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Eröffnung eines weiteren CD-Labors an der JKU

Das nunmehr siebente Christian Doppler Labor wurde am 12. Jänner an der JKU offiziell eröffnet: Das CDL-MS-MACH (Christian Doppler Labor für mikroskopische und spektroskopische Materialcharakterisierung) hat das Ziel, neue Analysetechniken für die Charakterisierung von Oberflächen und Schichtsystemen zu entwickeln und anzuwenden.

Die produzierende Industrie, die wesentlich in Materialentwicklung und -verarbeitung involviert ist, benötigt effektive, analytische Werkzeuge zur zuverlässigen und genauen Charakterisierung der Materialien in jedem Schritt der Produktentwicklung und in der Produktion. Besonders unter schwierigen Messbedingungen besteht oft die Herausforderung, präzise geringste Materialveränderungen zu verfolgen und kritische Dimensionen bis in den Nanometerbereich (Millionstel Millimeter) zu bestimmen. Das CDL-MS-MACH widmet sich der Entwicklung und Anwendung neuer, fortschrittlicher Charakterisierungsmethoden, die bis dato nur eingeschränkt oder überhaupt nicht zur Verfügung stehen.

„Wir freuen uns über die Einrichtung eines weiteren CD-Labors an der JKU. Unsere Universität befindet sich auf einem steilen Wachstumspfad: Im Jahr 2006 hatten wir lediglich ein aktives CD-Labor, nun sind es bereits sieben“, betont Rektor Richard Hagelauer. Damit werde die Verbindung von Grundlagenforschung mit angewandter Forschung unter Einbindung von Industriepartnern weiter verstärkt und ausgebaut.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner freut sich über die weitere Aufwertung des Standorts Linz. "Angesichts der Wirtschaftskrise ist die enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft wichtiger denn je. In der aktuellen Phase ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Prozess der Umstrukturierung durch Forschung und Innovation kräftig unterstützt wird", erklärt Mitterlehner. Das neue MS-MACH-Labor verfügt über ein Jahresbudget von 550.000 Euro. Dieses wird je zur Hälfte vom Wirtschaftsministerium sowie von der voestalpine Stahl GmbH in Linz und der EV Group aus St. Florian am Inn aufgebracht. "Durch CD-Labors steigt die Forschungskompetenz und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, während zugleich die Exzellenz an den Universitäten gefördert wird", so Mitterlehner.

Beheimatet am Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik (ZONA) der JKU, wird das CD-Labor grundlagenorientierte Forschung mit Fragestellungen der industriellen Partner, voestalpine Stahl GmbH, einer der weltweit führenden Anbieter bei Produkten und Lösungen rund um den Werkstoff Stahl, und EV Group E. Thallner GmbH, ein weltweiter Systemanbieter und Lieferant von Anlagen zur Herstellung von Microsystemen und Halbleiterbauteilen, verbinden.

Wissenschaftliche PartnerInnen des CDL-MS-MACH sind das Institut für Wissensbasierte Mathematische Systeme (FLLL) der JKU und die Sektion für Biomedizinische Physik der Medizinischen Universität Innsbruck. Das Labor hat am 01.10.2009 seine Arbeiten aufgenommen und wird bis 30.09.2016 laufen. Geleitet wird es von David Stifter vom Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik (ZONA) der JKU.



Rückfragen:
Priv.Doz. Dr. David Stifter
ZONA – Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik
Tel.: 0732 2468 8881
david.stifter(/\t)jku.at

[Manfred Rathmoser]