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Wirtschafts- und Jobmotor JKU – eine wirtschaftliche Analyse

V.l.: Strugl, Schneider und Lukas
V.l.: Strugl, Schneider und Lukas Bild: Cityfoto/Pelzl
Die Johannes Kepler Universität, ein Wirtschafts- und Jobmotor: Die Investitionen der JKU haben ein beachtliches Wertschöpfungspotenzial.

Die Johannes Kepler Universität ist das wissenschaftliche Rückgrat Oberösterreichs. Ihre Bildungs-, Forschungs- und Innovationsleistung ist seit 50 Jahren impulsgebend für das Land. Den runden Geburtstag hat die JKU zum Anlass genommen, ihren Beitrag zur Wirtschaft des Landes unter die Lupe zu nehmen – mit bemerkenswerten Ergebnissen.

Der Studie von o.Univ.-Prof. Dr.Dr.hc.mult. Friedrich Schneider, Institut für Volkswirtschaftslehre, wurden zahlreiche Parameter zugrunde gelegt: Ausgaben der Studierenden, die geleisteten öffentlichen Ausgaben für Sachanlagen (Investitionen), Personalaufwände und die durch Firmenbeteiligungen der JKU induzierten Kaufkraftzuflüsse. „Das volkswirtschaftliche Wertschöpfungspotenzial ist beträchtlich“, resümiert Univ.-Prof. Friedrich Schneider.

Die Parameter:
• Ausgaben der Studierenden an der JKU
• Ausgaben der Mitarbeiter der JKU
• Ausgaben für Beteiligungen
• Ausgaben im Rahmen der Medizinischen Fakultät
• Investitionsausgaben im Allgemeinen
• Bauinvestitionen
• Ausgaben der Mensa

Die Medizinische Fakultät der JKU ist ein Jahrhundertprojekt für hochqualitative Forschung und Lehre und gleichzeitig umfassende und nachhaltige PatientInnenversorgung andererseits. Die dadurch erzielten finanziellen Impulse sind enorm: Der Auf- und Ausbau der Fakultät leistet zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2028 einen Beitrag von 866,132 Mio. Euro. Die Effekte auf das Masseneinkommen machen in Summe 374,256 Mio. Euro aus. Die Zahl der zusätzlich geschaffenen oder gesicherten Jobs: fast 7.000.

Die Investitionen der Kepler Universität nützen nicht nur ihr selbst und ihren Studierenden, ihren WissenschafterInnen und MitarbeiterInnen. Der Nutzen für die heimische Wirtschaft ist groß: Bis 2018 hat Prof. Schneider Ausgaben von 45,946 Mio. Euro errechnet. Der daraus resultierende Beitrag zum BIP liegt bei 60,355 Mio. Euro, jener zum Masseneinkommen bei 26,079 Mio. Euro. Zusätzlicher Effekt: 486 Beschäftigte.

Bauinvestitionen von 12,522 Mio. Euro sorgen für einen BIP-Beitrag von 16,449 Mio. Euro, ein Einkommen von 7,108 Mio. Euro und 132 Personen mit Arbeit.

471 Mio. Euro Beitrag zum BIP, knapp 3.800 Arbeitsplätze
Insgesamt 358,732 Mio. Euro investiert die Johannes Kepler Universität bis zum Jahr 2028. Sie löst damit ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von 471,231 Mio. und ein Masseneinkommen von 203,619 Mio. Euro aus. Die daraus resultierende Beschäftigung liegt bei 3.792 Personen.

"Unverzichtbarer Partner für Wirtschafts- und Forschungsland OÖ“

„Ein forschungsgetriebener Wirtschaftsstandort wie Oberösterreich ist nur mit einem starken universitären Partner erfolgreich. Die Johannes Kepler Universität ist deshalb für uns unverzichtbar und ein maßgeblicher Teil des wirtschaftlichen Erfolgs unseres Bundeslandes“, unterstreicht Forschungs- und Wissenschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl die Bedeutung der Universität für den gesamten Standort OÖ.

Gerade beim gesetzten Ziel, die oö. Forschungsquote bis 2020 auf 4 Prozent zu erhöhen, kommt der Johannes Kepler Universität eine zentrale Rolle zu. Rund 2.000 bis 3.000 zusätzliche ForscherInnen wird es in den nächsten Jahren brauchen, um dieses Ziel zu erreichen. Entsprechend groß sind deshalb auch die Bemühungen, um den Ausbau der JKU – zum Beispiel durch die Errichtung der Medizinischen Fakultät – bzw. die finanzielle Unterstützung des Landes Oberösterreich für die Kepler Universität.

