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Public Tender Support System - Ein Webportal zur Unterstützung der Vergabe von Softwareentwicklungsprojekten nach dem Bundesvergabegesetz 2002

Supervisors: A.Univ.-Prof. Dr. Josef Küng , Mag. Dr. Peter Regner
Student: Werner Aigner
End: 2004

Abstract(DE)
Öffentliche Organisationen müssen bei der Akquisition von Software neben dem Prozess der Softwareentwicklung jene rechtlichen Rahmenbedingungen beachten, die sich in Österreich aus dem undesvergabegesetz ergeben. Der administrative Aufwand, der sich aus der Kopplung des Vergabeprozesses mit dem Prozess der Softwareentwicklung ergibt, ist nicht unerheblich.

Aufgrund dieses administrativen Aufwands versuchen viele Anbieter, wie Auftrag.at (http://www.auftrag.at) oder Subreport ELViS (http://www.subreport-elvis.de), öffentliche Organisationen durch Vergabeplattformen bei der Vergabe von Aufträgen zu unterstützen. Diese traditionellen Vergabeplattformen unterstützen eine öffentliche Organisation bei der Vergabe von Aufträgen, die einen beliebigen, im Vergaberecht grundgelegten, Leistungsgegenstand zum Inhalt haben. Das Spektrum der Leistungsgegenstände reicht dabei von Bauaufträgen über die Lieferung von Schreibwaren bis zum Ankauf von Softwareprodukten.

Werden diese traditionellen Vergabeplattformen für die Akquisition von Software eingesetzt, folgen sie dem in der Softwareentwicklung als Wasserfallmodell bezeichneten Vorgehensmodell, das im Bereich der Akquisition von Software auch als Grand Design oder als Big Bang bezeichnet wird und unterstützen eine ausschreibende Stelle ausschließlich bei der Publikation von im Vergaberecht verankerten publikationspflichtigen Dokumenten, wie einer Vergabebekanntmachung.

Eine Anwendung des Wasserfallmodells setzt jedoch eine stabile Umweltsituation voraus, die es ermöglicht, alle Anforderungen an das zu beschaffende System a priori zu spezifizieren. In Zeiten des WWW mit seinem rasanten Technologiewandel, ist dieses Vorgehen jedoch nicht mehr möglich. Als Konsequenz entwickelt sich eine Vielzahl iterativer Prozessmodelle, die eine inkrementelle Entwicklung eines Softwaresystems propagieren. Inkrementelle Entwicklung bedeutet dabei, dass ein Softwaresystem schrittweise und nicht wie beim Wasserfallmodell als Ganzes entwickelt wird. Beispiele für iterative Prozessmodelle sind Crystal, eXtreme Programming, der Rational Unified Process oder Scrum. Aufgrund dieses Paradigmenwechsels ist es notwendig, iterative Prozessmodelle der Softwareentwicklung hinsichtlich ihrer Eignung für die Akquisition von Software zu untersuchen.

Aufbauend auf dem Ansatz von Regner und Wiesinger in [Regner und Wiesinger 2003c], der auf der Integration der Prozesse der öffentlichen Auftragsvergabe und der Prozesse iterativer Softwareentwicklung beruht, präsentiert die vorliegende Diplomarbeit Anforderungen an ein Groupware Werkzeug zur Unterstützung von Softwareausschreibungen der öffentlichen Hand unter Anwendung des Verhandlungsverfahrens in Kombination mit iterativen Prozessmodellen der Softwareentwicklung. Diese Anforderungen dienen als Grundlage für die Implementierung eines Prototyps einer Vergabeplattform, die in ihrer Funktionalität über die Unterstützung bei der Publikation von Dokumenten hinausgeht. Dieser Prototyp ist ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Diplomarbeit. Ein Überblick über die theoretischen Grundlagen aus den Bereichen Bundesvergabegesetz und iterative Prozessmodelle der Softwareentwicklung im ersten Teil dieses Dokuments bietet einen Einstieg in die Thematik.

Die vorliegende Diplomarbeit versucht somit eine Verknüpfung des Prozesses der Softwareentwicklung mit dem Prozess der Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand sowohl auf methodischer als auch auf praktischer Ebene.

Abstract(EN)
In addition to legal conditions public organizations have to consider limitations imposed by software development process when acquiring software. Coupling software development and award procedure leads to an increase in administrative efforts.

Due to these administrative efforts in software acquisition many companies try to supply public organizations with award platforms like Auftrag.at (http://www.auftrag.at) or Subreport ELViS (http://www.subreport-elvis.de). These classic award platforms support public organizations acquiring every kind of goods and services that is anchored in bidding legislation. Examples include building contracts, delivering writing materials or acquiring software products.

Classic award platforms used for software acquisition follow the waterfall model of software development which is often called Big Bang or Grand Design in acquisition terms. Unfortunately classic award platforms only provide support for publishing documents that are anchored in bidding legislation like so called 'Vergabebekanntmachung'.

Applying waterfall model of software development assumes stable environmental conditions which allow an a priori specification of all requirements the software product has to fulfil. Considering WWW and permanent technology changes applying waterfall model is not viable any more. As a consequence various iterative process models of software development have been introduced. They propose developing software systems incrementally. In contrast to waterfall model of software development that is based on developing a software system as a whole incrementally means that software systems are developed step by step. Examples of iterative process models of software development include Crystal, eXtreme Programming, the Rational Unified Process or Scrum. Due to this shift in paradigm it is necessary to investigate iterative process models' suitability for software acquisition in this diploma thesis.

Using the approach proposed in [Regner and Wiesinger 2003c] that builds on interlocking award procedure and software development process this document presents requirements for a groupware tool to support software acquisition by public organizations combining negotiated procedure of acquisition and iterative process models of software development. These requirements are used as basis for implementing an enhanced award platform's prototype that is also part of discussion. In the first part of this diploma thesis an overview of relevant issues concerning bidding legislation and iterative process models of software development provides an entry point to the topic from an academic point of view.

Thus this paper tries to connect the software development process and the award procedure used by public organizations on methodological as well as on practical level.