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Rechtswissenschaftliche Fakultät

Dienst am Gemeinwohl

Juridicum

Juridicum

Recht ist der Rahmen, in welchem sich das Leben des Einzelnen und der Gesellschaft – in Ordnung – vollzieht. Staat und Staatengemeinschaft, staatliches und zwischenstaatliches Recht haben nur ein Ziel: unser aller Gemeinwohl – Sicherheit, Freiheit und soziale Wohlfahrt für jeden Einzelnen. Der Komplexität unserer Welt entspricht ein komplexes Gefüge von Institutionen, ist doch unsere Republik Österreich eingebunden in die größeren Organisationsformen der universellen UNO und der regionalen Europäischen Union und als föderales Gebilde gleichzeitig gegliedert in die Gebietskörperschaften – Bundesländer und Gemeinden – und in die gebietsübergreifenden Körperschaften, die berufständisch ausgerichteten Kammern.

Der Komplexität der Institutionen entspricht die Komplexität des Rechts. Soll das Recht dem Einzelnen ein taugliches Instrumentarium zur Bewältigung seiner Probleme bieten – und da öffnet sich ein weiter Anwendungsbereich von der Familie über die (selbständige und unselbständige) Berufstätigkeit bis zur Freizeit, von der Kultur bis zur Politik –, so muss es verständlich ausgelegt und sachkundig angewendet werden. Wer nur den Text eines Gesetzes kennt, nicht aber das Verständnis, das ihm Gerichte und Verwaltungsbehörden beilegen, kennt nicht das Recht in seiner lebendigen Wirklichkeit.

Forschung als Berufung

Das Recht systematisch aufzubereiten und es in brauchbarer Weise zugänglich zu machen, ist Aufgabe der Rechtswissenschaft. Als Studienrichtung an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Hochschule in Linz von Anfang an vertreten und seit deren Umwandlung in eine Universität 1974/75 in einer Rechtswissenschaftlichen Fakultät organisiert, hat die Linzer Rechtswissenschaft stets Bedeutendes zu allen Rechtsbereichen beigetragen; sei es in Form von Kommentaren zu allen wichtigen Gesetzen, sei es durch Beiträge zu internationalen Rechtslexika und –enzyklopädien oder durch Lehrbücher und Lehrbuchreihen, durch die Herausgabe wichtiger Fachzeitschriften und durch wegweisende Monographien.

Die Forschung an der Linzer Rechtsfakultät ist gekennzeichnet durch

  • Grundlagenbewusstsein – denn nur auf tragfähigen Grundlagen lassen sich stabile rechtliche Konstruktionen errichten.
  • Praxisbezogenheit – denn Rechtswissenschaft ist kein Selbstzweck, sondern trägt verantwortlich zur Lösung konkreter Probleme des Einzelnen und der Gesellschaft bei.
  • Interdisziplinarität – denn das Recht stellt nur eine Seite der gesellschaftlichen Wirklichkeit dar und darf daher nicht isoliert betrachtet werden.
  •  
  • Internationalität – denn die europäischen und weltweiten Interdependenzen erlauben keine Selbstbeschränkung auf nationale Sichtweisen, sondern erfordern die Weite des Blicks, wie sie nur aus der Vergleichung ausländischer Rechtsordnungen und der Auseinandersetzung mit dem Völker- und Europarecht gewonnen werden kann.
  • Bereitschaft zum Wissenstransfer – daher stellen die Rechtswissenschaftliche Fakultät und die an ihr Forschenden und Lehrenden einen national und regional nicht mehr wegzudenkenden Fundus an rechtlichem Know-how für die öffentliche Hand, für die Wirtschaft, für gesellschaftliche Organisationen und für die rechtsberatenden Berufe dar.

Die Forschung der Linzer Rechtsfakultät übt einen gestaltenden Einfluss aus. Ihre Ergebnisse finden ihren Niederschlag in den Urteilen in- und ausländischer Höchstgerichte, gehen in die Arbeiten an neuen Gesetzeswerken ein und machen die Fakultät zu einer begehrten Partnerin der akademischen Zusammenarbeit mit Einrichtungen im In- und Ausland.

Lehre als Verantwortung

An dieser Forschung orientiert, zielt die Lehre an der Linzer Rechtsfakultät auf die Ausbildung zu

  • GeneralistInnen, die aus der Kenntnis rechtlicher Zusammenhänge auch neue Probleme rasch lösen und sich in jede Rechtsmaterie einarbeiten können; so besitzen sie auch die besten Voraussetzungen zur
  • Spezialisierung in einem bestimmten Bereich.
  • Internationalisierung ist im Rahmen des Diplomstudiums durch die Mobilitätsprogramme der Europäischen Union, im Rahmen der postgradualen Ausbildung aber auch durch besondere Kontakte zu amerikanischen Universitäten gewährleistet.

Die Ausbildung Linzer AbsolventInnen wird in der Praxis sehr geschätzt. Dies gilt gleichermaßen für

  • die Justiz,
  • die Verwaltung und
  • die rechtsberatenden Berufe, aber auch für
  • die Wirtschaft.

Gesellschaftspolitisches Engagement als Verpflichtung

Die Linzer Rechtsfakultät ist der Einsicht verpflichtet, dass es nicht genügt, die Dinge zu beschreiben; man muss sie gestalten. Das ist besonders wichtig in einer Welt der fortschreitenden Entwicklung und in einer Gesellschaft, die einem dauernden Wandel unterliegt. Daher sind sich Lehre und Forschung an der Linzer Rechtsfakultät ihrer Verantwortung dafür bewusst, bei den Studierenden wie der Gesellschaft die Sensibilität für rechtspolitische Fragen zu wecken und den politischen Verantwortungsträgern Alternativen zu deren Beantwortung anzubieten.

Darüber hinaus nehmen Lehrende an der Linzer Rechtsfakultät aber auch ganz spezifische Verantwortungen wahr, als

  • Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs bzw.
  • des Verwaltungsgerichthofs oder als auf
  • Bundes-,
  • Landes- oder
  • Gemeindeebene politisch Tätige.

Studium mit Zukunft

Die zukunftsorientierte Ausrichtung der Linzer Rechtsfakultät kommt auch darin zum Ausdruck, dass sie neben dem Präsenzstudium auch ein Fernstudium als Multi-Media-Studium eingerichtet hat. Die für dieses Studium entwickelten Lehrbehelfe ermöglichen es Studierenden nicht nur überall in Österreich, sondern in der ganzen Welt, nach dem Linzer Lehrplan Rechtswissenschaften zu studieren, ihre Prüfungen abzulegen und die entsprechenden akademischen Grade zu erwerben. Die große Nachfrage nach dieser Studienform hat die Linzer Rechtswissenschaftliche Fakultät – an den Anfängerzahlen gemessen – bereits zur zweitgrößten Österreichs gemacht.

 

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