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Heimische Forschungsinitiative revolutioniert den globalen Solarmarkt

Univ.-Prof. Reinhold Lang
Univ.-Prof. Reinhold Lang
Während der Energiebedarf steigt, stagniert der heimische Solarmarkt. Um die Energiewende  voranzutreiben, gilt es, Effizienz zu steigern und Ressourcen zu schonen.

Wie all das gleichzeitig gelingen kann, damit beschäftigt sich die vom Klima- und Energiefonds geförderte, weltweit größte Forschungsinitiative zum Thema Kunststoffinnovationen für die Solartechnik „SolPol“. Unter Leitung der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz präsentierte die in ihrer Zusammensetzung international einzigartige Forschungskooperation in einer Pressekonferenz Produktinnovationen, die erfolgreich am Markt Fuß fassen konnten bzw. kurz vor dem Markteintritt stehen.

Österreichisches Know-how für die globale Energiewende
Mit 19 Unternehmenspartnern und 10 wissenschaftlichen Partnern setzt „SolPol“ seit 2010 auf das Potenzial der Vernetzung der Solar- und Kunststofftechnik. Zwei Branchen, in denen Österreich traditionell hohe Kompetenz hat. Die Forschungsinitiative steckte sich von Beginn an hohe Ziele: Es sollte nicht nur Funktionalität, Lebensdauer und Gewicht von Solarkomponenten durch Kunststoffe, die in solar-technischen Systemen wie in der Solarthermie und der Photovoltaik zum Einsatz kommen, verbessert werden, sondern zugleich die Kosten reduziert und deren Anwendung weltweit ermöglicht werden.

„SolPol beweist: Wenn wir unsere Kräfte bündeln und die klugen Köpfe unseres Landes an einen Tisch holen, können wir die Position österreichischer Solar- und Kunststoffunternehmen am globalen Markt stärken. Unser Energieforschungsprogramm zielt darauf ab, innovative Produkte rasch in den Markt zu bringen. Denn sie sind die zentralen Bausteine für die erfolgreiche Transformation unseres Energiesystems“, ist Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds überzeugt.

Branchenübergreifende Innovationsimpulse
„Dank der konsequenten Förderung des Klima- und Energiefonds ist es uns gelungen, heimisches Know-how aus Wissenschaft und Wirtschaft zu vereinen. Die innovativen Produkte, die daraus resultieren, beleben nicht nur den Solarmarkt, sondern kommen auch bereits in anderen Branchen erfolgreich zum Einsatz“, freut sich der Konsortialführer von „SolPol“ Reinhold Lang von der Johannes Kepler Universität.
 
Die Ergebnisse von „SolPol“ können sich sehen lassen: So werden beispielsweise die Hochtemperatur-Kunststoffdichtungsbahnen der AGRU Kunststofftechnik GmbH nicht nur für großvolumige solarthermische Speicher in Kombination mit Nah- und Fernwärmenetzen eingesetzt, sondern auch in der Geothermie, im Bergbau und dergleichen.

Auch die neuartigen High-Performance Kunststoffe der Borealis AG werden neben der Anwendung in Kunststoffkollektorsystemen mittlerweile auch in der Fahrzeugtechnik und im Anlagenbau verwendet. Borealis hat sich aufgrund der SolPol-Forschung zudem entschieden, mit neuartigen Einkapselungsmaterialien in den weltweit rasch wachsenden Photovoltaik-Markt einzusteigen.

Die verbesserten Kunststofflaminate und Folienverbunde der Lenzing Plastics GmbH & Co KG, ebenfalls für PV und solarthermische Anwendungen, eignen sich auch für den Einsatz in Wärmedämmsystemen, als Fassadenelemente und als Baufolien.

Der Sunlumo Technology GmbH gelang durch die „SolPol“-Forschung schließlich die Entwicklung seines Eine-Welt-Solar-Kollektors. An kostengünstigen solarthermischen Vollkunststoffsystemen als plug&function-Lösung für den Weltmarkt wird derzeit gearbeitet.

JKU unter den Top 100 im Shanghai Subject Ranking 2016

Im kürzlich veröffentlichten „Shanghai Subject Ranking 2016“ wurde die JKU in den Fächern „Mechanical Engineering“ und „Materials Science and Engineering“ jeweils als führende österreichische Universität unter die Top 100 weltweit eingestuft.

Foto: Klima- und Energiefonds/APA-Fotoservice/Hörmandinger

[Tobias Prietzel]