„Das Land Oberösterreich hat die JKU in den vergangenen zehn Jahren mit Forschungs- und Wissenschaftsmitteln in der Höhe von rund 80 Mio. Euro unterstützt. Kein anderes Bundesland investiert so viel in seinen Universitätsstandort. Eine entsprechende Unterstützung erwarten wir uns deshalb auch vom Bund“, erklärt LH-Stv. Dr. Strugl im Hinblick auf die aktuelle Debatte rund um die Studienplatzfinanzierung.

Gezielte Schwerpunktsetzung und Weiterentwicklung der JKU
Entsprechend dem Strategischen Programm „Innovatives OÖ 2020“, das den organisatorischen Rahmen für Forschung und Wissenschaftsprojekte in Oberösterreich bildet und dessen Zwischenevaluierung in der vergangenen Woche präsentiert wurde, setzt Oberösterreich vor allem auf Schwerpunktsetzungen – ein Kurs, der unter anderem auch bei dieser Evaluierung bestätigt worden ist.

„Als starker Industrie- und Produktionsstandort wird Oberösterreich seine Forschungsarbeit vor allem in den Bereichen Industrie 4.0, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und IT Security fokussieren. Mit dem Linz Institute of Technology (LIT) wurde 2015 an der JKU eine starke Marke für diese Bereiche geschaffen. Auch das geplante Zentrum für Künstliche Intelligenz (AI Lab) wird am LIT verankert sein“, kündigt LH-Stv. Strugl an.

Der JKU kommt aber nicht nur in der Forschung eine tragende Rolle zu, sondern auch in der Ausbildung: „Derzeit gibt es an der JKU jährlich 600 AbsolventInnen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. 200 davon sind Informatiker. Wenn wir nach vorne wollen, benötigen wir mehr AbsolventInnen. Dazu brauchen wir vor allem auch eine stärkere internationale Vernetzung“, ist LH-Stv. Strugl überzeugt.

„Umfassende Effekte für die Stadt, das Land und seine Menschen“
„Aus ihrer jungen Tradition heraus lebt die Johannes Kepler Universität eine erfolgreiche Beziehung zu den wirtschaftlichen Leit- und Vorzeigebetrieben“, erklärt Rektor Meinhard Lukas. „Wir verstehen uns als Magnet für die besten Köpfe, die als WissenschafterInnen bei Forschung und Innovation im engen Austausch mit den Unternehmen stehen und als AbsolventInnen auch am Arbeitsmarkt hochgefragt sind.“

Die vorliegende Studie von Prof. Schneider beleuchtet die Rolle der JKU als Wirtschafts- und Jobmotor sowohl in ihrem Umfang als auch in ihrer Qualität. „Und sie untermauert die positiven Auswirkungen mit bemerkenswerten Zahlen“, freut sich der Rektor. „Vor 50 Jahren gegründet sind wir eine vergleichsweise junge Hochschule, die seit jeher starke Impulse setzt – mit umfassenden Effekten für die Stadt, das Land und ihre Menschen.“

Wertvolle Beiträge mit unterschiedlichsten Profiteuren
Die Kepler Universität ist der Treibstoff zahlreicher Weiterentwicklungen – jüngste Beispiele: die Medizinische Fakultät, die Attraktivierung des JKU-Campus zu einem Lern-, Arbeits- und auch Lebensraum und die Etablierung des Linz Institute of Technology. „Mit dem LIT verfügen wir bereits nach wenigen Monaten über ein echtes Markenzeichen, das die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft mit all ihrem Erfindungsreichtum in ihrer Gesamtheit nach außen trägt“, so Lukas. „Projekte wie das geplante AI Lab haben eine Katalysator-Funktion, durch sie wird die technologische Forschung und Lehre weiter vorangetrieben.“

Die daraus entstehenden Soft Facts sind mannigfaltig, die Hard Facts liegen nun schwarz auf weiß vor. „Investitionen von knapp 359 Mio. Euro, ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt in Höhe von rund 471 Mio. Euro und fast 3.800 Personen in Beschäftigung sind wertvolle Beiträge mit den unterschiedlichsten Profiteuren“, betont der Rektor. „Die für die Johannes Kepler Universität eingesetzten Mittel haben eine nicht zu vernachlässigende, jahrelang währende Multiplikator-Wirkung.“

Essenzieller Teil des Fundaments, auf das der Standort baut
Die JKU wird diesen Weg weiter beschreiten und die vielfältigen Stärken nicht nur sicherstellen, sondern auch zukunftsgewandt ausbauen. Dazu braucht es verlässliche strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen und auch die entsprechenden Weichenstellungen.

„Den notwendigen Boden dafür bereitet die Politik, Ihre Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber hat sie mehrfach bewiesen, ihre Handschlagqualität ebenso“, erklärt Lukas. „Die JKU ist ein essenzieller Teil des Fundaments, auf das der Standort baut – die Schaffenskraft unserer Universität ist enorm, ihren Aktivitäten umfassend, ihre Arbeit für Oberösterreich und darüber hinaus nachhaltig.“

[Tobias Prietzel]