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Workshop Wirtschaft und monastisches Leben 2016

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Newsletter Winter 2014

Newsletter_Winter_2014

Ausgabe Winter 2014

Inhalt


Univ.-Prof. Mag. Dr. Birgit Feldbauer-Durstmüller

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich freue mich Ihnen - noch kurz vor Weihnachten - eine aktuelle Ausgabe unseres Newsletters präsentieren zu können. Neben zwei spannenden Beiträgen aus aktuellen Forschungsprojekten von zwei Institutsmitarbeitern (Dr. Hiebl zu den Qualifikationen von CFOs in Familienunternehmen und Dr.  Mayr zu "Außergerichtliche Unternehmenssanierung: Ergebnisse einer empirischen Erhebung in Österreich") freut es mich besonders, Ihnen die interessanten Ergebnisse von Beate Maxwald, einer meiner Diplomandinnen, zum Thema "Die Rolle des/der Controllers/in" vorstellen zu können.

Des Weiteren möchte ich Sie gerne zu zwei Gastvorträgen einladen, welche wir im Jänner 2015 ausrichten: Wir freuen uns, hierbei sowohl einen praxis- als auch einen forschungsorientierten Vortrag anbieten zu dürfen. Mag. Kuno Haas wird über die gesellschaftliche Verantwortung bei der Grünen Erde referieren und Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria, hält einen Vortrag zu KMU und Familienunternehmen in Österreich.

Abschließend darf ich Ihnen noch unseren neuen Mitarbeiter, Herrn Michael Kuttner, der seit 1. November 2014 am Institut arbeitet, vorstellen. Untenstehend finden Sie ein kurzes Portrait von Herrn Mag. Kuttner.

Ich wünsche Ihnen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ihre Birgit Feldbauer-Durstmüller


Cover Review of Managerial Science

Ass.-Prof. Mag. Dr. Martin R. W. Hiebl

Welche Qualifikationen brauchen CFOs in Familienunternehmen?

Ergebnisse einer qualitativen Feldstudie

Wenn Familienunternehmen erstmalig Fremdmanager einstellen, erfolgt dies am häufigsten in der Position des Chief Financial Officers (CFOs). Der Grund hierfür liegt vermutlich in der Tatsache, dass gerade im Bereich Finanz- und Rechnungswesen oftmals sehr spezialisiertes Wissen notwendig, aber nicht immer in ausreichendem Ausmaß in Unternehmerfamilien vorhanden ist. In der aktuellen Ausgabe 4/2014 der wissenschaftlichen Zeitschrift "Review of Managerial Science" untersucht Dr. Hiebl daher, welche besonderen Qualifikationen für Fremdmanager-CFOs in Familienunternehmen notwendig sind.

Basierend auf einer qualitativen Feldstudie unter 15 österreichischen Großunternehmen mit unterschiedlichen Graden des Familieneinflusses legen die Ergebnisse nahe, dass Unternehmen mit höherem Familieneinfluss größeren Wert legen auf einen hohen kulturellen und wertemäßigen Fit zwischen CFO und Unternehmerfamilie. In Familienunternehmen werden zudem erweiterte fachliche Anforderungen an CFOs gestellt - z.B. in Puncto Know-how zu Besteuerung, Recht und Vermögensverwaltung, da CFOs in diesen Themengebieten vielfach als erster Ansprechpartner der Unternehmerfamilie fungieren. Auf formale Kriterien wie eine universitäre Ausbildung scheinen - den Ergebnissen der Feldstudie zufolge - Familienunternehmen hingegen weniger Fokus zu legen als vergleichbare Nicht-Familienunternehmen.

Der Beitrag liefert für Forschung und Praxis eine erstmalige Aufarbeitung der spezifischen Anforderungen von Familienunternehmen an familienfremde CFOs. Aufgrund des explorativen, qualitativ-ausgerichteten Forschungsdesigns bedürfen die Ergebnisse einer weiteren (quantitativ-empirischen) Prüfung, die Dr. Hiebl demnächst in Angriff nehmen will.

