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50 Jahre JKU: Rückblicke und Ausblicke


Die Johannes Kepler Universität wurde an ihrem 50. Geburtstag von Prominenz aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefeiert.

Alle Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier (Password: JKU).

Als besondere Gratulanten stellten sich die Gründungsprofessoren Ernest Kulhavy und Friedrich Fürstenberg ein. „Die unverzichtbare Universität“ stand im Mittelpunkt der Festrede von Thomas Henzinger, Präsident des Institute of Science and Technology (IST) Austria in Gugging. Mehr als 500 Gäste konnten im Hörsaal 1 (Raiffeisensaal) begrüßt werden.

Die Gründungsprofessoren Friedrich Fürstenberg (l.) und Ernest Kulhavy beim Einzug in den Saal

 

"Sie haben die Geschichte dieser Universität geschrieben"
„Die Leistung und die Erfolge der letzten 50 Jahre können sich mehr als sehen lassen“, erklärte Rektor Meinhard Lukas in seiner Ansprache. Sie seien gleichzeitig Auftrag für die Zukunft, weiter Potenziale zu heben und den Campus-Gedanken zu Ende zu bringen, erinnerte er an den Architekturwettbewerb zur Neugestaltung. Lukas erinnerte an die „Lebensleistung unzähliger MitarbeiterInnen“: „Sie haben die Geschichte dieser Universität geschrieben.“ In einem Land ohne namhafte Bodenschätze sei der technologische Fortschritt von existenzieller Bedeutung, betonte der Rektor. Gerade eine breiter aufgestellte Hochschule wie die Johannes Kepler Universität sei dafür prädestiniert, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen und damit künftigen Herausforderungen zu begegnen.

Der Vorsitzende des Universitätsrates, Generaldirektor Heinrich Schaller, betonte in seinen Grußworten, die Notwendigkeit der Unterstützung aus der Wirtschaft für die Universität. Wichtig sei, dass die JKU nicht nur nach vorne blicke, sondern die Zukunft auch beeinflusse, erklärte Senatsvorsitzender Michael Mayrhofer. Gerhard Stürmer, Präsident der Kepler Society, strich die Botschafter- und Meinungsbildnerfunktion des Absolventenvereins hervor.

 

Rektor Meinhard Lukas

 

Motor der Transformation und Metamorphose
„Die Johannes Kepler Universität war stets ein Motor der Transformation und der Metamorphose“, betonte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger in seiner Ansprache. Ihre Gründung bezeichnete er als „klares Signal eines politischen Schulterschlusses zwischen Stadt und Land. Die JKU habe viele bereichert – auch die Stadt in ihrer Struktur, die ohne sie heute nicht derart modern, weltoffen und ökonomisch wäre – und für eine gedeihliche Weiterentwicklung einer ganzen Region gesorgt. Sie sei zudem eine starke Partnerin dessen, was man als Zivilgesellschaft bezeichnet. Luger schloss mit einer Bitte: Wenn es darum gehe, die Zukunft zu gestalten, sei großes Engagement nötig. „Wir stehen vor enormen Herausforderungen, wir brauchen die Kräfte der Innovation“, beschwor der Bürgermeister den „Geist des Fortschritts“.

Symbol für Innovation und Weltoffenheit
Landeshauptmann Josef Pühringer erinnerte daran, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam mit engagierten Wissenschaftern „den beschwerlichen Weg auf sich genommen“ haben, der schließlich zur Gründung der Johannes Kepler Universität geführt hat. Die JKU sei „ein Symbol für Innovation und Weltoffenheit – und zwar von Anfang an“ mit zahlreichen Leuchttürmen, zuletzt die Medizinische Fakultät als „riesengroße Chance für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort“. „In diesen fünf Jahrzehnten haben viele an diesem Erfolg gearbeitet“, blickte Pühringer zurück und legte namens der Landespolitik ein klares Bekenntnis zum Reformprogramm von Rektor Lukas ab. „Wir leben in Zeiten riesiger Herausforderungen“, erklärte der Landeshauptmann. Zur Bewältigung brauche es eine starke Universität, die mutig vorangehe und den Weg weise.

JKU war immer „Pionier-Unversität“
„Linz macht vieles anders“, erklärte Wissenschaftsminister Vizekanzler Reinhold Mitterlehner in seiner Rede und nannte die Gründung der Hochschule und die Einmütigkeit von Stadt und Land, den Campus der Universität und die Konstruktion der Fakultäten als Beispiele. Die JKU sei immer eine „Pionier-Universität“ gewesen – nicht nur inhaltlich, sondern auch im persönlichen Umgang – und sei gut aufgestellt. Mit dem LIT (Linz Institute of Technology) werde die große Kompetenz im technischen Bereich weiter gestärkt, davon profitiere langfristig sowohl die Universität als auch die Industrie, betonte Mitterlehner. „Die erfolgreiche Entwicklung der JKU ist auch eine Bestätigung für den großen Einsatz der Landespolitik, die damit zur Wettbewerbsfähigkeit des Innovationsstandortes Oberösterreich beigetragen hat“, so der Vizekanzler.

Minister Alois Stöger, Rektor Meinhard Lukas und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (v.l.)

 

Eine vibrierende Stadt und der Zauber des Anfangs
„Die Stadt Linz hat nahezu vibriert“, erinnerte sich Gründungsprofessor Ernest Kulhavy an den 8. Oktober 1966. Sein Kollege Friedrich Fürstenberg berichtete von der „großen Aufgeschlossenheit der Menschen“. „Der Zauber des Anfangs ist schon ein erheblicher Reiz an sich“, erklärte mit Nicole Rotter eine der jüngsten JKU-ProfessorInnen, zuständig für die Professur für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten an der neuen Medizinischen Fakultät. Elke Schüßler, seit kurzem Professorin am Institut für Organisation, hob die „sehr große Aufbruchsstimmung“ hervor.

Investition in Bildung
„Eine rationale Gesellschaft kann niemals zu viel in ihre Universitäten investieren“, betonte Thomas Henzinger, Präsident der Forschungseinrichtung IST (Institute of Science and Technology) Austria. Aktuell sei die größte Gefahr, dass nicht mehr zwischen Fakten und Fiktion unterschieden wird. Es gehe darum, immer die besten Köpfe auszuwählen, am IST seien Professoren Forscher und Betreuer und keine Manager, so Henzinger. Er hat selbst an der JKU Informatik studiert und ist 1966 als Vierjähriger ebenfalls nach Auhof gezogen, wie er augenzwinkernd berichtete.
      
Geschichte und Gegenwart, Gestaltung der Zukunft
Die JKU wurde am 8. Oktober 1966 bewusst als Hochschule neuen Typs gegründet, die sich visionär den Herausforderungen der Gegenwart stellen soll. Sie ist eine vergleichsweise junge Universität – umso beachtlicher, was in diesen fünf Jahrzehnten, aufgebaut, geleistet, geforscht und gelehrt wurde. Heute arbeiten und lernen an der JKU rund 3.000 MitarbeiterInnen und 20.000 Studierende. Sie folgen mit ihrer Neugierde und ihrem Gestaltungswillen dem Namensgeber der Universität, Johannes Kepler, der von 1612 bis 1627 in Linz lebte und wirkte. So verbindet die JKU Geschichte und Gegenwart und gestaltet als Oberösterreichs größte Forschungs- und Bildungseinrichtung die Zukunft.

Auch im Internet wird auf 50 Jahre Johannes Kepler Universität zurückgeblickt: 50.jku.at

Fotos: JKU/Atzmüller

[Tobias Prietzel]