Seitenbereiche:



Menü des aktuellen Bereichs:

Zusatzinformationen:

News

  • Sprechstunde Prof. Gräser
    Am 7. März verkürzte Sprechstunde von 15 bis 16 Uhr!

Campusplan

Campusplan mit Fokus auf Keplergebäude

Sie finden uns im Keplergebäude, 2. Stock, Trakt D ...  mehr zu Campusplan (Titel)


Positionsanzeige:

Inhalt:

Archiv

In memoriam Isabella Matauschek




Das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte trauert um Universitätsassistentin Dr.in Isabella Matauschek, die am 9.3.2016 im Alter von 45 Jahren ihrer schweren Krankheit erlegen ist.

Isabella hat Geschichte und Germanistik (mit einem Schwerpunkt in der Skandinavistik) an den Universitäten Wien und Kopenhagen sowie an der Université de Bourgogne studiert. Am Europäischen Hochschulinstitut Florenz wurde sie 2002 mit einer Arbeit über die niederländischen und dänischen Hilfsaktionen für österreichische Kinder nach dem Ende des Ersten Weltkriegs promoviert. Bereits während der Promotion und danach hat Isabella in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten an den Universitäten Wien und Oxford sowie am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen mitgearbeitet. Das Spektrum ihrer Interessen reichte weit – und auch ihre Einsatzmöglichkeiten als Historikerin waren vielfältig: Sie hat die historischen Buchbestände im Stift Klosterneuburg im Rahmen des von der Österreichischen Nationalbibliothek koordinierten Projekts zu den historischen Buchbeständen in Österreich aufgearbeitet und zugleich eine Ausstellung über die Kinderhilfsaktionen nach dem Ersten Weltkrieg für das Österreichische Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum in Wien konzipiert und kuratiert.

2004 trat Isabella in den Dienst der JKU: Bis 2010 war sie am Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz tätig und seit 2010 wirkte sie am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte. Hier trieb sie ihr Habilitationsvorhaben voran, das sich unter dem Titel „Business Talk“ mit den Formen der Begegnung zwischen Europa und Südostasien im Kontext der niederländischen Ostindien-Handelskompanie in der Frühen Neuzeit beschäftigte. Isabella hat damit am Institut die strategische Neuorientierung in Richtung Globalgeschichte vorbereitet und auch durch ihre Lehrveranstaltungen mit dazu beigetragen das Leitbild „Educating Global Citizens“ in den Studiengängen zu etablieren. Sie hat in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Aufsätze aus dem Themenfeld ihres großen Forschungsprojekts veröffentlicht; 2013 wirkte sie als Fellow am Centre for Research in the Arts, Social Sciences and Humanities der Universität Cambridge (CRASSH) und am dortigen Wolfson College. Isabella verfügte über stupende Sprachkenntnisse, die im Rahmen des Projekts über die Ostindienkompanie ihr Augenmerk vor allem auf das Feld der Übersetzungen und der Kompilation von Wörterbüchern gerichtet haben. Zugleich interessierte sie sich, wie der Titel einer ihrer letzten Aufsätze lautete, für „Exotic Knowledge as Commodity“: In der Herstellung, im Vertrieb und in der Lektüre von Wörterbüchern und Reiseberichten wuchs die frühneuzeitliche Welt zusammen.

Isabella hat ihrer schweren Krankheit in den letzten Jahren vieles abgetrotzt und dabei enorme Haltung bewahrt. Sie hat sich nach Kräften am Institut engagiert und zuletzt noch die Federführung im „Mittwochskolloquium“, das das Institut gemeinsam mit dem Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik und dem Institut für Kulturwissenschaften der Kunstuniversität durchführt, übernommen – und dabei auch die alte akademische Sitte der Fortführung der Diskussion bei Speis und Trank sehr geschätzt. Gerne hätten wir noch weiter mit Isabella diskutiert, gestritten, gelacht, gegessen und getrunken. Wir vermissen sie.

