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Antrittsvorlesungen der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der JKU von Prof. Hingerl und Prof. Ney

Die Johannes Kepler Universität Linz lud am Montag, 7. Mai 2012, zu den Antrittsvorlesungen von Univ.Prof. DI Dr. Kurt Hingerl (Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik) und Univ.Prof. Dr. Andreas Ney (Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik). Vor mehr als 100 Gästen hielten die beiden Wissenschafter in den Repräsentationsräumen der Universität die traditionellen Vorlesungen.

Rektor Richard Hagelauer freute sich, „zwei junge exzellente Wissenschafter an der JKU begrüßen zu dürfen.“ Die Universität könne davon ebenso profitieren wie die Forscher von ihrer Tätigkeit an der JKU. „Letztlich eine win-win-Situation“, schloss Hagelauer. Der Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der JKU, Prof. Erich Peter Klement, betonte die Bedeutung der Grundlagenforschung für den Fortschritt. Sie sei „das Fundament, dessen Bedeutung man oft erst nach Jahren und in ganz unerwarteten Bereichen erkennt.“ Und genau um diese Forschung gehe es auch bei den Antrittsvorlesungen. „Hier können Forscher ihren Fachbereich in seiner ganzen Breite in gebührendem Rahmen vorstellen“, erklärte Klement.

Die neuen JKU-Professoren begeisterten die Gäste mit spannend aufbereiteten Vorträgen zu aktuellen Forschungsthemen. Prof. Hingerl referierte über „Confinement of Photons & Surface Science with Optics“. Dabei geht es vor allem darum, “wie man Licht einsperren kann”, erklärte Hingerl. Damit können in weiterer Folge Oberflächen analysiert werden. Ein wichtiger Anwendungsbereich liegt in der Telekommunikation. „Optische Telekommunikation bietet enorme Zukunftsperspektiven“, erläuterte Prof. Hingerl die praktische Bedeutung seiner Forschungsarbeit.

Prof. Neys Vortrag „Funktionale Oxide im Röntgenlicht“ behandelte sauerstoffhaltige chemische Verbindungen und deren große Anwendungsvielfalt. Den Schwerpunkt legte Prof. Ney auf metallhaltige Oxide. Diese begegnen uns im Alltag andauernd. „In fast jeder Zahnpasta, in Klebern oder sogar Computerspeichern begegnen uns diese Oxide“, erläuterte Ney. Generell sind diese Oxide in der Hochtechnologie gefragt: „Sie geben durchsichtige, aber stromleitfähige Materialien ab“, so Ney. Ein Anwendungsbereich wäre in der Solartechnologie, sodass Fensterscheiben gleichzeitig als Solarzellen genutzt werden könnten. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, erklärte Ney.

[Christian Savoy]