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Schülerjury kürt Adolf Adam-Informatikpreisträger 2014

Adolf Adam Informatikpreis_Sieger Hannes Bachmayr_18.12.2014
Zum vierten Mal wurde am 18. Dezember 2014 an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz der Adolf-Adam-Informatikpreis für die beste Masterarbeit des vergangenen Studienjahres im Fachbereich Informatik verliehen. Die drei Finalisten präsentieren ihre Arbeiten einer Publikumsjury. Diese bestand aus mehr als 300 SchülerInnen aus 11 Schulen aus Oberösterreich, die per SMS für ihren Favoriten stimmten. Mit klarer Stimmenmehrheit entschied Hannes Bachmayr aus Linz mit seiner Masterarbeit „Komponentenbasierte Spielentwicklung“ den Wettstreit für sich.

Der mit 1.500 Euro dotierte Preis wird vom Fachbereich Informatik der JKU ausgeschrieben und von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG), der Österreichischen Gesellschaft für Informatik (ÖGI) und Unternehmenspartnern, heuer die Fabasoft Cloud GmbH, unterstützt. Bewerben konnten sich AbsolventInnen der JKU-Masterstudien Computer Science und Bioinformatik, die ihr Masterstudium im vergangenen Studienjahr (1. Oktober bis 30. September) abgeschlossen haben und deren Masterarbeit mit "sehr gut" beurteilt wurde. Aus allen eingereichten Arbeiten wählt eine Fachjury, bestehend aus drei Informatik-ProfessorInnen, einer/m VertreterIn des Landesschulrats für Oberösterreich sowie einer/m VertreterIn des Firmensponsors zusammensetzt, drei Arbeiten zur Präsentation aus.

Platz 1 ging an Hannes Bachmyar (31 Jahre, aus Linz) mit seiner Masterarbeit „Komponentenbasierte Spielentwicklung“. Seine Präsentation „Street Fighter vs. Mortal Kombat – Ein Baukasten zur Entwicklung von Computerspielen“ begeisterte. „Ziel meiner Arbeit war es, einen Modulbaukasten für Kampfspiele zu entwickeln, der sowohl auf Desktop und Mobilgeräten verfügbar ist. Ein Computerspiel läuft somit ohne Anpassungsaufwand überall, d.h. es passt sich automatisch der Bildschirmauflösung an“, so Bachmayr. Sein Open Source-Projekt hilft Hobby-Spieleentwickler, schneller und einfacher Computerspiele zu entwickeln.

Platz 2
ging an Rudolf Mühlbauer (31 Jahre, aus Burgkirchen (Bezirk Braunau), wohnhaft in Linz) mit seiner Masterarbeit „Ball detection in Volleyball video recordings“. Seiner Kurzpräsentation gab er den Titel „Wo ist der Ball? Werden Schiedsrichter jetzt arbeitslos?“. „Ein Computerprogramm soll in einer Videoaufzeichnung eines Volleyballspiels die Position des Balles bestimmen. Dazu werden die Eigenschaften des Balles wie Form, Farbe und physikalisches Verhalten im Flug herangezogen. Das Programm analysiert das Video Bild für Bild, sucht den Ball und bestimmt seine Flugbahn. Diese Information soll Schiedsrichtern bei einer Entscheidung, sowie Trainern bei der Analyse von Spielen helfen. Auch ist der Einsatz bei TV-Übertragenen denkbar“, so Mühlbauer.

Platz 3 ging an Bernhard Anzengruber (29 Jahre, aus Linz) mit seiner Masterarbeit „A Framework for the Generation of Qualitative Spatial Information in Pervasive Systems“. Seine Präsentation trug den Titel „Infrarot sei Dank – Erkennen von menschlichen Bewegungsmustern leicht gemacht.“ Anzengruber beschäftigte sich in seiner Arbeit damit, wie ein Computer den Menschen wahrnimmt und sieht: „Für einen Menschen einfache Aufgaben sind schwer umsetzbar, wenn wir mit digitalen Bilddaten arbeiten. Infrarot-Tiefenbildkameras zeichnen nun Informationen so wie der Mensch in 3 Dimensionen auf. Durch diesen Zugewinn an Information ist es erheblich leichter, Bild- und Videodaten nach Objekten, wie z.B. Menschen zu durchsuchen und diese erfolgreich zu erkennen.“ Diese, über die Zeit aufgezeichneten, räumlichen Beziehungen könnten in vielen Systemen eine Anwendung finden, u.a. zur Unterstützung von blinden Personen oder Rollstuhlfahrern, zum Management von Menschenmassen, in mobilen Service-Apps oder in der Gaming-Industrie.

Bildtext: v. li. Prof. Hanspeter Mössenböck, Vizerektorin Gabriele Anderst-Kotsis, Sieger Hannes Bachmayr, Dipl.-Ing. Helmut Fallmann (Fabasoft)

Credit: JKU, honorarfrei

Adolf Adam Informatikpreis_Sieger Hannes Bachmayr_18.12.2014 (1.0 MB)

[Jonathan Mittermair]