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Strategie
JKU – Impulse für Wissenschaft und Gesellschaft
Die Strategie der Johannes Kepler Universität (JKU) gliedert sich primär in vier Bereiche: Wissenschaft und Forschung, Qualitätsmerkmal Lehre, Internationalisierung und gesellschaftspolitische Verantwortung.
Im Bereich Wissenschaft und Forschung wird der Ausbau der Exzellenz- und Aufbauschwerpunkte an den drei Fakultäten forciert und verstärkt Maßnahmen zur Karriereförderung junger WissenschafterInnen erarbeitet. In Zukunft werden gezielte Kooperationen mit den Stakeholdern der Universität eingegangen und die Forschung noch stärker mit der Lehre verknüpft. Die Grundlagenforschung nimmt weiterhin die zentrale Position ein. Es ist besonders wichtig, den ForscherInnen viel Freiraum und optimale Arbeitsmöglichkeiten zu gewähren, da dies häufig zu bahnbrechenden Ergebnissen führt. Ebenso wichtig ist es, die Ergebnisse der Forschung so für den „Markt“ aufzubereiten, dass sie einer breiten Öffentlichkeit zu Gute kommen und somit zum Fortschritt unserer Gesellschaft aber auch zur Erhaltung des Wohlstandes der Bevölkerung beitragen.
In der Lehre werden die Unterrichtsformen und -methoden noch stärker als bisher an die neuesten Entwicklungen anpasst. Durch eine konsequente Qualitätssicherung und Evaluierung wird unser Studienangebot optimiert. Der JKU liegen die Schaffung und der Ausbau fakultätsübergreifender Studien wie beispielsweise Wirtschaftsrecht besonders am Herzen. Zusätzlich ist der Ausbau des kultur- und geisteswissenschaftlichen Studienangebots in Kooperation mit der Fernuniversität Hagen und den anderen Linzer Universitäten in Vorbereitung. Einen zentralen Punkt nimmt auch das Weiterbildungsangebot der JKU ein. In der heutigen Gesellschaft spielt das Konzept des Lebenslangen Lernens eine wichtige Rolle. Fort- und Weiterbildung im Sinne von Universitätslehrgängen sichern Arbeitsplätze und den Dienstleitungsstandort Oberösterreich, der vor allem aufgrund seiner gut ausgebildeten Arbeitskräfte eine starke Rolle im Europa der Regionen spielt.
Ebenso will die JKU auf die Anforderungen der Industrie, mehr TechnikerInnen auszubilden, reagieren und bietet deshalb seit dem Wintersemester 08/09 das zukunftsträchtige Studium der Informationselektronik an. Ab Wintersemester 09/10 wird das Studium der Materialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Kunststofftechnik sowie das Masterstudium Wirtschaftsingenieurwesen angeboten.
Ein besonderes Anliegen ist die Internationalisierung der JKU. Neben gezielten Kooperationen mit ausländischen Universitäten soll vor allem den Studierenden und WissenschafterInnen die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts gegeben werden. Durch die Einführung der Bologna-Struktur werden die Studierenden zunehmend mobil, deshalb werden zukünftig verstärkt englischsprachige Lehrveranstaltungen angeboten. Ebenso stehen Kooperationen mit internationalen Unternehmen im Mittelpunkt der Internationalisierungsbemühungen der JKU. Bereits bestehende Kooperationen wie jene mit dem Petrol Institute in Abu Dhabi sollen vertieft und ausgebaut werden.
Künftig wird die JKU ihre gesellschaftspolitische Verantwortung noch stärker wahrnehmen. Eine wichtige Aufgabe einer Universität ist, aktuelle Themen aufzugreifen und zu gesellschaftlichen Herausforderungen Position zu beziehen. Die JKU ist mittlerweile eine wichtige Arbeitgeberin in der Region mit mehr als 2000 Arbeitskräften und trägt damit eine große Verantwortung. Diese Arbeitsplätze müssen gesichert und ausgebaut werden. Alleine durch die Ansiedelung des K2 Zentrums ACCM (Austrian Competence Center of Mechatronics) können mehr als 100 weitere hochqualitative Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die JKU ist überzeugt, dass der Mangel an TechnikerInnen erst dann gelöst werden kann, wenn es gelingt, mehr Frauen für ein Technikstudium zu begeistern. Aus diesem Grund engagiert sich die JKU schon seit langem im Rahmen des Projektes FIT – Frauen in die Technik - um den Anteil von weiblichen Studierenden in technischen Studien zu steigern. Auf solche Programme wird auch in Zukunft großes Augenmerk gelegt.
Die Ausbaupläne der JKU sind erst am Anfang. Am 11. Mai 2007 erfolgte der Spatenstich zum Bau des Science Parks, der auf einer Gesamtgrundstücksfläche von rund 60.000 m2 gemeinsam mit der BIG (Bundes Immobilien Gesellschaft) am Rande des Universitäts Campus errichtet wird. Derzeit entsteht der erste Bauabschnitt mit einer Nettogeschoßfläche von 14.000 m2. Die Fertigstellung des so genannten Mechatronikgebäudes soll im Frühjahr 2009 erfolgen. Parallel dazu ist geplant mit dem Bau der Abschnitte 2, 3 und 4 zu beginnen. Im Endausbau werden 1000 zusätzliche Arbeitsplätze im neuen Science Park zur Verfügung stehen.

