauen und zu pflegen.

Zum ersten Mal wurde heuer die Winterschule auß erhalb der Tschechoslowakei veranstaltet. Die Tagung wurde vom 3.-8. Februar 1992 im BIFEB.Bundesinstitut für Erwachsenenbildung St. Wolfgang von der Gruppe Funktionalanalysis organisiert. Diese Veränderung hat sich durch die politische Entwicklung in den früheren Ostblockländern (Aufhebung der Reisebeschränkungen) angeboten.

Der internationale Charakter der Tagung in Strobl wird durch die Tatsache dokumentiert, daß 67 Spitzenmathematiker aus folgenden Ländern teilgenommen haben: Tschechoslowakei, Polen, Spanien, BRD, USA, Dänemark, Italien, Norwegen, Großbritannien, Belgien, Frankreich, Rußland, Schweiz, Bulgarien, Israel, Marokko, Australien, und Jugoslawien. Außerdem waren mehrere Teilnehmer aus den Universitäten von Linz und Wien anwesend. Die erfolgreiche Durchführung der Tagung wurde durch groß zügige Subventionen seitens des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, der Österreichischen Mathematischen Vereinigung, der International Mathematical Union, der oberösterreichischen Landesregierung (Abteilung für Kultur und Abteilung für Gewerbe), der Stadt Linz, der Universität Linz, des Linzer Hochschulfonds und der Kammer der gewerblichen Wirtschaft ermöglicht.

Das wissenschaftliche Programm der Tagung bestand aus 60 Vorträgen, die in Hauptvorträgen am Vormittag und Parallelsessions am Nachmittag und am Abend gegliedert waren. Die Fülle und Reichhaltigkeit des Programmes sei anhand der folgenden Sachgebiete illustriert: Verbindungen zwischen Funktionalanalysis und klassischer Harmonischer Analysis (Fourierreihen), Funktionentheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie (Martingale und stochastische Prozesse, gaußverteilte Zufallsvariablen etc.), Geometrie endlich-dimensionaler konvexer Körper (Schwimmkörper und Gleichverteilung von Punkten auf Hypersphären), Evolutionsgleichungen und Anwendung der Funktionalanalysis in der Finanzmathematik (Black-Scholes Formel und die "no arbitrage" Bedingung im Finanzwesen).

Wie auf jeder Tagung war die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Gedankenaustausch und zum Knüpfen neuer Kontakte von gleich großer Bedeutung.

Besonders erwähnenswert ist die Teilnahme von drei bedeutenden Russischen Mathematikern - Professor W. Bogachew (Moscow State University), Professor S. Kisljakow (Steklov Institute, St. Petersburg) und Professor B. Gulko (Tomsk State University). Für den letzteren war dies die erste Gelegenheit, seine wichtigen Ergebnisse persönlich im Westen zu präsentieren. Wir erwähnen auch, daß die Verfasser der zwei Standardwerke in der Theorie der Banachräume, Professor Joram Lindenstrauss aus Jersusalem und Professor Przemyslaw Wojtaszczyk aus Warschau Blockreferate gehalten haben, die eine erstklassige Einführung für jüngere Kollegen in die Theorie der Banachräume ermöglichten.

Zum Gelingen der Tagung hat wesentlich die freundliche und effiziente Zusammenarbeit mit dem Institut für Erwachsenenbildung beigetragen. Die exzellente Ausstattung dieses Zentrums und die herrliche Lage machten diese Tagung für die Teilnehmer zu einem besonderen Ereignis.

Organisatoren:

James B. Cooper
Paul Müller
Michael Schmuckenschläger
Charles Stegall
Renata Fleischner
Gruppe Funktionalanalysis, Institut für Mathematik, Johannes Kepler Universität Linz, Austria

Liste der Teilnehmer - Winterschool in Abstract Analysis
1. Muharem Avdispahic, Sarajevo, Jugoslawien
2. Karol Baron, Katowice, Polen
3. Julio Bernues, Zaragoza, Spanien
4. Vladimir Bogachev, Moskau, Russland
5. Andreas Braunß, Potsdam, Deutschland
6. Miroslav Chlebik, Bratislava, Tschechoslowakei
7. Ben De Pagter, Delft, Niederlande
8. Steve Dilworth, Columbia, South Carolina, USA
9. Ivan Dobrakov, Bratislava, Tschechoslowakei
10. Eva Dontova, Praha, Tschechoslowakei
11. Catherine Finet, Mons, Belgien
12. D.J.H. Garling, Cambridge, England
13. Stefan Geiss, Jena, Deutschland
14. Manuel Gonzalez, Santander, Spanien
15. Sergei Gul'ko, Tomsk, Russland
16. Joaguin Gutierrez, Madrid, Spanien
17. Jim Hagler, Denver, Colorado, USA
18. Friedrich Haslinger, Wien, Österreich
19. Wilfied Hazod,Dortmund, Deutschland
20. Martin Heisler, Praha, Tschechoslowakei
21. Petr Holicky,Praha, Tschechoslowakei
22. Witold Jarczyk, Katowice, Polen
23. Heinz Junek, Potsdam, Deutschland
24. Bernd Kirchheim, Bratislava, Tschechoslowakei
25. Sergei Kislyakov, St. Petersburg, Russland
26. Igor Kluvanek, Bratislava, Tschechoslowakei
27. Josef Kolomy, Prag, Tschechoslowakei
28. Josef Kreulich, Essen, Deutschland
29. Petr Lachout, Praha, Tschechoslowakei
30. Karl Lermer, Zürich, Schweiz
31. Werner Linde, Jena, Deutschland
32. Joram Lindenstrauss, Jerusalem, Israel
33. Wolfgang Lusky, Paderborn, Deutschland
34. Francoise Lust-Piquard, Paris Sud, Frankreich
35. Niculae Mandache, Paris VII, Frankreich
36. Anna Mandache, Linz, Österreich
37. Eva Matouskova, Praha, Tschechoslowakei
38. Ondrej Nather, Bratislava, Tschechoslowakei
39. Niels Nielsen, Odense, Dänemark
40. Frank Oertel, Kaiserslautern, Deutschland
41. Gunnar Olsen, As, Norwegen
42. Rafael Paya, Granada, Spanien
43. Jan Pelant, Praha, Tschechoslowakei
44. Shlomo Reisner, Haifa, Israel
45. Werner Ricker, Sydney, Australien
46. Reinhard Riedl, Zürich, Schweiz
47. Walter Schachermayer, Wien, Österreich
48. Georg Schlüchtermann, München Deutschland
49. Jean Schmets, Liege, Belgien
50. Abderazzak Sersouri, Rabat, Maroko
51. Jaroslav Smital, Bratislava, Tschechoslowakei
52. Yaki Sternfeld, Haifa, Israel
53. Jaroslav Tiser, Praha, Tschechoslowakei
54. S.L. Troyanski, Sofia, Bulgarien
55. Jan Vavra, Praha, Tschechoslowakei
56. Libor Vesely, Bologna, Italien
57. Dirk Werner, Berlin, Deutschland
58. Wend Werner, Paderborn, Deutschland
59. Przemyslaw Wojtaszczyk, Warschau, Polen
60. David Yost, Milano, Italien
61. Ludek Zajicek, Praha , Tschechoslowakei
62. Martin Zemek, Praha, Tschechoslowakei
63. Ondrej Zindulka, Praha, Tschechoslowakei