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JKU-Absolvent baut Intel-Lab in Silicon Valley auf

Thomas Lüftner ist gebürtiger Linzer und studierte Mechatronik an der JKU. Nun baut er für Intel ein Lab in den USA auf.

Nach einer erfolgreichen Karriere beim Halbleiterkonzern Infineon in Linz und München ist er nun im Silicon Valley bei Intel, wo er federführend in einem Labor die vollautonom fahrende Zukunft steuert.

Im Rennen um das Geschäft mit selbstfahrenden Autos hat der Halbleiterriese Intel sein neues „Silicon Valley Innovation Center für Automatisiertes Fahren“ in San Jose, Kalifornien eröffnet. Für den Aufbau des zugehörigen Forschungslabors ist der ehemalige JKU-Student Dr. Thomas Lüftner verantwortlich. Das Lab wurde am 3. Mai gemeinsam mit den namhaften Kooperationspartnern BMW, Delphi und Ericsson begründet.

Großes Medienecho
Bei der Eröffnung wurden über 100 globale Medienvertreter und 25 Analysten von hochrangigen Intel Konzernmitgliedern begrüßt. Lüftner freute sich über den großen Erfolg der Veranstaltung, bei der zukunftsträchtige Konzepte für selbstfahrende Autos demonstriert wurden.
Mit der Eröffnung zeichnet Lüftner Verantwortung für den Aufbau des hochtechnologisierten Labors, mit dem Intel plant, eine Flotte selbstfahrender Autos im Silicon Valley zu betreiben. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern und den rechenstarken Intel-Prozessoren sollen neue Meilensteine hin zu vollautonom fahrenden Autos erreicht werden. Für entsprechende „Car-to-Cloud“-Lösungen wird das Labor neben einem eigenen Datenrechnenzentrum auch mit einem drahtlosen 5G Netzwerk der nächsten Generation ausgestattet. Dabei spielt auch „Deep Learning“ - eine rechenintensive Methode die das neuronale Netz unseres Gehirns nachbildet, ähnlich lernen kann, und sich somit auch an unterschiedliche Fahrsituationen anpassen kann - eine große Rolle. Übrigens sitzt mit Prof. Hochreiter der Erfinder von „Deep Learning“ an der JKU.

Für Thomas Lüftner selbst begann alles mit seinem Mechatronik-Studium an der JKU. „Die breite Ausbildung war wesentlich für meinen weiteren beruflichen Werdegang“, bekräftigt er. Darunter versteht er die Lehre in den Bereichen Mathematik, Elektronik, Maschinenbau, sowie Informatik, wie sie an der JKU jeweils am letzten Stand der Technik angeboten wird. Nach dem Abschluss des Studiums promovierte Lüftner an der Universität Erlangen-Nürnberg.
Lüftners steile berufliche Karriere startete er bei der Infineon Tochterfirma DICE in Linz, um später zum Infineon Hauptsitz in München zu wechseln. Dort war er technischer Direktor für das Modemgeschäft mit Samsung, um Chips für die weltweit erfolgreiche Samsung Galaxy S Serie zu entwickeln. Später wechselte Lüftner zu Intel, wo er Programmdirektor für die Entwicklung der ersten LTE 4G Plattform, und zuletzt als Senior Direktor für den weltweiten Kundensupport von Intel’s Modemtechnologie für Smartphones und Tablets verantwortlich war.
Nun hat Lüftner mit dem „Intel Innovation Center für Automatisiertes Fahren“ im Silicon Valley eine weitere große Herausforderung für sich gefunden. Doch trotz seiner vielen beruflichen Tätigkeiten im Ausland ist der gebürtige Linzer seiner Heimat sehr verbunden, und besucht das zukünftige „Silicon Austria“ gerne. Das nächste Mal kommt er im September um an „seiner“ JKU über neue Forschungsergebnisse aus dem Intel-Lab zu referieren. Dabei möchte er auch Bewusstsein für die in Österreich so wichtige universitäre Forschung schaffen und für ein Studium an der JKU werben. Sein Studium führt er übrigens gerne in seinem Lebenslauf an, denn er ist überzeugt: „Die österreichische Universitätsausbildung zählt für mich zu einer der besten der Welt. Die Qualität in der Lehre ist jedenfalls vergleichbar mit Elite-Unis, und unsere Absolventen sind auch im Ausland sehr gefragt.“

 

[Christian Savoy]