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Gleichstellungsbericht JKU

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Mädchen in die Technik

Die unveränderte Situation auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt gab den Anstoß das Projekt Mädchen in die Technik (MiT) anzuregen. Fast die Hälfte der Schulabgängerinnen entscheiden sich bei ihrer Berufswahl nach wie vor für einen der typischen Frauenberufe: Friseurin, Verkäuferin oder Bürokauffrau. Diese Entscheidung geht meist mit unerfreulichen und diskriminierenden Einkommens- und Karrierechancen einher.

Die frühkindliche Auseinandersetzung mit den Berufswünschen wird vor allem durch das Lebensumfeld bestimmt. Mädchen und Buben erfahren von klein auf eine unterschiedliche Sozialisation. Stereotype Geschlechtsbilder sind gesellschaftlich immer noch weit verbreitet und beeinflussen unsere Berufswahl. Die Volksschule als Bildungsinstitution hat einen großen Einfluss auf die Aufrechterhaltung oder Veränderung der traditionellen Geschlechterrollen. Deshalb richtet sich das Projekt direkt an VolksschulpädagogInnen als wichtige „role models“ für Schülerinnen und Schüler. Vorbildwirkung geschieht durch bewusste und unbewusste Weitergabe von Rollenvorstellungen. Eine geschlechtersensible Didaktik kann Mädchen und Buben darin bestärken ihre Handlungsspielräume zu erweitern. Erfolgreiche Behauptung auf dem Arbeitmarkt erfordert ein stabiles Selbstwertgefühl. MiT verfolgt das Ziel die positive Selbsteinschätzung von Mädchen und ihre technischen Kompetenzen zu fördern. Mädchen mit Migrationshintergrund benötigen diese Unterstützung besonders, denn gerade sie bewegen sich aufgrund ihrer Zuwanderungsgeschichte nicht selten in einem noch engeren Spektrum der Berufswahlorientierung.

Wenn sich mehr Mädchen für eine Ausbildung im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich entscheiden, würden sie damit in einer der technischen Zukunftsbranchen tätig werden. Dies geht in der Regel mit guten Verdienstmöglichkeiten einher. Die gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür sind günstig, denn Firmen sind heute mehr denn je dazu bereit Frauen mit technischen Qualifikationen einzustellen.

Kontakt:
Johannes Kepler Universität
Stabsabteilung für Gleichstellungspolitik
Mag.a Regina Matuschek
Altenberger Straße 69, 4040 Linz
Mail: regina.matuschek@jku.at
Tel: +43 732 2468-3026

MiT wird mit finanzieller Unterstützung des Frauenbüros Linz durchgeführt.

 

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