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Cholesterin im Kampf gegen Allergien

Bedeutung von Cholesterin im Kampf gegen Allergien entschlüsselt
Cholesterin kann ein wichtiger Faktor bei der Verhinderung von Allergien sein – das hat eine internationale ForscherInnenkooperation mit JKU-Beteiligung jetzt herausgefunden.

Die Ergebnisse der ForscherInnen des Instituts für Biophysik (Abeitsgruppe von a.Univ.-Prof. Christoph Romanin), die in Zusammenarbeit mit internationalen WissenschaftlerInnen entstanden, wurden nun im Fachmagazin „Science Signaling“ der Fachwelt präsentiert. Die BiophysikerInnen rund um Isabella Derler und Christoph Romanin wiesen nach, dass ein gesenkter Cholesterin-Spiegel in den Zellmembranen zur erhöhten Aktivität der Kalzium-Kanäle der Zelle und damit zu erhöhter Kalzium-Zufuhr führt. „Mastzellen - das sind Immunzellen, die eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen spielen - schütten daraufhin vermehrt allergieerregende Stoffe wie Histamine aus“, erklärt A. Univ.-Prof. Romanin.

Diese Vorgänge könnten Grund dafür sein, dass Personen mit einer Stoffwechselkrankheit namens Smith-Lemli-Opitz-Syndrom zu Allergien neigen. „Bei diesen Patienten ist ein Enzym mutiert, das für die Cholesterinsynthese wichtig ist“, so Romanin. Deshalb haben sie sehr wenig Cholesterin in den Zellmembranen. Tatsächlich wurde in Studien bei solchen PatientInnen vermehrt Allergien und eine erhöhte Freisetzung von Histaminen beobachtet. Damit Cholesterin den Kalzium-Einstrom hemmen kann, muss es direkten Kontakt mit dem Orai1-Kanal aufnehmen, berichten die ForscherInnen, zu denen auch Michael Poteser und Klaus Groschner von der Medizinischen Universität Graz gehören. Verhinderten sie nämlich durch Mutationen an Orai1, dass es Cholesterin binden kann, führt dies ebenfalls zu einer erhöhten Aufnahme von Kalzium.

Mehr Infos zum Institut für Biophysik: http://www.jku.at/biophysics/content

 

[Christian Savoy]