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JKU-Antrittsvorlesungen von Prof. Weichselbaumer, Prof. Futschik und Prof. Fink

AV
Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz lud am Montag, 20. Oktober 2014, zur Antrittsvorlesung von Univ.Prof. Mag. Dr. Doris Weichselbaumer (Institut für Frauen- und Geschlechterforschung), Univ.Prof. MMag. Dr. Matthias Fink (Institut für Innovationsmanagement) und von Univ.Prof. Dr. Andreas Futschik (Institut für Angewandte Statistik). Vor mehr als 120 Gästen hielten die drei JKU-WissenschafterInnen, die alle an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät tätig sind, in den Repräsentationsräumen der Universität die traditionelle Vorlesung.

Die Vizerektorin für Forschung, Prof. Gabriele Anderst-Kotsis, betonte die Bedeutung der Antrittsvorlesungen als „Fixpunkt des akademischen Jahres und darüber hinaus Fixstern im Veranstaltungskalender der Stadt Linz.“ Auch der Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Johann Bacher, beschrieb den hohen Wert der Antrittsvorlesungen: „Es ist ein idealer Weg sich kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen.“ Dies sei besonders an der SOWI-Fakultät ein Faktor, denn diese sei die größte Fakultät der JKU mit 1.400 Studienanfängern und über 9.300 Studierenden.
 
Prof. Doris Weichselbaumer erklärte in ihrem Vortrag „Diskriminierung am Arbeitsplatz“ die Probleme bei der empirischen Untersuchung von Diskriminierung. „Es ist schwer, Benachteiligungen nur über den Lohnunterschied zu belegen“, so die JKU-Forscherin, die erst letzte Woche für ihre Arbeit von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek mit dem „Käthe Leichter-Preis 2014“ ausgezeichnet wurde. Weichselbaumer griff daher zu fiktiven Bewerbungsunterlagen, bei denen sich nur einzelne demographische Details unterschieden. Auf diese Weise konnte Diskriminierung in Österreich und Deutschland nachgewiesen werden.

Prof. Andreas Futschik beschäftigte sich in seiner Vorlesung mit „Statistik trifft ,Big Data‘“. Bereits Ende 2015 werde die Datenverarbeitung im Internet die Zettabyte-Grenze überschreiten – eine Herausforderung sowohl für Hardware wie auch Software. Futschik zeigte auch an einem anderen Beispiel die heute üblichen Datenmengen: So werden im Teilchenbeschleuniger von Cern bis zu 600 Millionen Teilchenkollisionen gemessen – pro Sekunde. Der Daten-Experte gab auch Einblicke in die Zukunftsfelder von „Big Data“, so etwa in der personalisierten Medizin.

Den Abschluss bildete Prof. Matthias Fink mit seinen Erläuterungen zu „Innovation als Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen“. Fink warnte, Innovation als Zaubermittel misszuverstehen. „Es muss zuerst eine stabile, funktionierende Gesellschaft bestehen, damit Innovation hervorgebracht werden kann“, so der Innovationsforscher. Für Innovation sei es notwendig, Grenzen zu überschreiten und althergebrachte Bahnen zu verlassen. Auch sei Innovation stets ein Wechselspiel zwischen Dynamik und Bestehendem, da sie in regionale und soziale Strukturen eingebettet sei.

Bild v.l.: Dekan Johann Bacher, Prof. Andreas Futschik, Prof. Doris Weichselbaumer, Prof. Matthias Fink, Vizerektorin Gabriele Anderst-Kotsis

[Christian Savoy]