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„Kampf der Wirtschaftskriminalität“ - MBA für Richter und Staatsanwälte an der JKU
[20.10.2011] Vom BAWAG-Prozess bis zur Wirtschaftskrise stellt sich immer öfter die Frage: Wie konnten einige Banken und Firmen so lange unbemerkt gefälschte Bilanzen vorlegen? Ist die Justiz auf die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität ausreichend vorbereitet? Wirtschaftskompetenz wird in allen Bereichen der juristischen Arbeit immer wichtiger. Genau hier haben die Rechtsanwaltskammer Oberösterreich und die Johannes Kepler Universität Linz angesetzt und den MBA für Rechts- und Staatsanwälte eingeführt.
Ziel des Lehrganges ist es, eine Brücke zwischen den traditionellen Anforderungen an die Rechtsberatung und den heutigen betriebswirtschaftlichen Implikationen zu schlagen. Das Studienprogramm von Prof. Michael Tumpel und Prof. Dietmar Aigner vom Institut für betriebswirtschaftliche Steuerlehre überzeugte auch das Bundesministerium für Justiz, welches dieses Premiumprogramm für die Wirtschaftsausbildung der Staatsanwaltschaft und der Richterschaft nutzt.
Am 21. Oktober 2011 wird der erste Jahrgang des MBA für Juristinnen und Juristen der Johannes Kepler Universität in einer akademischen Feier graduiert. 19 Juristinnen und Juristen, aus der Richterschaft, Staatsanwaltschaft, Rechtsanwaltschaft, Rechtsabteilungen von Gebietskörperschaften und von österreichischen Unternehmen werden von Vizerektor Herbert Kalb zum Master für Business Administration erklärt. Der Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Meinhard Lukas, und Prof. Teodoro Cocca, Dekan der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, werden darüber hinaus Hintergründe und Bedeutung der betriebswirtschaftlichen Ausbildung für JuristInnen behandeln.
