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Universitätslehrgang Aufbaustudium Medizinrecht

Zielsetzung
Das berufliche Umfeld der medizinischen Berufe und dabei wiederum vor allem des ärztlichen Berufsstandes wird im zunehmenden Maße verrechtlicht. Nationale Rechtsvorschriften haben dazu ebenso beigetragen wie Vorgaben im europäischen Gemeinschaftsrecht.

Die Kenntnis des Medizinrechts sowie die Fähigkeit seiner korrekten praktischen Anwendung sind heute unerlässliche Instrumente der Rechtspraxis. Das Lehrgangsprogramm vermittelt vertiefte Kenntnisse des Medizinrechts.

Der Lehrgang richtet sich vorrangig an Ärztinnen/Ärzte, Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte mit Fachbezug zum Medizinrecht, Juristinnen/Juristen bei gesetzlichen und privaten Krankenversicherern, Juristinnen/Juristen bei Krankenanstaltenträgern und sonstige mit Medizinrecht befasste Juristinnen/Juristen (wie etwa bei Gebietskörperschaften, Kammern, Konsumentenberatungsstellen, als Patientenanwältinnen/Patientenanwälte tätige Juristinnen/Juristen). Durch den Lehrgang sollen aber auch Universitätsabsolventinnen/Universitätsabsolventen an-gesprochen werden, die vor einem Berufseinstieg stehen und eine vertiefte Ausbildung im Bereich des Medizinrechts anstreben.

Die Zielsetzung des Lehrganges, die komplexen Vorgaben des Medizinrechts einer Nutzanwendung in der Praxis zugänglich zu machen, trägt auch zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Oberösterreich bei.

Das Unterrichtsziel soll didaktisch vor allem dadurch erreicht werden, dass theoretisches Wissen mit praxisrelevanten Kenntnissen eng verknüpft wird, sodass eine direkte Anwendung der Lehrinhalte in der Praxis gewährleistet ist.

Zulassung
(1) Für die Zulassung zum Lehrgang ist der Abschluss eines Bachelor-, Master- oder Diplomstudiums der Rechtswissenschaften, eines Bachelor-, Master- oder Doktoratsstudiums der Medizin oder eines gleichwertigen Studiums erforderlich.

(2) Die jeweils höher bzw. facheinschlägiger qualifizierten Personen werden dabei bevorzugt aufgenommen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch den/die Vizerektor/in für Lehre auf Vorschlag der Lehrgangsleitung.

(3) Nach Maßgabe freier Studienplätze können in begründeten Ausnahmefällen auch solche Personen zum Lehrgang zugelassen werden, die die Voraussetzungen nach Abs. 1 nicht erfüllen, aber mindestens vier Jahre entsprechender Berufserfahrung sowie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer Erfahrungen und erbrachten Leistungen (einschließlich nicht abgeschlossener Studien bzw. Weiterbildungsveranstaltungen geringerer Dauer) eine gleichwertige Qualifikation nachweisen können.

(4) Für zum Lehrgang zugelassene Personen gemäß Abs. 3 gilt, dass der Anteil dieser Personengruppe höchstens 50% der Gesamtteilnehmer/innen/zahl betragen darf.

(5) Der Start eines neuen Lehrgangs erfordert eine ökonomisch relevante Mindestzahl von Teilnehmer/inne/n. Die Zulassung wird erst nach Erreichung dieser Mindestzahl rechtswirksam.

Lehrgang: Aufbaustudium Medizinrecht
Abschluss: "Master of Laws (Medical Law)", abgekürzt "LL.M."
Dauer: 4 Semester

nächster geplanter Lehrgangsstart: 11. September 2015

 

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