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Auftaktveranstaltung "Arbeitswelt der Zukunft"

IAA lädt zur Veranstaltung „Arbeitswelt der Zukunft – Wie Industrie 4.0 die Arbeitswelt verändern wird“
Mehr als 150 VertreterInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien folgten der Einladung des Instituts für Arbeitsforschung und Arbeitspolitik an der Johannes Kepler Universität Linz (IAA) zur Veranstaltung "Arbeitswelt der Zukunft – Wie Industrie 4.0 die Arbeitswelt verändern wird" in das Bergschlössl der LIMAK Austrian Business School.

Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl benannte im einleitenden Statement die zentralen Herausforderungen der oberösterreichischen Arbeitswelt der Zukunft: Die Sicherung des Arbeitsplatzangebots, den zunehmenden Fachkräftemangel und damit verbundene Fragen der Aus- und Weiterbildung, sowie Fragen der Beschäftigung verschiedener Zielgruppen, wie Jugendliche, Ältere, Frauen, Migrant/inn/en und Menschen mit Beeinträchtigungen.

Prof. Robert Schmitt von der RWTH Aachen thematisierte im anschließenden Vortrag die Veränderung der ‚Kollaborationsqualität‘ im Zuge der ‚4. Industriellen Revolution‘. Seine Hypothese: Je mehr die reale Welt und die virtuelle Welt vernetzt werden können, desto mehr können die Ideen der Industrie 4.0 letztendlich umgesetzt werden. Die Basis der Verknüpfung der zwei Welten bilden Modelle, wie der sogenannte ‚digitale Schatten‘. Wenn Schmitt fragt, wer die Rechte an dem ‚digitalen Schatten‘ besitze, dann hebt er eine wesentliche Herausforderung im Übergang zu Industrie 4.0 in den Mittelpunkt: Die mit der Etablierung von neuen Arbeitswelten verbundene Gestaltungsmacht und daraus resultierende gesellschaftliche Verantwortung.

Dr. Martin Kuhlmann - Sprecher des Forschungsschwerpunktes ‚Arbeit im Wandel‘ und Forscher des SOFI Göttingen - betonte in seinem Beitrag die arbeitssoziologische Dimension von Industrie 4.0 und präsentierte erste Ergebnisse aus dem laufenden Projekt IAA-Projekt ‚Bestandsaufnahme Arbeitspolitik OÖ‘, einer interdisziplinären empirischen Untersuchung zu aktuellen Entwicklungen und Problemlagen in oberösterreichischen Industriebetrieben. So zeigte sich unter anderem, dass oberösterreichsche Betriebe dem Hype rund um den Begriff „Industrie 4.0“ kritisch gegenüber stehen, nicht aber den technologischen Neuerungen, die mit Industrie 4.0 verbunden werden. Ausgewählte Industrie 4.0-Technologien sind bereits jetzt in Anwendung bzw. selbstverständlicher Teil betrieblicher Planungen.

Erste Resultate
Die ersten Ergebnisse des IAA-Projektes ‚Bestandsaufnahme Arbeitspolitik OÖ‘ bildeten auch die Basis für die folgende Podiumsdiskussion. Mit Mag.(FH) Clemens Zierler, Geschäftsführer des IAA, diskutierten Dr. Michael Strugl, die Landesgeschäftsführerin des AMS OÖ, Birgit Gerstorfer PMML, der Geschäftsführer der Business Upper Austria, Ing. DI (FH) Werner Pamminger MBA, sowie FH Prof. Dr. Hubert Scholl, Professor für Prozesse und Qualitätsmanagement.
Im letzten Programmpunkt konnten zwei Stipendien für den LIMAK Zertifikatslehrgang „Quality, Project and Prorcess Management“ an Frau Astrid Dollhäubl und Herrn Dipl.-Ing.(FH) Ernst Kirchmayr verliehen werden. Mit den Stipendien unterstreicht das IAA die notwendige Bereitschaft von Mitarbeitern und Führungskräften zur stetigen Weiterbildung.
In einer Sache sind sich alle an der Veranstaltung beteiligten Personen einig: Es besteht nicht nur die Notwendigkeit, neue Technologien zu entwickeln und zu fördern, sondern auch Arbeitswelten aktiv zu gestalten. Hierfür sind Diskussionen zwischen Politik, Sozialpartnern und betrieblichen Akteuren gefragt. Aufgabe der Forschung ist es, Daten und gesicherte Befunde für diese Diskussionen zu liefern. Das IAA nimmt diese Aufgabe gerne an.

Fotos: Kneidinger

 

[Christian Savoy]