Marcus Gräser



ROM-Stipendium für Mag. Wurzer

Markus Wurzer, Assistent am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, wurde ein ROM-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien zuerkannt.
Wurzer ist seit Oktober 2016 als Assistent und Karenzvertretung von Regina Thumser-Wöhs am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte tätig. Ihm wurde das ROM-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien für einen viermonatigen Forschungsaufenthalt am renommierten Österreichischen Historischen Institut in Rom zuerkannt. Das Stipendienformat richtet sich an hoch qualifizierte WissenschaftlerInnen aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte, Altertumswissenschaften, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft sowie Kirchengeschichte und -recht, deren Projekte einen thematischen Bezug zu Rom oder Italien aufweisen. Wurzer hat sich mit seinem Dissertationsprojekt „Südtiroler Amateurfotografie aus dem Italienisch-Abessinischen Krieg 1935–1941: Selbstbilder – Fremdbilder – Kriegsbilder“ beworben.
Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit privaten Fotopraktiken Südtiroler Soldaten im Italienisch-Abessinischen Krieg (1935–41). Wurzer untersucht wie die Modi und Inhalte des Fotografierens mit diesem spezifischen Kontext korrelieren, welche Erzählungen in Fotoalben durch das Arrangement von Fotografien und Text entwickelt wurden und welche Rolle diese visuellen Zeugnisse in den Familiengedächtnissen spielen.
Das Stipendium will Wurzer nützen, um für sein Dissertationsprojekt in verschiedenen Archiven und Bibliotheken wie dem Archivio Storico Luce und der Biblioteca nazionale centrala di Roma zu recherchieren. „Darüber hinaus“, meint Wurzer, „bietet mir das Stipendium die Gelegenheit mit hervorragenden, internationalen ForscherInnen aus verschiedenen Disziplinen ins Gespräch zu kommen.“
Im Dezember 2016 tritt Wurzer das Stipendium an. Das IFZ wünscht einen interessanten und ertragreichen Forschungsaufenthalt in Rom!



Afrika – Zugänge und Einordnungen. 3. Workshop zur Afrikaforschung in Österreich

Vom 17. bis 18. November 2016 fand der mittlerweile dritte Workshop zur Afrikaforschung in Österreich statt. Nach den beiden erfolgreichen Treffen in Wien (2014) und Innsbruck (2015) waren 16 Afrika-Forschende diesmal nach Linz eingeladen, um im Rahmen der von Thomas Spielbüchler und Markus Wurzer (beide IFZ Linz) organisierten Tagung laufende oder abgeschlossene Projekte vorzustellen und diese gemeinsam zu diskutieren. Die Keynote Lecture hielt Jean-Philippe Zouogbo (Université Paris-Sorbonne) über „Westafrikanische Sprachen: Aus dem patrimonialen Eingeschlossensein zu Entwicklungsmitteln“. Ein Tagungsband steht in Vorbereitung.



Keplers „Rudolfinische Tafeln“: Gouverneur Nowotny beschenkte JKU

Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny hat der JKU zu ihrem 50. Geburtstag ein besonderes Geschenk gemacht: ein Exemplar der 1627 veröffentlichten „Rudolfinischen Tafeln“, eines der bedeutendsten Werke Johannes Keplers.
Die „Tabulae Rudolphinae“, eine Sammlung verschiedener Tafeln und Regeln zur Vorhersage der Planetenstellungen, leiteten in der Entwicklung der astronomischen Wissenschaft eine neue Epoche ein. Sie waren das letzte große Werk, das zu Keplers Lebzeiten erschienen ist, und gelten als beachtliche Leistung in praktischer Sternen- und Himmelskunde.

Grundlage zahlreicher astronomischer Berechnungen
Bis zum 18. Jahrhundert war der Band Grundlage zahlreicher astronomischer Berechnungen. Der englische Mathematiker und Physiker Sir Isaac Newton beispielsweise nützte Keplers Erkenntnisse für die Formulierung seiner Theorie der Gravitationskraft. Die Tafeln dienten auch zur Vollendung der Reform des Chinesischen Kalenders.
„Ich denke, es ist hier an einem guten Platz“, so Nowotny, der alte Bücher sammelt und die „Rudolfinischen Tafeln“ ersteigert hat, über sein Geschenk. „Eine große Ehre, dass der Namensgeber unserer Universität nun auch auf diese Weise an der JKU vertreten ist“, erklärt Rektor Meinhard Lukas dankbar. „Wir werden für das wertvolle Buch einen speziellen Platz finden.“

