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FWF vergibt drei Stipendien an Mitarbeiter der Abteilung Halbleiterphysik

In der Kuratoriumssitzung des FWF vom 25. – 27.06.2012 wurden zwei Erwin-Schrödinger- und ein Lise-Meitner-Stipendium an Mitarbeiter der Abteilung für Halbleiterphysik der Johannes Kepler Universität Linz vergeben. Erwin-Schrödinger-Stipendien haben Dr. Moritz Brehm für seinen Antrag mit dem Titel Hocheffiziente LEDs basierend auf amorphen Ge Quantenpunkten und Dr. Heiko Groiss für seinen Antrag mit dem Titel Quantitative Transmissions-Elektronenmikroskopie an Nanostrukturen für Anwendungen im mittleren Infraroten erhalten.

Erwin-Schrödinger-Stipendien ermöglichen einen zweijährigen Auslandsaufenthalt an einem Forschungsinstitut eigener Wahl und eine nachfolgende, einjährige Rückkehrphase ans entsendende Institut. Damit soll einerseits die internationale Mobilität österreichischer Jungforscher gefördert werden und andererseits ein know-how-Transfer zurück nach Österreich erfolgen.

Austausch im Ausland
Dr. Brehm wird seine Auslandstätigkeit bereits im Juli 2012 am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) in Dresden, Deutschland, aufnehmen, und zwar in dem von Prof. Oliver G. Schmidt geleiteten Institute für Integrative Nanowissenschaften.
Dr. Groiss wird im August für zwei Jahre an eines der ersten deutschen Eliteinstitute, das Karlsruhe Institute of Technology (KIT), gehen und dort in der Elektronenmikroskopie-Gruppe von Prof. Dagmar Gertsen arbeiten.
Darüber hinaus wurde ein Lise-Meitner-Stipendium an Dr. Georgios Katsaros verliehen für seinen Antrag Quanten-Transport in selbstorganisierten Ge Nanodrähten.

Bahnbrechende Forschung
Das Lise-Meitner-Stipendium erlaubt es nicht-Österreichern, für zwei Jahre an einer österreichischen Forschungseinrichtung tätig zu sein. Dr. Katsaros, der am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart seine Doktorarbeit angefertigt hat, kommt aktuell vom Laboratory for Electronic Transport and Superconductivity am CEA in Grenoble, wo er bahnbrechende Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des Transports durch Ge-Quantenpunkte erzielt hat. In Linz wird er den Reinraum des Instituts für Halbleiter und Festkörperphysik und das Magnetlabor der Abteilung für Halbleiterphysik für die Weiterführung seiner hochaktuellen wissenschaftlichen Arbeiten nutzen.

Freude am Institut
Für das Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik ist die Verleihung der drei Stipendien an Institutsmitglieder eine große Ehre. Wir gratulieren den drei Stipendiaten ganz herzlich für diesen herausragenden Erfolg, der auf die wissenschaftliche Exzellenz ihrer bisherigen Arbeiten und auf die Qualität ihres jeweiligen Projektantrags zurückzuführen ist.
Die finanzielle Unabhängigkeit, die die Stipendien verleihen, wird es allen drei Stipendiaten ermöglichen, ihre eigenen Projektideen an einer führenden Forschungseinrichtung ihrer Wahl umzusetzen. Dies ist aber nicht nur ein verdienter Anschub für die wissenschaftlichen Karrieren der drei Ausgezeichneten, sondern kommt auch über die Rückkehrphase beim Schrödinger-Stipendium bzw. die direkte Forschungstätigkeit beim Meitner-Stipendium, dem Institut und damit der Johannes Kepler Universität zugute.

[Prof. Friedrich Schäffler]