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Antrittsvorlesungen über Globalisierung und Kreativität

Bei den Antrittsvorlesungen gaben die JKU-ProfessorInnen Elke Schüßler und Ernst Langthaler Einblicke in ihre Arbeitsgebiete.

Vor fast 100 Gästen sprach Univ.-Prof.in Elke Schüßler (Institut für Organisation und Globale Managementstudien) über Organisierte Kreativität. Was im ersten Moment nach einem Widerspruch klingt, muss keiner sein: auch kreative Prozesse benötigen Organisation. Das gilt auch umgekehrt, so Schüßler - auch Organisationen können ohne kreative Prozesse nicht bestehen.

Allerdings sind die Praktiken der Organisation von Kreativität in und zwischen Organisationen noch nicht hinreichend erforscht. Ein Mangel, der behoben werden soll. In mehreren Projekten will Schüßler gemeinsam mit Kooperationspartnern diese Aspekte wissenschaftlich aufarbeiten.

 

Globalisierung – kein neues Phänomen
Unter dem Titel „Die Blinden und der Elefant – Wege historischer Globalisierungsforschung“ machte sich Univ.-Prof. Ernst Langthaler (Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte) auf die Spur eines sehr kontroversen Begriffes – der Globalisierung. Er zeigte, dass Globalisierung keinesfalls ein ausschließlich modernes Phänomen ist, sondern bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Wie in der Geschichte der Blinden, die jeweils einen anderen Aspekt eines Elefanten ertasten und so kein einheitliches Bild der Wirklichkeit, also des Elefanten, erlangen, zeigte der JKU-Historiker auch die Schwierigkeiten beim wissenschaftlichen Umgang mit dem Globalisierungsbegriff auf.

Zu den Personen
Elke Schüßler wurde in Deutschland geboren und promovierte im Jahr 2008 am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2012 wurde sie zur Juniorprofessorin für Organisationstheorie an der Freien Universität Berlin berufen. Im Mai 2016 übernahm sie dann die Leitung des Instituts für Organisation und Globale Managementstudien an der Johannes Kepler Universität. Für ihre Forschung zur Organisation der UN-Klimakonferenzen wurde Elke Schüßler im Jahr 2014 mit dem „Best Article Award“ des Academy of Management Journals ausgezeichnet. Seit 2016 leitet sie ein von der VolkswagenStiftung gefördertes internationales Forschungskonsortium zur Regulierung von Arbeitsstandards in globalen Produktionsnetzwerken und ist Projektleiterin in einer DFG-Forschergruppe zum Thema „Organized Creativity“. Elke Schüßler hat an der University of Sussex und der London School of Economics studiert und war Gastwissenschaftlerin an der University of Cambridge. Sie lebt mit ihrem Partner und ihren zwei Töchtern in Linz.

Enst Langthaler studierte – nach mehrjähriger Berufstätigkeit als Lehrer – Geschichte an der Universität Wien, wo er sich als APART-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2010 im Fach Wirtschafts- und Sozialgeschichte habilitierte. Nach diversen Forschungsprojekten wurde er 2002 Mitarbeiter am Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten, das er ab 2005 stellvertretend und ab 2011 hauptverantwortlich leitete. Er absolvierte Gastprofessuren in Innsbruck, Wien und Santiago de Compostela, war Fellow am Rachel Carson Center for Environment and Society in München und ist Sekretär der European Rural History Organisation. Am 1. September 2016 trat er die Universitätsprofessur für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Johannes Kepler Universität Linz an. In seiner Forschung verbindet er regional- und globalhistorische sowie produktions- und konsumhistorische Ansätze, etwa am Beispiel von Nahrungsmitteln.

Mehr Infos sowie die Unterlagen der Antrittsvorlesungen finden Sie hier.

Foto v.l.: Vizerektor Janko, Univ.-Prof.in Schüßler, Univ.-Prof. Langthaler, Dekan Bacher

 

[Christian Savoy]