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Innovationspreis für Institut für Pervasive Computing

Das Institut für Pervasive Computing unter der Leitung von Univ.Prof. Dr. Alois Ferscha wurde im Zuge des Innovationspreises 2009 des Landes OÖ mit dem Sonderpreis für Forschungseinrichtungen ausgezeichnet.

v.l.:Univ.Prof. Dr. Gerhard Wührer, Dekan der SoWi-Fakultät, Univ. Prof. Dr. Erich Peter Klement, Dekan der TN-Fakultät, Univ.Prof. Dr. Alois Ferscha, Institut für Pervasive Computing, Univ.Prof. Dr. Gabriele Kotsis, Vizerektorin für Forschung, Univ. Prof. DI Dr. Richard Hagelauer, Rektor der JKU, Univ.Prof. DI Dr. Dr. Hans Irschik, Senatsvorsitzender.

Der Sonderpreis für universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wird an Innovationen vergeben, die zumindest überwiegend in Oberösterreich entwickelt wurden.
Das Institut für Pervasive Computing konnte mit seinen Forschungsarbeiten die Jury überzeugen. Pervasive Computing hat zum Ziel, Technologie in den Alltag des Menschen zu integrieren, ohne dass diese als Technologie oder Gerät empfunden wird. Eine der jüngsten Entwicklungen des Institutes in diese Richtung ist beispielsweise das in Kooperation mit Silhouette International AG entwickelte System SPECTACLES, ein miniaturisiertes High Tech Sensor-, Display-, Computer- und Kommunikationssystem in Form einer modischen Funktionsbrille. Ein miniarturisiertes Anzeigesystem auf der Innenseite der Brille, unmittelbar beim Auge, zeigt beispielsweise als Sportbrille genützt, einem Radfahrer seine Herzfrequenz und als Navigationssystem den Weg. Als Touristenbrille genützt, werden dem Betrachter die Sehenswürdigkeiten, die er gerade vor sich hat, erklärt. Als Rettungsbrille kann dem Feuerwehrmann gezeigt werden, wo sich noch Menschen in Gefahr befinden. Als OP-Brille werden beispielsweise dem Chirurgen die Atmungsaktivität und der Blutsauerstoffgehalt des Patienten gezeigt, oder als Einkaufsbrille genutzt werden dem Konsumenten/der Konsumentin die Nährwertangaben zu jedem Produkt aus dem Supermarkt angezeigt. Zu den weiteren am Institut entwickelte Innovationen zählen ein Sensorschuh, der hilft Strom zu sparen, ein vibrierender Gürtel der in Evakuierungssituationen den Weg ins Freie findet, oder ein Bürostuhl, der die Aufmerksamkeit des Sitzenden analysiert.

v.l: DI Bruno Lindorfer, Geschäftsführer der oö. Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG), Univ.Prof. Dr. Alois Ferscha, Institut für Pervasive Computing an der JKU, Ing. Rupert Spindelbalker, Leiter Abteilung F&E Silhouette International und Wirtschaftslandesrat KommR Viktor Sigl.

Bereits zum 16. Mal wurde der Innovationspreis des Landes OÖ an die kreativsten Unternehmen des Landes OÖ vergeben. Heuer wurden von 95 oö. Unternehmen und Forschungseinrichtungen insgesamt 100 Innovationen eingereicht. Eine fachkompetente Jury beurteilte die Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg, volkswirtschaftliche Aspekte und spezielle unternehmerische Leistungen.

[Andrea Mairhofer]