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Projekt der AK OÖ u. AK Wien (07/2015 – 12/2015)

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Das europäische Schattenbankensystem – Typologisierung und die Bewertung regulatorischer Initiativen auf europäischer Ebene


Projektleitung: Jakob Kapeller
Dieses Projekt wurde aus Mitteln der Arbeiterkammer Oberösterreich und der Arbeiterkammer Wien gefördert.

Gegenstand des Projekts ist eine vergleichende Analyse des europäischen Schattenbankensystems. Ausgangspunkt ist unsere Beobachtung, dass die Schattenbankenstrukturen unter den einzelnen europäischen Ländern äußerst heterogen ausgeprägt sind. Hierbei ist zu beachten, dass aufgrund der zahlreichen internationalen Verflechtungen, welche das europäische bzw. globale Schattenbankensystem kennzeichnen, keinesfalls von in sich geschlossenen nationalstaatlichen Schattenbankensystemen gesprochen werden kann. Die über nationale Grenzen hinweg agierenden Akteure des Schattenbankensystems haben sich vielmehr für ihre jeweiligen Aktivitäten oftmals bewusst in ganz bestimmten europäischen Jurisdiktionen niedergelassen. Einzelne Länder sind hierbei aufgrund ihrer historischen, ökonomischen, kulturellen und regulatorischen Bedingungen „attraktiver“ als andere. Einige europäische Staaten haben sich aufgrund besonders vorteilhafter Voraussetzungen zu regelrechten Knotenpunkten des europäischen Schattenbankensystems entwickelt, von denen europäische wie nicht-europäische Finanzakteure Gebrauch machen. Andere Staaten weisen weniger begünstigende Bedingungen für Schattenbankenaktivitäten auf und sind dementsprechend von geringerer Attraktivität. Von Bedeutung sind hierbei wesentlich auch historische Ursachen, deren Tradierung die heutigen Strukturen des europäischen Schattenbankensektors mitgeprägt haben. Diese unterschiedlichen Aspekte, welche für europäische und globale Akteure des Schattenbankensystems von zentraler Relevanz sind, werden in der vorliegenden Studie mitberücksichtigt.

Ziel des Projekts

  • Unser erstes Ziel ist es, eine länderbasierte Typologie für das europäische Schattenbankensystem (Grundgesamtheit sind die Staaten der Europäischen Union) zu entwickeln. Voraussetzung hierfür ist es, den Umfang des Schattenbankensektors und dessen relative ökonomische Bedeutung bzw. Ausprägung für die einzelnen Jurisdiktionen quantitativ zu ermitteln. Auf Basis dieser quantitativen Indikatoren nehmen wir im Folgenden eine Einteilung in drei Grundtypen vor.
  • Darauf aufbauend beschreiben wir die jeweiligen Charakteristika der einzelnen Grundtypen und wählen in weiterer Folge für jeden Typ ein Land als Fallbeispiel aus (Irland für Typ 1, Österreich für Typ 2, Polen für Typ 3), für welches wir exemplarisch die grundlegenden Strukturen des jeweiligen nationalen Schattenbankensektors skizzieren.
  • Abschließend nehmen wir regulatorische Initiativen und Reformprojekte auf europäischer Ebene mit SBS-Bezug in den Blick. Ausgewählte europäische Regulierungsvorhaben (zu Geldmarktfonds und Wertpapierfinanzierungsgeschäften) sowie Reformprojekte (Kapitalmarktunion) werden von uns hinsichtlich ihrer Ziele sowie ihrer potentiellen Relevanz und Wirkung (soweit möglich mit speziellem Blick auf die einzelnen Grundtypen) untersucht.

Publikationen

Beyer, Karl M.; Bräutigam, Lars (2016): Das europäische Schattenbankensystem – Typologisierung und die Bewertung regulatorischer Initiativen auf europäischer Ebene. Materialien zu Wirtschaft und Gesellschaft Nr. 154, Arbeiterkammer Wien

Beyer, Karl M.; Bräutigam, Lars (2016): Das europäische Schattenbankensystem: Bestandsaufnahme und gegenwärtige Entwicklungen. Blog Arbeit & Wirtschaft, 9. November 2016.