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Meinhard Lukas neuer designierter Rektor der Johannes Kepler Universität

Schaller; Lukas
Die Johannes Kepler Universität (JKU) bekommt eine neue Führung: Am 9. Februar 2015 wurde Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas vom Universitätsrat zum neuen Rektor gewählt. Lukas folgt damit ab Oktober 2015 Richard Hagelauer nach, der seit 2007 der Rektor der JKU ist. Lukas will die Johannes Kepler Universität in der österreichischen Hochschullandschaft klar positionieren, den Pioniergeist in der Forschung fördern und den Wirkungsgrad in der Lehre erhöhen.

„Von der Johannes Kepler Universität gehen wichtige Impulse aus. Sie genießt sowohl als Ausbildungsstätte als auch als Ideenbringer und Problemlöser hohes Ansehen bei den Studenten und der Wirtschaft. Die Johannes Kepler Universität bekommt mit Univ.-Prof. Dr. Lukas einen neuen Rektor, der die Position der Universität in den kommenden Jahren stärken und ausbauen wird“, so Unirats-Vorsitzender Dr. Heinrich Schaller.

Wichtig ist Schaller, dass der neue Rektor bei den gerade anlaufenden Verhandlungen über die künftige Leistungsvereinbarung mit dem Bund eingebunden ist. „Diese neue Leistungsvereinbarung soll auch die Handschrift des neuen Rektors tragen.“
Deshalb habe der Universitätsrat bei der Rektorsbestellung einen sehr straffen Zeitplan verfolgt, der dies gewährleiste.

• Ausschreibung im Oktober/November 2014
• Aus den eingelangten Bewerbungen hat die Findungskommission (Senatsvorsitzender Univ.-Prof. Mag. Dr. Helmut Pernsteiner und Universitätsrats-Vorsitzender Schaller) dem Senat einen 3er-Vorschlag, dem auch der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen zugestimmt hat, vorgelegt.
• In seiner heutigen Sitzung hat der Universitätsrat Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Linz, zum neuen Rektor der Johannes Kepler Universität gewählt.

Meinhard Lukas: Anerkannter Rechtswissenschaftler mit hohem Wirtschaftsbezug und starker Verankerung an der JKU
Der 44-jährige Jurist (Zivilrechtler) ist Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der JKU.

Lukas wurde am 20. Februar 1970 in Wels geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität. Nach einer Praxis in einer Linzer Rechtsanwaltskanzlei und einer mehrjährigen Assistententätigkeit bei den Professoren Rudolf Reischauer und Peter Rummel habilitierte er sich 2004 für das Fach Zivilrecht. Nachdem er einen Ruf an die Universität Salzburg abgelehnt hat, wurde er 2008 zum Universitätsprofessor bestellt. Er leitet die Abteilung für Grundlagenforschung am Institut für Zivilrecht der Johannes Kepler Universität.

Lukas publiziert regelmäßig zum österreichischen und europäischen Privatrecht sowie zum internationalen Wirtschaftsrecht. Er hat wiederholt an nationalen und internationalen Gesetzgebungsprojekten (z.B. United Nations Commission on International Trade Law) mitgewirkt. Daneben ist er auch Schriftleiter einer führenden rechtswissenschaftlichen Zeitschrift (Juristische Blätter).

Seit 2001 hat Lukas über seine Forschungsverwertungsgesellschaft DMLG in mehr als hundert Causen Rechtsgutachten verfasst. Er hat in einer Reihe von öffentlichkeitswirksamen Fällen (WEB-Skandal, Eurofighter, Swap Linz, Finanzcausa Salzburg) beraten. Darüber hinaus fungiert er in nationalen und internationalen Schiedsverfahren regelmäßig als Schiedsrichter.

Lukas war ab 2004 Mitglied des Senats der Johannes Kepler Universität Linz und von 2004 bis 2008 dessen Vorsitzender.
Er ist Mitglied des Universitätsrates der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und leitet seit 2013 das Projekt Medizinische Fakultät.


Erste Ziele und Vorhaben des neuen Rektors
Lukas hat sich mit einem 50-seitigen Positionspapier der Wahl gestellt. Diesem Papier liegen 22 Interviews mit wesentlichen Vertretern der Johannes Kepler Universität zugrunde.

Die Vorhaben und Ziele des neuen Rektors gründen demnach auf einem intensiven universitätsinternen Dialog. Lukas will sich vorrangig folgenden Themen widmen:

• Verhandlung der Leistungsvereinbarung: Noch vor dem Amtsantritt im Oktober stehen die Verhandlungen zur Leistungsvereinbarung 2016 - 2018 an. Diese Verhandlungen müssen in Abstimmung mit Rektor Hagelauer penibel vorbereitet werden. Davon hängt der Gestaltungsspielraum des neuen Rektorats wesentlich ab.

• Höherer Wirkungsgrad in der Lehre: In Österreich brauchen zu viele Studierende für ihr Studium zu lange oder brechen es überhaupt ab. Darauf soll an der Johannes Kepler Universität mit einem Maßnahmenbündel reagiert werden (Nachschärfung bei den Studieneingangsphasen, Einführung eines Studienverlaufsmonitorings, kritische Prüfung der Curricula auf ihre Studierbarkeit, Errichtung eines Zentrums für Hochschuldidaktik).

• Klare Positionierung im tertiären Bildungsbereich: Die Johannes Kepler Universität steht für forschungsgeleitete Lehre und kritisch-reflexives Lernen. Dieser Anspruch muss in den einzelnen Studienprogrammen konsequent eingelöst werden, um sich klar gegenüber den Fachhochschulen zu positionieren.

• JKU als Ort der wissenschaftlichen Avantgarde: Die Johannes Kepler Universität muss wieder verstärkt eine Vorreiterrolle bei den zentralen Zukunftsthemen einnehmen. Sie ist aufgrund ihrer interdisziplinären Ausrichtung prädestiniert für Themen wie Industrie 4.0 (intelligente Produktionstechnologien) oder die Gesundheitssystemforschung.

• Exzellente Forschung vor den Vorhang: Eine Reihe von Fachbereichen der Johannes Kepler Universität stehen für internationale Exzellenz. Das ist außerhalb der jeweiligen Community kaum bekannt. Hier braucht es neue Kommunikationskonzepte.

• Neue Führungsstruktur: Das gesamte Rektorat (Rektor und fünf VizerektorInnen) soll für Aufbruch und Mut zur Veränderung stehen. Die Weiterentwicklung einer Universität mit 19.000 Studierenden, 2.700 Beschäftigten und einem Jahresbudget von über 140 Millionen Euro braucht eine enorme Managementkapazität. Dem soll unter anderem mit einem eigenen Vizerektorat für Personal, Gender und Informationsmanagement Rechnung getragen werden.

Foto v.l.: Universitätsratsvorsitzender Heinrich Schaller, designierter Rektor Meinhard Lukas

[Christian Savoy]