Link zum Beitrag (Auszug kostenfrei, Volltext kostenpflichtig)


Ass.-Prof. Mag. Dr. Stefan Mayr

Außergerichtliche Unternehmenssanierung:

Ergebnisse einer empirischen Erhebung in Österreich

Unternehmen steht zur Beseitigung einer existenzbedrohenden Unternehmenskrise neben einer gerichtlichen Sanierung mithilfe des Insolvenzrechts auch die Möglichkeit der außergerichtlichen Sanierung offen. Die Studie verfolgte das Ziel eine repräsentative Erhebung der Charakteristika, Bedeutung und Erfolgsfaktoren der außergerichtlichen Sanierung in der österreichischen Unternehmenspraxis durchzuführen. Durchgeführt wurde die Studie in Kooperation mit dem Verein ReTurn. Bei der anonymisierten Erhebung der Daten bei den teilnehmenden Banken wurde wie folgt vorgegangen: Im Zeitraum von August bis Dezember 2013 wurden Informationen zum Sanierungsverlauf aller in den jeweiligen Sanierungsabteilungen anhängigen Fälle erhoben. Insgesamt wurden 920 Fälle erfasst. Neben deskriptiven Merkmalen wurde der Stand bzw. Ausgang der Sanierung mit folgenden Kategorien abgefragt:
•    Erfolgreich abgeschlossen
•    Gescheitert und Insolvenzeröffnung
•    In Bearbeitung
•    Kein Sanierungsversuch und Insolvenzeröffnung

Zentrale Ergebnisse

Es konnte festgestellt werden, dass rund 61% aller abgeschlossenen Fälle und rund 69% des betroffenen Bankobligos beim eigenen Institut erfolgreich saniert werden konnten, wobei rund 18% der Fälle zum Untersuchungszeitpunkt noch nicht abgeschlossen waren. Bezogen auf jene abgeschlossenen Fälle, wo ein Sanierungsversuch unternommen worden war (Fälle ohne Sanierungsversuch ausgeschlossen), liegt die Erfolgsquote bei rund 70%.

Einflussfaktoren auf den Erfolg einer außergerichtlichen Sanierung

Während das Alter und die Branche keinen signifikanten Einfluss auf die Sanierung haben, konnte bei der Unternehmensgröße ein solcher festgestellt werden: Demnach werden Kleinunternehmen signifikant seltener außergerichtlich saniert als alle anderen Größenklassen einschließlich Kleinstunternehmen, was auf das Fehlen nachhaltiger Strukturen in diesen Unternehmen zurückzuführen ist.

Innovative Unternehmen werden deutlich häufiger außergerichtlich saniert. Die vermutete Diskretion außergerichtlicher Sanierungen konnte nur zum Teil bestätigt werden: Zwar laufen rund 81% der Sanierungen diskret ab, jedoch werden in der Öffentlichkeit bekannte Fälle (meist großer Unternehmen) signifikant häufiger saniert als nicht bekannte Fälle.

Als zentrale Maßnahmen und somit Erfolgsfaktoren konnten folgende identifiziert werden:
•    Beiträge von bestehenden Gesellschaftern
•    Neukredit durch die Hausbank
•    Änderungen im Management
•    Interne Reorganisation und Umstrukturierung
•    Aktive Kommunikationspolitik

Eine erfolgreiche außergerichtliche Sanierung zeichnet sich durch ein zwischen allen Stakeholdern abgestimmtes Bündel an Maßnahmen aus.

Weitere Informationen zur Studie

Logo Institut für Controlling und Consulting


Veranstaltungsvorschau

2 Gastvorträge an unserem Institut

Wir freuen uns sehr, für Jänner 2015 zwei hochkarätige Gastvorträge ankündigen zu dürfen, zu denen wir Sie herzlich einladen möchten:

KMU und Familienunternehmen in Österreich

Termin: Montag, 12. Jänner 2015; 18.00 - 20.30 Uhr
Ort: Johannes Kepler Universität Linz
Keplergebäude, Hörsaal 1
Vortragende:

Mag. Peter Voithofer
Direktor, KMU Forschung Austria


Gesellschaftliche Verantwortung bei Grüne Erde

Termin: Montag, 19. Jänner 2015; 15.30 - 17.00 Uhr
Ort: Johannes Kepler Universität Linz
Managementzentrum, Hörsaal 15
Vortragende:

Mag. Kuno Haas
Geschäftsführer, Grüne Erde

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist jeweils kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich.


