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OGMA-PREIS 2013 für DI Dr. Johannes Atzlesberger

Johannes Atzlesberger
Vom Vorsitzenden der Österreichischen Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik wurde am 22. Mai 2014 DI Dr. Johannes Atzlesberger für seine Dissertation "Entwicklung eines Messverfahrens zur Detektion subkutaner Einschlüsse in Stahlblech" der OGMA-PREIS 2013 verliehen. DI Dr. Johannes Atzlesberger war von 2008 bis 2013 Dissertant am Institut für Elektrische Messtechnik der JKU und am strategischen ACCM-Projekt der Area 5 eingebunden.

„Der OGMA-Preis ist für mich eine große Anerkennung meiner wissenschaftlichen Arbeit", freute sich Atzlesberger.

Inhalt der Dissertation
Nichtmetallische Einschlüsse beeinträchtigen die Qualität von Stahlblech und müssen oberhalb einer kritischen Größe detektiert werden. Im Zuge seiner Dissertation entwickelte Johannes Atzlesberger ein Messsystem, das für den Einsatz in der magnetischen Streuflussprüfung (MSP) konzipiert ist. Hierbei wird das zu untersuchende Blech magnetisiert und an dessen Oberfläche das Magnetfeld, welches durch Materialinhomogenitäten beeinflusst wird, gemessen. Um auch winzigste Einschlüsse detektieren zu können, muss das Messsystem in der Lage sein, kleinste Flussdichteänderungen bei guter örtlicher Auflösung, messen zu können.
Ein Teil seiner Arbeit ist unterschiedlichen Verfahren der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung gewidmet, wobei sich das besagte Verfahren der MSP als am geeignetsten herauskristallisierte. Es wurden unterschiedliche Magnetfeldsensoren hinsichtlich ihrer Eignung untersucht. Auf Grund ihrer hervorragenden Eigenschaften stellten sich GMR–Sensoren als besonders brauchbar heraus. Da die Berechnung der auftretenden Streufelder sehr schwierig, in geschlossener Form meist sogar unlösbar sind, wurden von Atzlesberger zum Teil bereits bestehende Modelle für analytische Näherungslösungen verifiziert und für typische Einschlussgeometrien adaptiert.

Die entwickelte Messelektronik war zentrales Thema seiner Dissertation. Mit dem entwickelten, hochpräzisen Messsystem wurden genaue Untersuchungen bzgl. Temperaturverhalten, Messgenauigkeit, Detektionsgrenze usw. angestellt und eine nachweisbare minimale Flussdichteänderung von 0.5 nT ermittelt. Die Einsetzbarkeit des entwickelten Messsystems für die MSP wurde – unter Zuhilfenahme speziell entwickelter Demonstratoren – mit Messungen nachgewiesen. Die Messergebnisse (2d-Bilder der probenoberflächennahen magnetischen Flussdichteverteilung) erlauben eine eindeutige Lokalisierung von Einschlüssen. Um die örtliche Auflösung der Bilder zu erhöhen, wurde ein digitaler Signalverarbeitungsalgorithmus benutzt, mit dem parasitäre Magnetfeldeinflüsse weitestgehend korrigiert werden konnten und auf reale Messergebnisse äußerst erfolgreich angewendet wurden.

 

[Christian Savoy]