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JKU-Doppelsieg beim Walter Haslinger Preis 2014

JKU-Doppelsieg beim Walter Haslinger Preis 2014
Mit Dr. Julia Eder und Dr. Michael Slezak haben heuer zwei AbsolventInnen der JKU den renommierten Walter Haslinger Preis gewonnen. Ihre an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät verfassten Dissertationen widmen sich brennend aktuellen Fragen des Wirtschaftsrechts.

Die Dissertation von Julia Eder analysiert, inwieweit sich die in der RL 89/665/EWG normierte Haftpflicht wegen Vergaberechtsverletzungen durch öffentliche Auftraggeber in die unionsrechtliche Haftungssystematik einfügt. Als Vergleichsmaßstab wurde die primärrechtliche Haftpflicht der Mitgliedstaaten für Unionsrechtsverletzungen im Allgemeinen herangezogen, welche nach stRsp des Gerichtshofs der Europäischen Union – wie auch die außervertragliche Haftung der Union gemäß Art. 340 Abs. 2 AEUV – von einem hinreichend qualifizierten Verstoß abhängig ist.

Ob diese Haftungsbeschränkung auch gegenüber den im Rahmen eines Vergabeverfahrens geschädigten Bietern wirksam gemacht werden kann, sodass sich von einem kohärenten Haftungsmaßstab sprechen lässt, wird im Rahmen einer kritischen Würdigung der Judikatur des EuGH eingehend untersucht. Daran anknüpfend ergeht eine Beurteilung über die Unionsrechtskonformität bzw die unionsrechtskonforme Auslegung der österreichischen Schadenersatzregelung des § 337 BVergG 2006. Das Werk bringt wesentliche neue Erkenntnisse sowohl zur unionsrechtlichen Staatshaftung im Allgemeinen als auch zur Haftung im vergaberechtlichen Kontext und leistet zugleich einen Beitrag zur Systembildung im europäischen Haftungsrecht.

Praxisrelevante Arbeit
Die Arbeit von Michael Slezak beschäftigt sich vorrangig mit der Zulässigkeit von Koppelungsklauseln, welche vorsehen, dass das Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds einer Aktiengesellschaft im Falle einer vorzeitigen Abberufung automatisch als beendet gilt, fristlos aufgelöst oder unter Einhaltung einer Frist gekündigt werden kann. Das Werk bringt erstmals für Österreich eine umfassende Aufarbeitung verschiedenster für Vorstandsmitglieder höchst praxisrelevanter Fragestellungen, die im Querschnittsbereich von Gesellschafts-, Arbeits- und allgemeinem Zivilrecht angesiedelt sind. Darüber hinaus werden bisher kaum diskutierte Rechtsfragen des freien Dienstvertrags ausführlich behandelt. All dies im Rechtsvergleich zu Deutschland.

Die Preise wurden am 13. November von den Gastgebern und Anwälten Klaus Haslinger und Norbert Nagele (HNP) im Beisein von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Verfassungsgerichtshof-Präsident Gerhart Holzinger übergeben. Die JKU gratuliert den ausgezeichneten NachwuchswissenschafterInnen!

Bildunterschrift: Haslinger, Eder, Slezak, Leitl

[Christian Savoy]