Seitenbereiche:



Menü des aktuellen Bereichs:

Zusatzinformationen:

JKU-Fangemeinde auf Facebook

Werde JKU-Fan auf Facebook!

Werde JKU-Fan auf Facebook! ...  mehr zu JKU-Fangemeinde auf Facebook (Titel)

Social Media


Positionsanzeige:

Inhalt:

Bundespräsident Fischer ehrt ausgezeichnete Promovenden der JKU

1_Gruppe_sub auspiciis_01.12.14_Credit JKU_honorarfrei
Am Montag, 1. Dezember 2014, hat Bundespräsident Heinz Fischer in einem feierlichen Festakt gleich zwei Promovenden der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz geehrt. Mag.a (FH) Vera Roth erhielt die Doktorwürde der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Dipl.-Ing. Mag.Mag.Mag. Gregor Kastner erhielt die Doktorwürde der Technischen Wissenschaften unter den Auspizien des Bundespräsidenten.

Die zwei Ausgezeichneten schlossen sämtliche Stationen in ihrer Schullaufbahn und ihres Studiums mit Bestnoten ab. Voraussetzung für eine Promotion „sub auspiciis praesidentis rei publicae“ ist, dass alle Oberstufenklassen und die Matura mit Auszeichnung absolviert werden. Sämtliche Prüfungsfächer der Diplom-/Masterprüfung sowie die Beurteilung der Diplom/
Masterarbeit mussten mit „Sehr gut“ abgeschlossen werden, die Gesamtnote „Mit Auszeichnung bestanden“ sein. Das Doktorat muss mit „Sehr gut“ abgeschlossen werden.

„Die Promotion Sub Auspiciis ist die höchste Auszeichnung für studentische Leistungen in Österreich, die nur rund 20 von 2.500 Promovenden pro Jahr erhalten. Seit der Gründung der JKU vor bald 50 Jahren haben erst 47 Personen diese Auszeichnung erreicht. Wir an der JKU sind deshalb sehr stolz, dass heute zwei junge Menschen von unserem Bundespräsidenten geehrt werden“, freute sich Rektor Richard Hagelauer bei der Eröffnung der Feierlichkeiten.

Univ.Prof. Mag. Dr. Johann Bacher, Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, verwies auf das hohe Maß an Ausdauer, Engagement, Begabung und Unterstützung von Dritten, die solch außergewöhnliche Leistungen erst möglich machen. In seiner Ansprache stellte Dekan Bacher fest, dass Leistung in Österreich nicht ausreichend gewürdigt wird und warf zudem die Frage auf, ob jungen Menschen in Österreich ausreichend Chancen geboten werden, um Bestleistungen erzielen zu können. Anerkennung von Leistung und Chancengleichheit würden zusammenhängen. „Werden Sie zu Botschaftern von Chancengleichheit und Leistung“, gab Dekan Bacher den beiden Promovenden mit auf den Weg.

Univ.Prof. DI Dr. Franz Winkler, Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, lobte ebenfalls die Ausgezeichneten: „Es ist eine Tradition, die es schon in der Kaiserzeit gab, die besten Studierenden auszuzeichnen. Sie gehören einem elitären Kreis an. Elite zeichnet sich durch Begabung auf einem bestimmten Gebiet, und dem Ehrgeiz diese Begabung für sich und zum Wohle der anderen einzusetzen, aus. Eine Gesellschaft, die Eliten nicht zulässt, beraubt sich selbst des Fortschritts.“

Bei seiner Laudatio für Dr.in Roth zeigte sich Univ.Prof. Mag.Mag. Dr. Wolfgang Helmut Güttel (Head of the Institute of Human Resource and Change Management, JKU) von deren Wille, Engagement und Leidenschaft begeistert, zumal sie ihr Doktorat nebenberuflich absolvierte.

Univ.Prof.in Dipl.-Ing.in Dr.in techn. Sylvia Frühwirth-Schnatter (Institute of Statistics and Mathematics, WU Wien) betonte in ihrer Laudatio die Vielseitigkeit, Leidenschaft und große Neugierde, mit der Dr. Kastner insgesamt vier Studien abschloss.

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer sagte bei der Überreichung der Ehrenringe an die Promovenden: „Eine Sub-Auspiciis-Ehrung ist eine eindrucksvolle Auszeichnung, die weniger als 1 % aller Promovenden schaffen. Sie gehören - ob Sie wollen oder nicht - einer Elite an. Diese Auszeichnung ist mit der Hoffnung verbunden, dass Sie Ihre Fähigkeiten zum Nutzen der Gesellschaft verwenden. Denn es braucht die besten Köpfe, um gute Entscheidungen für unsere Gesellschaft zu treffen.“

Glücklich und stolz äußerten sich die zwei Promovenden, die sich bei Familie und Wegbegleitern bedankten. Dr.in Vera Roth und Dr. Kastner waren sich einig, dass der Weg nicht immer leicht war, es sich aber auf jeden Fall ausgezahlt hat.

Gregor Kastner

Der 33-jährige Gregor Kastner aus Oberneukirchen (Bezirk Urfahr-Umgebung) hat bereits vier akademische Grade erworben: Dipl.-Ing. der Technischen Mathematik, Magister für Informatikmanagement, Magister des Lehramts Mathematik/Informatik und Magister für Bewegung und Sport. Nach der Matura am Gymnasium Petrinum in Linz studierte er an der TU Wien, ETH Zürich, Universität Wien und an der JKU. Derzeit ist er als Assistent am Institut für Statistik und Mathematik der WU Wien tätig. Seine Dissertation trägt den Titel "Efficient Bayesian Inference for Univariate and High-Dimensional Stochastic Volatility Models“. Er beschäftigte sich mit mathematischer Modellierung von Unsicherheiten. Es geht darum, das Maß der Unsicherheit, das Entscheidungen zugrunde liegt, abzuschätzen und zu verringern.

Vera Roth

Die 29-jährige Vera Roth wurde in Linz geboren. Sie besuchte das BGWRG Körnerschule und studierte danach an der FH Burgenland Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Zuletzt arbeitete sie als Controllerin bei einem internationalen Konzern und war als Lektorin an der FH Burgenland tätig. Ihre Dissertation trägt den Titel „Steuerung der Strategieumsetzung in dynamischen Situationen“. Sie beschäftigte sich damit, wie Großkonzerne sich in der Wirtschaftskrise verhalten und welche Auswirkungen dies hat.


Bildtext: v.li. Univ.Prof. Helmut Pernsteiner (Vorsitzender des Senats, JKU), Rektor Richard Hagelauer (JKU), Dekan Johann Bacher (Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, JKU), Bildungs- und Forschungslandesrätin Mag.a Doris Hummer, Dekan Franz Winkler (Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, JKU), Dr. Gregor Kastner (Promovend), Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Dr.in Vera Roth (Promovendin), Univ.Prof. Wolfgang Helmut Güttel (Institut Human Resource and Change Management, JKU), Univ.Prof. Gerhard Larcher (Institut für Finanzmathematik, JKU), Univ.Prof. Sylvia Frühwirth-Schnatter (Institute of Statistics and Mathematics, WU)

Credit: JKU, honorarfrei

1_Gruppe_sub auspiciis_01.12.14_Credit JKU_honorarfrei (1.1 MB)
2_Fischer_Roth_sub auspiciis_01.12.14_Credit JKU_honorarfrei (1.2 MB)
3_Fischer_Kastner_sub auspiciis_01.12.14_Credit JKU_honorarfrei (1.0 MB)

[Jonathan Mittermair]