Enger Bezug zur JKU
Der Bezug von Gouverneur Nowotny zur Kepler Universität ist ein enger: Von 1967 bis 1971 war er zunächst Assistent und dann Dozent an der JKU, 1972 habilitierte er hier in Volkswirtschaftslehre. Von 1973 bis 1982 war Nowotny Universitätsprofessor in Linz und Vorstand des Instituts für Finanzwissenschaften.

v.l.n.r.: Ingrid Nowotny, Rektor Meinhard Lukas, Institutsvorstand Marcus Gräser und Gouverneur Ewald Nowotny mit den "Rudolfinischen Tafeln"



Buchpräsentation: 50 Jahre Johannes Kepler Universität Linz. Eine Hochschule neuen Stils


Die Johannes Kepler Universität Linz wurde 1966 als Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften eröffnet. Sie ist als „Hochschule neuen Stils“ entstanden und rasch gewachsen. Nachdem sie zunächst nur aus einer Fakultät für die Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften bestand, wurde bald auch der Studienbetrieb an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät aufgenommen. Die Einrichtung einer eigenen Rechtswissenschaftlichen und zuletzt auch einer Medizinischen Fakultät folgten.

Das Buch beschäftigt sich mit der Geschichte der ersten Campus-Universität in Österreich – von den bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Bestrebungen, in Linz eine höhere Schule zu etablieren über den Entstehungsprozess nach 1945 bis hin zur Entwicklung in die Gegenwart.

Es stellt die erste von zwei Publikationen zum 50-Jahr-Jubiläum dar, ist reich bebildert und umfasst zahlreiche Statistiken zur Universitätsentwicklung.

Programm:
Begrüßung durch Rektor Meinhard Lukas
Buchvorstellung durch Marcus Gräser, Maria Wirth und Andreas Reichl

Datum: Freitag, 16. Dezember 2016, 11:00 Uhr
Ort: JKU SciBar, Linzer Hauptplatz

Kontakt: Andreas Reichl, DW 7994, andreas.reichl(/\t)jku.at



Invitation to the special event of the Austro-American Society Upper Austria


INAUGURATION OF THE 45TH PRESIDENT OF THE U.S.
In the U.S., the inauguration is the ceremony that begins a new four-year term of an administration. Together we will watch as the Chief Justice of the Supreme Court administers the oaths of office to the next president and vice president, Donald Trump and Mike Pence respectively. Following the ceremony, Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser, Head of the Department of Modern History and Contemporary History at JKU and Norman Thatcher Scharpf, Counselor for Management Affairs from the U.S. Embassy in Vienna, will discuss the events.

WHERE: Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz
WHEN: Friday, January 20; 6:00 p.m.

application/pdfProgramm (618KB)

GASTVORTRAG

17.11.2016, 16-18 Uhr, KG 519

Univ. Doz. Dr. Heidemarie Uhl (ÖAW, Wien)
„Gedächtnis im 21. Jahrhundert“

Heidemarie Uhl zählt zu den profiliertesten HistorikerInnen auf dem Gebiet der Erinnerungskultur. Sie ist im wissenschaftlichen Beirat des Hauses der Geschichte Österreich und zur Zeit verantwortlich für die Neugestaltung des Heldendenkmals in Wien. Aktuell erschienen ist ihr mit Ljiljana Radonic herausgegebenes Buch: „Gedächtnis im 21. Jahrhundert. Zur Neuverhandlung eines kulturwissenschaftlichen Leitbegriffs“.



Ausschreibung der Stelle einer Universitätsassistentin bzw. eines Universitätsassistenten mit Diplom/Master

Ausschreibung der Stelle einer Universitätsassistentin bzw. eines Universitätsassistenten mit Diplom/Master nach dem Kollektivvertrag der ArbeitnehmerInnen der Universitäten und UG am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz.


Fellowship für Mag. Neidhöfer

Thilo Neidhöfer, Assistent am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, wurde ein Junior Fellowship in Wien zuerkannt.

Neidhöfer ist als Assistent am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte tätig. Ihm wurde nun ein Junior Fellowship am IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien zuerkannt. Neidhöfer hat sich mit seinem Dissertationsprojekt „Im Gleichgewicht der Kulturen – Margaret Mead, Gregory Bateson und die amerikanische Anthropologie 1930-1950“ beworben. Die Arbeit wird von Marcus Gräser, Vorstand des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, betreut.

