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Zwei Mio. Euro teurer Supercomputer für die Forschung Österreichs

Fünf riesige Schränke, vollgestopft mit Prozessoren – das ist der neue Supercomputer MACH, der an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz und an der Universität Innsbruck wissenschaftliches Rechnen in neue Dimensionen führt. Die zwei Millionen Euro teure Großrechenanlage ist einzigartig in Österreich und gehört weltweit zu den größten sogenannten Single System Image Anlagen.

MACH kann jederzeit erweitert werden - ab 2013 wird sich auch die Universität Salzburg beteiligen. „Wir haben jetzt die Chance genützt, gemeinsam mit der Universität Innsbruck einen neuen Supercomputer anzuschaffen, der auch Leistungen erbringt, die zum Teil für die Teilnahme an EU-Projekten bereits vorausgesetzt werden“, sagt JKU-Rektor Richard Hagelauer, „die JKU kann ihren WissenschafterInnen nun modernste Rechner-Ressourcen bieten“.

Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle betont, dass mit MACH am Standort Linz nun nach der Inbetriebnahme des VSC-2 (Vienna Scientific Cluster 2) in Wien der zweite Schritt zur Leistungs- und Kapazitätssteigerung wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens für Österreichs Universitäten erfolge. Die Ausstattung mit Supercomputern sei heute wesentlicher Faktor erfolgreichen Forschens und somit „Motor für ein international wettbewerbsfähiges wissenschaftliches Arbeiten in Österreich“.

„Dieser Supercomputer wird unsere Forscherinnen und Forscher einen bedeutenden Schritt weiterbringen und so die Universität Innsbruck auch im internationalen Wettbewerb stärken“, freut sich auch Tilmann Märk, geschäftsführender Rektor der Universität Innsbruck.

Der Supercomputer an der JKU basiert auf dem Hardware-Prinzip des „shared memory“, bei dem sich viele Prozessoren einen gemeinsamen Hauptspeicher (Adressraum) teilen. „Besonders gut geeignet sind sie für das sogenannte Capability Computing, bei dem viele Prozessoren eines Rechners konzertiert genutzt werden“, erklärt Friedrich Valach, Leiter des Informationsmanagements an der JKU.

Der neue Supercomputer geizt nicht mit Superlativen: Er besitzt 2.048 Prozessoren vom Typ Westmere EX mit 2,66 Gigahertz Taktfrequenz und verfügt über 16 Terabyte Hauptspeicher, das entspricht ca. der 4.000-fachen Kapazität eines PCs oder der Information von ungefähr acht Milliarden vollgeschriebenen DIN A4-Seiten – aufeinandergelegt würden diese einen 800 Kilometer hohen Papierstapel ergeben.
Darüber hinaus bietet MACH eine Rechengeschwindigkeit von 21,3 Teraflops. Das entspricht 21,3 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Ein anderer Vergleich: MACH bringt dieselbe Leistung wie zwei Billionen Taschenrechner.

 

[Christian Savoy]