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Exkursion: Drei Tage Europa hautnah

Lehrveranstaltung: Drei Tage Europa hautnah
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Politische Institutionen in Europa“ besuchten über 50 Studierende für drei Tage die inoffizielle europäische Hauptstadt Brüssel.

Organisiert vom Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik, begann die Reise am Mittwoch, 13. Jänner 2016, kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Vom Campus weg fuhren wir mit dem Bus quer durch Deutschland nach Belgien. Unser erster Programmpunkt war das EU-Parlament. Wir trafen dort den emeritierten Professor und MEP (Member of the European Parliament) Josef Weidenholzer und sein Team. Er erzählte uns von der Arbeitsweise des Parlaments, seinen Aufgaben und mit welchen Herausforderungen die EU aktuell beschäftigt ist. Dann musste er schnell zu einer Abstimmung in die Ausschusssitzung und wir durften den Plenarsaal, wo die Sitzungen mit allen MEPs stattfinden, besuchen.

An unserem ersten Tag in Brüssel hörten wir noch Vorträge von einem französischen Vertreter des Wirtschafts- und Sozialausschusses, einem ungarischen Mitarbeiter des Juristischen Dienst der Europäischen Kommission, sowie von österreichischen Lobbyisten. Dr. Gerhard Lonauer vom Verbindungsbüro des Landes Oberösterreich und Mag. Martin Schmid von der Wirtschaftskammer Österreich erzählten uns über ihre Arbeit und das Leben hier in Brüssel. Die Sicherheitsmaßnahmen waren sehr streng, da in Brüssel aufgrund der Terrorvorfälle Alarmstufe Gelb herrschte. In jedem Gebäude mussten wir Sicherheitskontrollen, fast wie am Flughafen, passieren.

Am zweiten Tag besuchten wir die EU-Kommission um Vorträge zu verschiedenen Themen von Kommissions-MitarbeiterInnen zu hören. Wir befassten uns mit alternativer Ideen für Wirtschafts- und Produktionsregelungen, der Situation der Währungsunion, dem digitalen Binnenmarkt und der Antidiskriminierungsstrategie der EU. Außerdem hörten wir einen Vortrag des Lobbyisten Conny Reuter, der für Solidar, eine Dachorganisation von Anbietern von sozialen Dienstleistungen, in Brüssel arbeitet. Bei jedem Vortrag hatten wir die Möglichkeit Fragen zu stellen und über die präsentierten Inhalte zu diskutieren. Am Ende der zwei anstrengenden, aber sehr interessanten Tage durften wir noch die VIP-Corner und den Pressesaal im EU Headquarter Berlaymont ansehen.

Brüssel erkunden
Dann hatten wir frei und erkundeten Brüssel bei Tag und bei Nacht. Die Studierenden suchten verschiedene Restaurants und Pubs auf, von denen es in der Altstadt eine große Auswahl gibt. Doch auch am Tag darauf kamen wir auf unsere Kosten: Belgische Waffeln, Pommes und Schokolade sorgten für gefüllte Mägen und Mitbringsel für die Lieben zuhause. Wir besuchten auch Sehenswürdigkeiten wie das Atomium, der Maneken Pis und der Grand Place, bevor es wieder mit dem Bus zurück nach Linz ging.

Die Exkursion im Rahmen der LVA Politische Institutionen in Europa wird nur im Wintersemester angeboten. Sie ist dank der Förderungen von der JKU, dem Land Oberösterreich (Abt. Bildung und Abt. Wirtschaft) und der Wirtschaftskammer Österreich auch finanziell leistbar. Am aller wichtigsten ist aber, dass die Reise nach Brüssel eine einmalige Möglichkeit darstellt, auf Augenhöhe mit führenden VertreterInnen der EU-Institutionen in den Austausch zu treten. Bei allem österreichischen Skeptizismus, heim kamen die meisten als begeisterte, aber nicht kritiklose EuropäerInnen.

[Christian Savoy]