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Anerkennung

Beschreibung: Anerkennung von Summer Schools

Die von Summer-School-Anbietern angegebenen ECTS-Punkte haben erfahrungsgemäß wenig mit der Realität (und dem österreichischen Universitätsgesetz) zu tun.

Dieses definiert die Workload eines (Vollzeit-)Studierenden mit 1500 Jahresarbeitsstunden (á 60 Minuten) und weist dieser Workload 60 ECTS Punkte zu; daraus ergibt sich, dass 1 ECTS-Punkt einem Aufwand von 25 Arbeitsstunden entspricht. Österreich hat damit die untere Grenze der in der EU üblichen Bandbreite von 25 - 30 Arbeitsstunden je ECTS-Punkt berechnet.

Eine Vollzeit-Arbeitswoche an einer Summer-School ergibt daher ca. 1,5 ECTS-Punkte an anerkennbarer Studienleistung. Wenn deutlich höhere Zahlen angegeben werden (z. B. 225 Stunden für 10 Tage (inkl. Sonntag), dann bedeutet das eine durchschnittliche Belastung von 22,5 Stunden täglich (einschließlich Sonntag). Eine solche Belastung ist einerseits wenig plausibel - und selbst wenn sie wahr wäre, wäre ein Lernerfolg wie bei einem vergleichbaren Kurs über eine sinnvolle Dauer nicht erzielbar. Solche Bestätigungen sind daher keine geeignete Grundlage für eine Beurteilung des Umfanges der erbrachten Leistung.

Es wird daher dringend empfohlen, einen Antrag auf Vorausanerkennung zu stellen - diesem aber nur solche Anträge zugrundezulegen, die auch eine plausbile Studienbelastung beinhalten.

Höller, 18.12.2006