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Universitätslehrgang Aufbaustudium Europäisches Steuerrecht

Zielsetzung
Das geltende nationale Steuerrecht wird im zunehmenden Maße durch europäisches Gemeinschaftsrecht geprägt. Der EuGH hat in einer Reihe von wegweisenden Urteilen die Bedeutung der Grundfreiheiten des EGV für die Ausgestaltung der nationalen Steuerrechtsordnungen aufgezeigt, wobei die Rechtsprechung in ihrer Relevanz und Aussagekraft massiv zunimmt. Des Weiteren bestehen umfangreiche sekundär-rechtliche Vorgaben für die Ausgestaltung des nationalen Steuerrechts vor allem in den Bereichen der Konzernbesteuerung, der Zinsenbesteuerung sowie der indirekten Steuern (Umsatzsteuern, Verbrauchsteuern, Energiesteuern).

Die Kenntnis des europäischen Steuerrechts sowie die Fähigkeit zur gemeinschaftsrechtskonformen Rechtsanwendung sind heute unerlässliche Instrumente der steuerlichen Rechtspraxis. Das Lehrgangsprogramm vermittelt für Angehörige der Wirtschaftstreuhandberufe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Finanzverwaltung, der rechtsberatenden Berufe (Anwälte, Notare) und für Nachwuchsführungskräfte in Rechtsabteilungen und Rechnungswesenabteilungen von international tätigen Konzernen und mittelständischen Unternehmen vertiefte Kenntnisse des Europäischen Steuerrechts. Aufbauend auf eine fundierte Einführung in europarechtliche Grundlagen werden vor allem die Bedeutung der Grundfreiheiten für das Steuerrecht und die sekundärrechtlichen Vorgaben für das nationale Steuerrecht und ihre Umsetzung in Österreich erörtert. Der Lehrgang soll damit zum einen die Kenntnisse des Europäischen Steuerrechts vermitteln und zum anderen die Fähigkeit begründen, nationale Steuerrechtsnormen gemeinschaftsrechtskonform zu interpretieren sowie allfällige Gemeinschaftswidrigkeiten der nationalen Rechtslage zu identifizieren.

Die Europäisierung des nationalen Steuerrechts steht im Dienste der Verwirklichung der europäischen Grundfreiheiten und des Binnenmarkes und stärkt auf diese Weise die Standortqualität des Mitgliedstaates im internationalen Steuerwettbewerb. Die Zielsetzung des Lehrganges, die Implikationen des Europäischen Steuerrechts einer Nutzanwendung in der Praxis zugänglich zu machen, trägt somit zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich bei. In Anbetracht der starken wirtschaftlichen Verflechtungen mit Regionen angrenzender Mitgliedstaaten fördern die Ziele des Lehrgangs im Besonderen auch den Wirtschaftsstandort Oberösterreich.

Die Adressaten des Lehrgangs Europäisches Steuerrecht sind insbesondere a) Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen mit rechtswissenschaftlichen Studienrichtungen sowie mit nicht juristischen Studienrichtungen, die im Rahmen des jeweiligen Curriculums eine Ausbildung im Bereich steuerlicher Grundlagen aufweisen; b) leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter international tätiger Konzerne und mittelständischer Unternehmen, die auf Grund ihrer Berufserfahrung eine Qualifikation im Bereich des Steuerrechts aufweisen, die gleichwertig zu jener ist, die im Rahmen eines einschlägigen Universitätsstudiums erlangbar ist.

Das Unterrichtsziel soll didaktisch vor allem dadurch erreicht werden, dass theoretisches Wissen mit praxisrelevanten Kenntnissen eng verknüpft wird, sodass eine direkte Anwendung der Lehrinhalte in der Praxis gewährleistet ist.

Zulassung
(1) Für die Zulassung zum Universitätslehrgang ist der Abschluss eines facheinschlägigen Bachelor-, Master- oder Diplomstudiums oder eines gleichwertigen Studiums, das in seinem Curriculum die Grundlagen des Steuerrechts vermittelt, erforderlich.
(2) Die jeweils höher bzw. facheinschlägiger qualifizierten Personen werden dabei bevorzugt aufgenommen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch den/die VizerektorIn für Lehre auf Vorschlag der Lehrgangsleitung.
(3) Nach Maßgabe freier Studienplätze können in begründeten Ausnahmefällen auch solche Personen zum Aufbaustudium zugelassen werden, die die Voraussetzungen nach Abs. 1 nicht erfüllen, aber mindestens vier Jahre Berufserfahrungen nachweisen können und aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit, ihrer Erfahrungen und Leistungen (einschließlich nicht abgeschlossener Studien bzw. Weiterbildungsveranstaltungen geringerer Dauer) über eine vergleichbare Qualifikation verfügen.
(4) Für zum Lehrgang zugelassene Personen gemäß Abs. 3 gilt, dass der Anteil dieser Personengruppe höchstens 50 % der GesamtteilnehmerInnenzahl betragen darf.
(5) Der Start eines neuen Lehrgangs erfordert eine ökonomisch relevante Mindestzahl von TeilnehmerInnen. Die Zulassung wird erst nach Erreichung dieser Mindestzahl rechtswirksam.

Lehrgang: Aufbaustudium Europäisches Steuerrecht
Abschluss: Professional Master of Laws (P LL.M.)
Dauer: 3 Semester

nächster geplanter Lehrgangsstart: kein weiterer Start geplant