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Friederike Wall beim 10. Karl-Vodrazka-Kolloquium an der JKU

Friederike Wall beim 10. Karl-Vodrazka-Kolloquium an der JKU
Bei der zehnten Auflage der Veranstaltung hörten über 100 Interessierte den Vortrag von Universitätsprofessorin Friederike Wall.

Großer Andrang beim Jubiläums-Karl-Vodrazka-Kolloquium am Mittwoch, 20. April 2016. Bei der zehnten Auflage der Veranstaltung hörten über 100 Interessierte den Vortrag von Univ.-Prof.in Friederike Wall zum Thema „Vom Nutzen zufälliger Änderungen von Management Control Systemen“.

Der Namensgeber der Veranstaltung, Univ.-Prof. Karl Vodrazka, konnte heuer aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Vodrazka, von 1971 bis 1999 Professor an der Johannes Kepler Universität Linz, wurde vom Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Univ.-Prof. Johann Bacher, als „eine Persönlichkeit, die die Wirtschaftswissenschaften an der JKU mitgeprägt hat“, gewürdigt. Senatsvorsitzender Univ.-Prof. Helmut Pernsteiner lobte die Veranstaltungsreihe als „Streifzug durch wichtige Themen der Wirtschaftsforschung“, die sich sehr bewährt habe.
Die Vortragende, Univ.-Prof.in Friederike Wall, wurde von Vizerektorin Dorothea Greiling vorgestellt. „Sie ist nicht nur Vizerektorin für Forschung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und international angesehen Expertin im Bereich Controlling, sondern auch eine Forscherin, die ich persönlich sehr schätze.“

„Mode“ im Management
Univ.-Prof.in Friederike Wall behandelte in ihrem Vortrag den Einfluss von Änderungen im Management Control System auf die Performance von Unternehmen. „Man kann da durchaus von Modeerscheinungen im Management sprechen“, so Wall pointiert. Solche, auch häufige oder zyklisch durchgeführte Änderungen, können sich durchaus bereichernd auswirken. „Es gibt Konzerne, in denen regelmäßig Personalrochaden in den oberen Ebenen durchgeführt werden, wohl auch, um eben diese Änderungen und Anpassungen zu forcieren.“ Beeinflusst werde die Bereitschaft, Änderungen durchzuführen, sowohl durch Änderungen in den Umweltbedingungen als auch eben durch „ästhetische“ Präferenzen von ManagerInnen. Die Auswirkungen hat Wall in Simulationen untersucht und spannende Ergebnisse erzielt. So könnten im Ergebnis vielfache Änderungen zwar die Perfomance steigern, allerdings spielen die Komplexität der Problemstellung, die Art und auch die Häufigkeit der Änderungen dabei eine wesentliche Rolle. „Wie so oft im Leben ist auch hier Ungeduld ein schlechter Ratgeber“, so Wall.

Zur Person:

Univ.-Prof.in Friederike Wall studierte Betriebswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit April 2009 ist sie Leiterin der Abteilung für Controlling und Strategische Unternehmensführung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, wo sie zudem seit April 2010 das Amt der Vizerektorin für Forschung ausübt. Sie forscht in den Bereichen Agentenbasierte Simulation im Controlling, Informationsqualität und Validität von Management Accounting Systemen, Entscheidungsverhalten von Führungskräften und Stakeholder-orientiertem Controlling. Für ihre Arbeit wurde Wall vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2014 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Die Unterlagen sind open access und unter der Adresse http://www.worldscientific.com/doi/pdf/10.1142/S0219525915500198 erhältlich.

Fotos: JKU/Atzmüller
Foto oben: v.l.: Dekann Johann Bacher, Vizerektorin Dorothea Greiling, Vizerektorin Friederike Wall, Senatsvorsitzender Helmut Pernsteiner
Foto unten: Vizerektorin Friederike Wall

 

[Christian Savoy]