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Am Markt gefragt: Erster JKU-Promovend mit Schwerpunkt Kunststofftechnik

Povacz
2009 wurde mit dem Kunststoff-Studium an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz eine Herzensangelegenheit von Rektor Richard Hagelauer Wirklichkeit. Heuer haben die ersten „PionierInnen“ das Studium, das gemeinsam mit den Kooperationspartnern Borealis und OMV aufgebaut wurde, absolviert. Mit Markus Povacz hat nun auch erstmals ein Student sein Doktorratsstudium der Technischen Wissenschaften interdisziplinär mit Kunststofftechnik verknüpft und abgeschlossen.

Hagelauer ist seit 1. Oktober 2007 Rektor der größten Universität Oberösterreichs. Seither wurde an der JKU der Bereich Polymerchemie und Kunststofftechnik kontinuierlich ausgebaut und gestärkt. „Kunststofftechnik ist ein enorm zukunftsträchtiger Bereich, ich bin froh und stolz, dass wir diesen Studienzweig an der JKU aufbauen konnten. Mit einem Bachelorstudium und drei Masterstudien existiert an der JKU heute das breiteste akademische Kunststoffprogramm Europas, vermutlich sogar weltweit. Der internationale Charakter des Studiums wird auch dadurch unterstrichen, dass alle drei Masterstudien auf Englisch absolviert werden können“, freut sich Hagelauer.

Hervorragende Karrierechancen
Entsprechend gefragt sind die JKU-AbsolventInnen. Das kann auch der 28-jährige Steyrer Markus Povacz bestätigen: Er hat Anfang Oktober bereits eine Tätigkeit im Qualitätsbereich eines bekannten amerikanischen Konzerns begonnen, der sich mit der Fertigung von Hochleistungswerkstoffen (Faserverbundwerkstoffen) beschäftigt.

„Das Doktoratsstudium war stark geprägt durch die hervorragende wissenschaftliche Betreuung durch die Professoren und das ausgezeichnete freundschaftliche Zusammenarbeiten mit Kolleginnen und Kollegen. Dieser tolle Zusammenhalt hat sich auch außerhalb des Studiums gezeigt, so hat das Team der Kunststofftechnik u.a. bei den letzten beiden Schlachten der Fakultäten den 1. und 2. Platz belegt“, erinnert sich Povacz. Dem Kunststoff-Bereich würde der Hobby-Koch sofort 5 Hauben geben: „Ich kann das Studium jedem empfehlen, der Interesse an einer fundierten materialwissenschaftlichen Ausbildung in Verbindung mit industrienaher Forschung hat!“
Prof. Gernot Wallner, der wissenschaftliche Betreuer der Dissertation, vom Institut für Polymerwerkstoffe der JKU ergänzt: „Besonders erfreulich ist, dass die Dissertation schon jetzt zu insgesamt zwei Veröffentlichungen in angesehenen Zeitschriften geführt hat und weitere drei eingereicht sind.“

Kunststofftechnik: Oberösterreichs Steckenpferd

Rund 34.000 Arbeitsplätze bieten die etwa 220 Kunststoff-Betriebe in Oberösterreich. Wie wichtig die Kunststofftechnik aus wirtschaftlich-industrieller Sicht für den Standort Oberösterreich ist, zeigt sich auch daran, dass die Anzahl der Beschäftigten in der Kunststoffwirtschaft in Oberösterreich um einen Faktor 5 bis 6 über dem EU-Durchschnitt liegt. Die steigenden Anforderungen der Industrie und Wirtschaft erfordern gut ausgebildete Ingenieure und Wissenschafter in diesem Bereich. Die JKU reagiert auf diesen Trend und bildet Spezialisten mit besten Zukunftsperspektiven für diese Hightech-Branche aus.

Mehr Infos zum Studium: http://www.jku.at/content/e262/e242/e2380/e2560

 

[Christian Savoy]