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Neunter Medizinrechtskongress in Gmunden 2016


Großes Interesse gab es am Gmundner Medizinrechts-Kongress: Rund 120 BesucherInnen kamen zur größten Medizinrechts-Tagung in Österreich.

Zudem wurde das neue Standardwerk „Gmundner Kommentar zum Gesundheitsrecht“ präsentiert. Organisiert wurde der Kongress vom Institut für Recht der sozialen Daseinsvorsorge und Medizinrecht der Johannes Kepler Universität Linz unter Leitung von Univ.-Prof. Reinhard Resch. Bereits zum 9. Mal in Folge fand der Kongress am 20. und 21. Mai 2016 in Gmunden statt. In der Villa Toscana tauschten sich ProfessorInnen aus allen großen österreichischen Universitätsstädten mit HöchstrichterInnen, FachanwältInnen und vor allem PraktikerInnen aus den Bereichen der Interessenvertretungen, der Sozialversicherungen und der Justiz aus.

Highlight auf 2.600 Seiten

Anfang Mai ist der „Gmundner Kommentar zum Gesundheitsrecht“ im Verlag Manz (Wien) erschienen. Die Idee dieses Werkes ist die systematische wissenschaftliche Aufarbeitung der bestehenden medizinrechtlichen Vorschriften. Auf knapp 2.600 Kommentarseiten werden die zentralen Normen des Medizinrechts wissenschaftlich kommentiert, 34 Normen erhalten überhaupt zum ersten Mal eine wissenschaftliche Bearbeitung. Dieses neue Standardwerk wurde unter großem Beifall beim Kongress vorgestellt. Herausgeber sind Univ.-Prof. Hofrat des OGH Dr. Matthias Neumayr (Hon.-Prof. der JKU), der Vorstand des Medizinrechtsinstituts der JKU Univ.-Prof. Dr. Reinhard Resch und KAD Dr. Felix Wallner (Hon.-Prof. der JKU).

Brandaktuelle Themen
Zentrale Themen des Medizinrechts standen auf der Tagesordnung. So etwa die Beendigung der Arbeitsverträge bei Spitalsärzten, insbesondere im Zusammenhang mit Umstrukturierungen durch Gesundheitsreformen (Univ.-Prof. Peter Jabornegg/JKU). Weitere Themen waren Haftungsfragen bei der Delegation ärztlicher Aufgaben an Nichtärzte (Univ.-Prof. Olaf Riss/JKU), die verfassungsrechtliche Frage nach einer Absicherung des Gesamtvertrags (PD Dr. Nicolas Raschauer), die mögliche Arbeitnehmerähnlichkeit von Kassenärzten (Privatdozent Dr. Andreas Mair/Universität Innsbruck) und die medial heiß diskutierte Kontrolle von Kassenärzten durch „Scheinpatienten“, bekannt unter dem Schlagwort „Mystery Shopping“ (Univ.-Prof. Alois Birklbauer/JKU).
Traditionell gab es auch eine durchaus kontroversielle Podiumsdiskussion zur Frage, wie man die medizinische Versorgung in Zukunft sinnvoll ausgestalten kann. Hintergrund sind aktuelle politische Verhandlungen für eine Neugestaltung der medizinischen Primärversorgung in Österreich.
„Die Besucherzahl und der rege Austausch zeigten nicht nur das Interesse, sondern auch den großen Bedarf an einer solchen Tagung. Und es unterstreicht die Themenführerschaft der JKU in diesem Bereich“, so Univ.-Prof. Resch über die erfolgreiche Tagung.
Der Kongress bot auch heuer wieder die Möglichkeit einer vertieften wissenschaftlichen Diskussion. Die Diskussion des ersten Tagungstages mündete traditionell in ein gemeinsames Abendessen in der Villa Toscana. Die in Gmunden referierten Fachvorträge werden im Herbst im Manz Verlag in der Zeitschrift „Recht der Medizin“ veröffentlich und stehen damit auch in Zukunft dem wissenschaftlichen Diskurs offen.

Mehr Infos zum Institut für Recht der sozialen Daseinsvorsorge und Medizinrecht: http://www.jku.at/sdmr


Foto v.l.: Mag. Korntner (Manz Verlag), Prof. Resch (JKU), Prof. Wallner (JKU und Oö Ärztekammer) mit dem Werk in der Hand und Prof. Neumayr (OGH)

[Christian Savoy]