Mag. Michael Kuttner, BSc

Mag. Michael Kuttner, BSc

Neuer Mitarbeiter an unserem Institut

Seit 1. November 2014 dürfen wir Mag. Michael Kuttner, BSc am Institut für Controlling & Consulting begrüßen. Herr Kuttner absolvierte im Rahmen seines Diplomstudiums unser Spezialisierungsfach "Controlling & Consulting" und verfasste seine Diplomarbeit "Die Rolle des Management Accountant bei der Implementierung von ERP-Systemen in Großunternehmen"  bei uns am Institut.

Zu seinen Aufgabenbereichen am Institut zählen neben der Lehrverpflichtung (WS 14/15 Kurs Budgetierung) vor allem allgemeine Tätigkeiten, wie etwa die Betreuung der Diplomabschlussprüfungen bzw. Modulprüfungen in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Wolf und die weitere Gestaltung des institutseigenen Newsletters und des Leistungsberichtes.

Es ist geplant, dass Herr Kuttner seine Dissertation im Themenbereich Krisenmanagement - Sanierung - Insolvenz verfasst. Sein Interesse gilt aber auch dem Forschungsbereich der Enterprise Resource Planning (ERP) Systeme und deren Auswirkungen auf das Controlling.

Weitere Informationen zu Mag. Michael Kuttner, BSc

Beate Maxwald

Die Rolle des/der Controllers/in

Ergebnisse der Diplomarbeit von Beate Maxwald

Der Rollenwandel des/der Controllers/in weg vom „Zahlenjongleur“ hin zum „Business Partner“, wie er in den letzten Jahren vermehrt in der Literatur diskutiert wird, gab Anlass für eine intensivere Auseinandersetzung mit der Thematik im Rahmen einer Diplomarbeit.

Der theoretischen Aufarbeitung des Themas folgte eine Literaturrecherche, die zahlreich durchgeführte Stellenanzeigenanalysen, einige quantitative Untersuchungen, aber wenige qualitative Beiträge zeigte. Aufgrund der fehlenden multiperspektiven Sichtweise zum Rollenbild des/der Controllers/in wurde eine empirische Studie mittels Experten/innen-Interviews durchgeführt. Für die Studie wurden im Frühling 2013 26 Interviews  geführt. In der zweiten Interviewreihe wurden neun weitere Gespräche geführt. Diese Interviews fanden in den Monaten Mai, Juni und Juli 2014 statt. Es konnten somit insgesamt 35 Interviews ausgewertet werden. Darunter befanden sich 20 Controlling-Leiter/innen, zwei Controlling-Mitarbeiter/innen, sechs Personalverantwortliche und zwei CFOs österreichischer Großunternehmen sowie vier Personalberater/innen und ein Unternehmensberater.

Bei den Ergebnissen zeigte sich, dass in der Ausbildung vermehrt ein akademischer Abschluss, egal ob an einer klassischen Universität oder an einer FH, von Controller/innen gefordert wird. An Fähigkeiten sind gute EDV-Kenntnisse, Grundkenntnisse in Buchhaltung, Bilanzen lesen zu können und analytische Fähigkeiten notwendig. Gute Kommunikationsfähigkeiten werden über alles gestellt. Neben fundierten Englisch-Kenntnissen ist ein tiefgreifendes Verständnis der internen Unternehmensabläufe relevant. Vorherrschend ist in österreichischen Großunternehmen das Rollenbild des „kaufmännischen Beraters“, gefolgt vom „Business Partner“ und vom „Steuermann/Lotsen“. Äußerst selten wird er in einer traditionellen, negativ behafteten Rolle als „Kontrolleur“ oder „Zahlenjongleur“ beschrieben.