Das Dissertationsprojekt analysiert die Paarbeziehung der Anthropologen Margaret Mead und Gregory Bateson zwischen den Jahren 1930 und 1950. Ziel ist es, mit Blick auf die temporär aufeinander bezogenen Lebensgeschichten darüberhinausgehende Fragen nach dem veränderten Verhältnis von Wissenschaft und Staat zu untersuchen. In einer Zeit massiver Umbrüche in den USA und weltweit lässt sich die Anthropologie als eine kulturwissenschaftliche Schlüsseldisziplin beispielhaft als Seismograph für zentrale gesellschaftliche, kulturelle und politische Veränderungen begreifen.
"Der Fokus auf das Paar erlaubt es einerseits zu klären, wie Transformationen der Wissenschaftsdisziplin seitens der Akteure ausgehandelt wurden, andererseits geraten so relevante Verflechtungen von Wissenschaft, Staat und Öffentlichkeit in den Blick". erklärt Mag. Neidhöfer. Das Fellowship sieht er als große Chance: "Das IFK ist eine international sehr renommierte Forschungseinrichtung. Das Fellowship gibt mir die Gelegenheit, in einem hervorragenden akademischen Umfeld weiter an meiner Dissertation zu arbeiten und mit ForscherInnen aus unterschiedlichen Disziplinen und Generationen ins Gespräch zu kommen."

Im Oktober wird Neidhöfer das zunächst neunmonatige Stipendium antreten.


History Lounge bei der Langen Nacht der Forschung

Im Rahmen des Jubiläums „50 Jahre JKU“ entführten wir Sie hier auf eine Reise durch 5 Jahrzehnte Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.

Im Rahmen der Station „Unsere JKU - Meine Geschichte“ erfolgte anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der JKU eine persönliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der JKU. In der Station wurden individuelle Geschichten und damit in Verbindung stehende Gegenstände in Form eines Erzählcafés („History Lounge“) vorgestellt. (Ehemalige) ProfessorInnen, StudentInnen, MitarbeiterInnen und auch AnrainerInnen wurden im Vorfeld der Langen Nacht der Forschung dazu aufgerufen, Gegenstände, die sie mit „ihrer JKU-Geschichte“ verbinden, beim Projektteam „JKU 50“ vorbeizubringen und bei der „Langen der Forschung“ gemeinsam mit den JKU-HistorikerInnen zu präsentieren. Durch die gesammelten Gegenstände wird ein Archiv persönlicher Erinnerungen aufgebaut, das in weitere Projekte im Rahmen des Jubiläumsjahres einfließen kann.

v.l.n.r.: Univ.- Prof. Mag. Dr. Alois Ferscha, Univ.- Prof. Dr. Marcus Gräser, MMag. Andreas Reichl

v.l.n.r.: em. Univ.- Prof. Dr. Gerhard Botz, Univ.- Prof. Dr. Marcus Gräser, Dr.in Maria Wirth

v.l.n.r.: DDr. Johann K. Brunner, Univ.- Prof. Dr. Marcus Gräser, Dr.in Maria Wirth


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Einladung zum Zeitgeschichtevortrag "Hitler - Der Künstler und Kriegsherr"

Am 5. November 2015 moderiert Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser einen Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Wolfram Pyta (Stuttgart) unter dem Titel "Hitler - Der Künstler und Kriegsherr".
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Wissensturm Linz, Veranstaltungssaal E09
Nähere Informationen:


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Einladung zum "Themenabend Griechenland"

Am 30. September 2015 moderiert Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser zwei Vorträge von Univ.-Prof. Dr. Heinz Richter unter dem Titel: "Themenabend Griechenland".
Uhrzeit: 18:00 Uhr - 21:00 Uhr
Ort: Wissensturm Linz
Nähere Informationen:


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Einladung zum 7. Dialogforum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Vom 21. bis 22. September 2015 wird das 7. Dialogforum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen stattfinden, das heuer gemeinsam mit dem “European Observatory on Memories” der Universität Barcelona organisiert wird.
Nähere Informationen:


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Einladung zum Österreichischen Historikertag


Der Österreichische Historikertag 2015 findet von 14. bis 16. September 2015 an der Johannes Kepler Universität Linz statt. Er wird vom Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (JKU), vom Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte (JKU), vom Oberösterreichischen Landesarchiv und vom Stadtarchiv Linz veranstaltet. Nähere Informationen:


