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Inhalt:

ÖNB Jubiläumsfonds Projekt (07/2011 - 12/2012)

Ökonomische Krise und ÖkonomInnen – Analyse zur Positionierung deutschsprachiger Ökonomen im Kontext ihrer strukturellen Verankerung


Projektleitung: Katrin Hirte
Das Forschungsprojekt wurde durch den Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank finanziert.

Ziel des Projekts

Ziel des Projektes war, den Zusammenhang zwischen paradigmatisch-thematischer Ausrichtung (Diskurs) und institutionellem Profil (Strukturen, Netzwerke) der deutschsprachigen Ökonomie zu erforschen.

Folgende Kernfragen standen im Mittelpunkt:

  • Wie haben sich Ökonomen im deutschsprachigen Raum seit der Krise ab 2008 inhaltlich positioniert? Stimmen insbesondere die Behauptungen, Ökonomen hätten wenig zur Krise gesagt, wenn, sich relativ monolithisch geäußert und was war die Kernargumentation?
  • Wenn ja, was sind die Gründe für diesen Monolithismus? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den inhaltich-paradigmatischen Positionierungen und den strukturellen Ausprägungen, wie Institutionen und Netzwerken?
  • Wenn ja (zum letzteren): welche Handlungsempfehlungen an möglichen Reformen für die wissenschaftliche Ökonomieentwicklung (z.B. die universitäre Ausbildung) folgern daraus?

Zentrale Ergebnisse des Projekts

  • eine Darstellung der institutionellen Struktur der deutschsprachigen Ökonomie in Abhängigkeit ihrer paradigmatischen Ausrichtung,
  • eine Analyse des Zusammenhangs zwischen paradigmatischer Ausrichtung, Diskursprofil und strukturellen Ausprägungen,
  • die Hinterfragung struktureller Ausprägungsmechanismen, Inklusions- und Exklusionsmechanismen sowie
  • Empfehlungen für weiterführende Analysen zur Ausrichtung der historischen Schulenentwicklung im Kontext struktureller Ausprägungen (Institutionen, Netzwerke).

Analyseinstrumentarium der empirischen Erhebungen waren einerseits Diskursanalysen. Hier wurde erstens der massenmediale Diskurs aus acht Printmedien analysiert. Der Textkorpus umfasste ca. 2.000 Artikel aus dem Zeitraum 01.07.2008 bis 31.06 2011. Zweitens erfolgte eine Analyse des Spezialdiskurses in Form von 23 Appellen, Stellungnahmen und Aufrufen, welche im Zeitraum 01.07.2008 bis Mitte 2012 initiiert wurden. Bei der ebenfalls erfolgten Metaphernanalyse wurde sich methodisch an das konzeptionelle Metaphernverständnis nach Lakoff/Johnson orientiert.
Andererseits erfolgten Präsenz-, Institutionen- und Netzwerkanalysen. Hier erfolgte in einem ersten Schritt zu allen Personen, welche am Diskurs zur Finanzkrise beteiligt waren, eine Datenerhebung und dieser Datenpool wurde erweitert um die entsprechenden VertreterInnen aus den Spezialdiskursen. In einem zweiten Schritt erfolgte eine Erfassung und kurze Vorstellung aller im Kontext des Krisendiskurses stehenden Institutionen und Netzwerke. Zu den Netzwerken wurden neben den Think Tank-basierten Netzwerken auch verschiedene Typen geobasierter Netzwerke der Ökonomen in Deutschland vorgestellt: für Bonn/Berlin, Mannheim, Kiel und Hamburg. Während hier z.B. in Bonn/Berlin die Nähe zu aktuellen politischen Entscheidungszentren dominiert (SOFFIN, Issing-Gruppe), basiert das multiple Netzwerk in Kiel auf einer Jahrzehnte gewachsenen Struktur.

Insgesamt zeigt die Studie die aktive Rolle der Ökonomen in den Diskursen und hier seitens der dominanten ÖkonomInnen mit ausgeprägten Netzwerken, ein Paradigmenwechsel seitens der ÖkonomInnen ist aufgrund dieser strukturellen Faktoren daher kaum zu erwarten.

Publikationen

Pühringer S./Hirte, K. (2015): The financial crisis as a heart attack. Discourse profiles of economists in the financial crisis. In: Journal of Language and Politics 14(4), 599-626.

Pühringer, S.; Hirte, K. (2014): ÖkonomInnen und Ökonomie in der Krise?! Eine diskurs- und netzwerkanalytische Sicht. In: Wirtschafts- und Sozialpolitische Zeitschrift des ISW (WISO), vol. 1/2014, 159-178.

Hirte, K. (2013): ÖkonomInnen in der Finanzkrise. Diskurse, Netzwerke, Initiativen, Marburg.