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JKU mit zwei Projekten für Houskapreis 2017 nominiert

Die JKU ist gleich mit zwei Projekten in der Kategorie „Universitäre Forschung“ für den renommierten Preis nominiert.

Der Houskapreis der B&C Privatstiftung ist Österreichs größter privater Forschungspreis. Unter den fünf Nominierungen für den Houskapreis 2017 in der Kategorie „Universitäre Forschung“ ist die Johannes Kepler Universität Linz mit zwei Projekten prominent vertreten und hat damit ausgezeichnete Chancen, am 4. Mai 2017 den renommierten Preis zu gewinnen. Der Houskapreis der B&C Privatstiftung ist mit insgesamt 400.000 Euro dotiert und Österreichs größter privater Forschungspreis. Bereits die Nominierung zum Houskapreis ist eine Auszeichnung und Bestätigung für die Exzellenz der Forschungsprojekte. Die nominierten Projekte widmen sich den Zukunftsthemen Mobilität und Industrie 4.0 – beide Themenkreise sind als Aktionsfelder im Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm ‚Innovatives Oberösterreich 2020‘ verankert und von hoher strategischer Bedeutung für den technologischen Fortschritt und Zukunftsfähigkeit des Bundeslandes Oberösterreich.

„Die JKU ist stolz auf ihre technisch-naturwissenschaftliche Kompetenz. Im neuen LIT, dem Linz Institute of Technology, lehren und forschen wir in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Dieser Ansatz hat an der JKU Tradition. Ich freue mich daher sehr, dass gleich zwei solche praxisbezogenen Forschungskooperationen für Österreichs größten privaten Forschungspreis nominiert worden sind. Das unterstreicht die Exzellenz unserer wissenschaftlichen Arbeit. Ich wünsche beiden Projekten alles Gute“, so JKU-Rektor Meinhard Lukas.

Die nominierten Projekte im Überblick:

Verbesserte KFZ-Radarsensoren für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Moderne Autos sind mit Radar-Abstandssensoren ausgestattet. Diese ermöglichen Funktionen wie Bremsassistenten oder adaptive Fahrgeschwindigkeitsregelungen. Die Sensoren sind zumeist hinter den Stoßstangen verbaut. Dadurch entstehen Signalreflexionen, welche die Genauigkeit einschränken. Das Institut für Signalverarbeitung der JKU hat gemeinsam mit den Partnern DICE Danube Integrated Circuit Engineering GmbH & Co KG (einem Infineon-Tochterunternehmen in Linz) und der Linz Center of Mechatronics GmbH, an der die Upper Austrian Research GmbH beteiligt ist, eine Technologie entwickelt, die diese Störsignale fast vollständig unterdrückt und damit die Reichweite und Genauigkeit der Sensoren maßgeblich erhöht.

 

Gedruckte Papiersensoren für intelligente Holz- und Verbundstoffe
Auf Papier gedruckte Sensoren ermöglichen es, die Lebensdauer von Verbundwerkstoffen zu erhöhen und die Qualitätskontrolle sowie -sicherung maßgeblich zu optimieren. Die Sensoren werden in den Bindemitteln eingebracht. Dadurch kann die Qualitätskontrolle im Herstellungsprozess automatisiert werden. Zudem ermöglichen sie eine langfristige Überwachung der Verbundkonstruktionen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Die entwickelte Technologie, die neue Maßstäbe im Bereich Industrie 4.0 setzt und künftig für weitere Anwendungsbereiche eingesetzt werden kann, wurde gemeinsam mit dem Unternehmenspartner SCIO Holding GmbH und der Kompetenzzentrum Holz GmbH, an der die Upper Austrian Research GmbH beteiligt ist, unter der Leitung der Abteilung Physik der Weichen Materie (SOMAP) der JKU entwickelt.

 

[Christian Savoy]