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Neuerscheinung


Einladung zur Gedenkveranstaltung anlässlich 70 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

Einladung zur Vortragsreihe "Österreich zwischen Befreiung und Staatsvertrag"

Das Ende der NS-Diktatur, die Wiederherstellung der Republik Österreich und - mit Genehmigung und unter Kontrolle der Alliierten - die Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen bedeuteten die Chance auf eine friedlichere und hoffnungsvollere Zukunft. Die vielfach als „Stunde Null“ bezeichnete Situation des Jahres 1945 war allerdings kein völliger Neubeginn, blieben doch die Ereignisse und Auswirkungen der Jahre davor allgegenwärtig. Die Verbrechen der NS-Herrschaft, die Frage der Entschädigung der Opfer des NS-Regimes, aber auch der Umgang mit den ehemaligen Anhängern des Nationalsozialismus sind Themen, die uns zum Teil noch heute beschäftigen.
Die Vortragsreihe bietet sowohl eine Gesamtschau der Jahre 1945 bis 1955 als auch eine vertiefende Betrachtung einzelner Aspekte der Nachkriegszeit.

Am 2.3.2015 wird im Rahmen dieser Vortragsreihe Birgit Kirchmayr einen Vortrag zum Thema ""Führermuseum Linz" und das Ende der NS-Kunstpolitik" halten.

Nähere Informationen zur Vortragsreihe:

Zeitgeschichtetag 2014 - Klagenfurt

Das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz nimmt dieses Jahr im Rahmen von drei Panels am Zeitgeschichtetag in Klagenfurt teil:

Panel 11:
Trans-Pazifik: Hegemonie und Fragmentierung im 20. Jahrhundert
Chair: Thomas Spielbüchler
Marcus Gräser, "Pacific Crossings": Sozialpolitische "Labore" in Australien, Neuseeland und den Philippinen und ihr Einfluß auf die Debatten zur Sozialreform in den USA 1890-1920;
Hermann Mückler, Australien im 20. Jahrhundert: Aufstieg einer regionalen Ordnungsmacht;
Harald Werber, "Overseas" - Die Bedeutung der "großen" Nachbarn für die Staaten Ozeaniens und die Lebenswelt der Ozeanier seit 1945.

Panel 23:
Biografie und Geschichte. Neue zeit- und kulturgeschichtliche Zugänge
Chair: Martina Gugglberger
Regina Thumser-Wöhs, "Im Grunde gibt es nichts Uninteressanteres als das Leben eines Morphinisten." (Friedrich Glauser) - Sucht-Biografien auf der Spur;
Birgit Kirchmayr, "Hier werd ich Carriere machen." Die Amerika-Briefe der Erika Giovanna Klien: Ein Briefwechsel und seine Bedeutung für die biografische Verortung einer österreichischen Künstlerin;
Thilo Neidhöfer, "Ein "biografisches Leben" - Margaret Mead und das Archiv".

Panel 25:
Geheime Kriegsführung im Nachkriegsösterreich: Strukturen, Pläne, Einheiten
Chair: Thomas Spielbüchler
Erwin A. Schmidl, Die B-Gendarmerie: Polizei als Militär oder Militär als Polizei?;
Thomas Riegler, Westliche Widerstands- und Partisanennetze;
Lukas Mayrhuber, Unkonventionelle Verteidigung: die subversiven Elemente der Raumverteidigung.



„Wissenschaftliches Symposium 'Österreichische Revolution 1918/19' – Ehrung für Altrektor Rudolf Ardelt zum 70. Geburtstag“

Anlässlich des 70jährigen Geburtstages von Rudolf Ardelt fand am 4. 6. 2014 an der Johannes Kepler Universität ein Symposium statt. Unter dem Titel „Die ‚Revolution 1918/19‘ – Zur Problematik einer alten Meistererzählung der österreichischen Zeitgeschichte“ versammelten sich zahlreiche Gäste und Diskutanten, darunter langjährige Weggefährten Rudolf Ardelts, in den Repräsentationsräumen der Universität.




