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Es geht bergauf: Frauen am Himalaya

Mit der Rolle von Bergsteigerinnen bei der Entwicklung des Alpinismus hat sich JKU-Forscherin Martina Gugglberger bei einer Tagung in Wien beschäftigt.

Ziel der Tagung: Die Rolle des Geschlechts in der österreichischen Sportgeschichte aufzuarbeiten und zu zeigen, dass Frauen auch in vermeintlichen Männerdomänen eine enorm wichtige Rolle spielten. Eine Vortragende des Symposium "Images des Sports in Österreich" kam von der JKU: Ass.Prof.in Dr.in Mag.a Martina Gugglberger (Institut für Frauen- und Geschlechterforschung; Vorständin: Univ.Prof.in Dr.in Doris Weichselbaumer) hat die erste österreichische Frauenexpedition zum Himalaya im Jahr 1994 untersucht. Sie führte aus, dass in der medialen Berichterstattung Anerkennung, aber auch Skepsis und sogar Spott vorgekommen sei.
"Es gab zwar durchaus positive Reaktionen, aber auch abwertende Berichte. So wurden die Teilnehmerinnen als ,Bergamazonen' bezeichnet. Als Motiv wurde unterstellt, dass die Frauen den Männern etwas beweisen wollten", so die Wissenschaftlerin. Auch nach Abschluss der Expedition sei nicht - wie bei Männern - hauptsächlich vom Erfolg, sondern von gruppeninternen Zwistigkeiten berichtet worden. "Es war sozusagen ein anderes Modell: Bei Frauen Zickenkrieg, bei Männern Kameradschaft. Beides entspricht nicht der Wirklichkeit", so die Gender-Expertin, die auch darauf hinwies, dass es internationale Unterschiede gibt. So hatten es Frauen in Großbritannien einfach, den Bergsport für sich zu entdecken.

 

[Christian Savoy]

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