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Universitätslehrgang Aufbaustudium Medizin- und Bioethik

Zielsetzung
Medizinethik wird vielfach als praktische Umsetzung des moralischen Hausverstandes der in Heil- und Pflegeberufen tätigen Personen gesehen. Ein solcher Zugang ist aber nicht Medizinethik, sondern unreflektierte Anwendung persönlicher Vor- und Fehlurteile.

  Ziel des Lehrgangs ist es demgegenüber, eine methodisch-kritische Reflexion medizinischen Handelns in Hinblick auf dessen sittliche Vertretbarkeit zu eröffnen. Dabei werden zunächst allgemeine Grundlagen der Ethik – als philosophischer Disziplin – behandelt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden sodann auf konkrete medizin-ethische Situationen und Probleme übertragen. Dabei wird die Arzt-Patienten-Beziehung ebenso reflektiert, wie ethische Fragen am Anfang und am Ende des Lebens oder spezielle Fragen ausgewählter medizinischer Fachbereiche. Weitere Themen sind etwa die Arzneimittelethik, ethische Fragen in Pflegeeinrichtungen, in der hausärztlichen Versorgung, in der Notfall- und Intensivmedizin, Forschungsethik oder Public Health Ethik.

Ein wesentliches Anliegen des Lehrgangs ist die praxisnahe Vermittlung medizin-ethischen Wissens für den Berufsalltag. Die vortragenden Experten garantieren Wissensvermittlung auf aktuellstem Stand. Die Inhalte werden in Form von Präsenzlehrveranstaltungen gelehrt, in denen die Themen vorgetragen, vertieft, geübt und praxisbezogen angewendet werden. Nach Abschluss des Lehrgangs verfügen die TeilnehmerInnen über ein umfassendes Verständnis für das Zusammenspiel von Ethik und Medizin.

Der Lehrgang richtet sich insbesondere an:
a) Ärztinnen und Ärzte; sowie
b) alle Interessierten, die mit dem Gesundheitsbereich zu tun haben (wie etwa diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, medizinisch-technische Dienste, PflegerInnen, MedizintechnikerInnen, JuristInnen, Patientenanwältinnen und -anwälte, ApothekerInnen, Hebammen, medizinische Assistenzberufe).

Das Unterrichtsziel soll didaktisch vor allem dadurch erreicht werden, dass theoretisches Wissen mit praxisrelevanten Kenntnissen eng verknüpft wird, sodass eine direkte Anwendung der Lehrinhalte in der Praxis gewährleistet ist.

Zulassung
(1) Für die Zulassung zum Universitätslehrgang ist der Abschluss eines Bachelor-, Master- oder Diplomstudiums der Rechtswissenschaften, eines Doktoratsstudiums der Medizin oder eines gleichwertigen Studiums erforderlich.
(2) Die jeweils höher bzw. facheinschlägiger qualifizierten Personen werden dabei bevorzugt aufgenommen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch den/die Vizerektor/in für Lehre auf Vorschlag der Lehrgangsleitung.
(3) Nach Maßgabe freier Studienplätze können in begründeten Ausnahmefällen auch solche Personen zum Aufbaustudium zugelassen werden, die die Voraussetzungen nach Abs. 1 nicht erfüllen, aber mindestens vier Jahre entsprechender Berufserfahrung sowie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer Erfahrungen und erbrachten Leistungen (einschließlich nicht abgeschlossener Studien bzw. Weiterbildungsveranstaltungen geringerer Dauer) eine gleichwertige Qualifikation nachweisen können.
(4) Für zum Lehrgang zugelassene Personen gemäß Abs. 3 gilt, dass der Anteil dieser Personengruppe höchstens 50% der GesamtteilnehmerInnenzahl betragen darf.
(5) Der Start eines neuen Lehrgangs erfordert eine ökonomisch relevante Mindestzahl von TeilnehmerInnen. Die Zulassung wird erst nach Erreichung dieser Mindestzahl rechtswirksam.

Lehrgang: Universitätslehrgang Aufbaustudium Medizin- und Bioethik
Abschluss: Professional Master of Ethics (Medical Ethic) - PM.ME.
Dauer: 4 Semester

nächster geplanter Lehrgangsstart: 16. September 2016

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