Keynote Speaker Gerhard Botz


Marcus Gräser begrüßte die Anwesenden und eröffnete das Symposium. Den Auftakt machte Gerhard Botz (Wien) mit einer ausführlichen Keynote über „Die ‚Österreichische Revolution‘ 1918-1921. Nichts anderes als eine alte Meistererzählung der Zeitgeschichte?“.


Im anschließenden Panel berichtete Hanns Haas (Salzburg) über das Editionsvorhaben „Österreichische Regierungsprotokolle 1918-1920“, Verena Moritz (Wien) sprach am Beispiel der kommunistischen Internationale in Österreich 1918-1924/25 über transnationale Politik im nationalen Raum, und Florian Wenninger (Wien) problematisierte an den Beispielen „Tag der Republik“ und der „Bolschewikennacht“ die Entstehung der Republik Österreich 1918 als umkämpften Erinnerungsort. Die rege Diskussion im Anschluss an die Vorträge moderierte Marcus Gräser.

application/pdfProgramm (85KB)

Podiumsdiskussion, v.l.n.r.: Florian Wenninger, Verena Moritz, Hanns Haas, Marcus Gräser und Gerhard Botz

Nach einer kurzen Pause eröffnete Birgit Kirchmayr den zweiten Teil des Symposiums. Zunächst sprach Johann Bacher, Dekan der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der JKU, Grußworte an den Ehrengast und hob in einer sehr reflektierten Rede dessen wissenschaftspolitische Leistungen für den Standort Linz hervor. Die Vizebürgermeisterin der Stadt Linz, Karin Hörzing, würdigte Rudolf Ardelts Verdienste sowohl als Historiker der österreichischen Zeitgeschichte wie auch als weitsichtigen Rektor der Johannes Kepler Universität.


Vizebürgermeisterin der Stadt Linz Karin Hörzing


Die Laudatio sprach der der Wiener Historiker Oliver Rathkolb. In einer persönlichen und sehr anregenden Rede würdigte Rathkolb nicht nur Ardelts Leistungen, sondern verflocht geschickt dessen wissenschaftliche Laufbahn mit Biografischem. Für generelles Amüsement sorgte Oliver Rathkolb dabei mit einem Zitat aus einem Brief von Bruno Kreisky an Rudolf Ardelt, in dem der Kanzler auf Ardelts Habilitationsschrift zu Friedrich Adler (Friedrich Adler – Probleme einer Persönlichkeitsentwicklung um die Jahrhundertwende, Wien 1984) Bezug nimmt. Dessen Lektüre hatte Kreisky offenbar so fasziniert, dass er Ardelt seine teils begeisterten und teils fragenden Lektüreeindrücke schilderte. Beifall aus dem Publikum folgte, nachdem Oliver Rathkolb den Jubilar anregte, eine Fortsetzung der Adler-Biografie zu verfassen.


Laudator Oliver Rathkolb


Zum Abschluss sprach Rudolf Ardelt den Anwesenden seinen Dank aus. Der Abend endete bei Buffet, Getränken und geselligem Beisammensein mit dem Ehrengast und seiner Frau Margit Knipp.


Der Jubilar Rudolf Ardelt



Rudolf Ardelt und Gerhard Botz

Bericht zum Tag der Politischen Bildung

Einladung

Podiumsdiskussion 6.5.2014, 19.30, Linz, Kepler-Salon:
"Kepler Salon Extra: Der AllTag danach - Österreich am 6. Mai"
Unter der Moderation von Birgit Kirchmayr diskutieren Ines Brachmann, Albert Lichtblau, Uli Fuchs und Yarif Lapid. Wir laden herzlich ein!
Informationen unter:

Einladung zur Vortragsreihe "Europa in der Weltgeschichte"

Das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte veranstaltet in Kooperation mit der VHS Linz (Wissensturm) eine Vortragsreihe zum Thema: "Europa in der Weltgeschichte"

Europa prägte den globalen Verlauf der Geschichte nachhaltig.
Die Vortragsreihe folgt verschiedenen Themensträngen dieser historischen Entwicklung.
Nähere Informationen dazu im PDF-Anhang:

Einladung zur Langen Nacht der Forschung am 4. April 2014

Station des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte:

Einladung zum Gastvortrag von Prof. Dr. Thomas Etzemüller

Am Donnerstag, den 27.3. wird Thomas Etzemüller (Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg) an die JKU kommen und im Rahmen des gemeinsamen Kolloquiums des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte und des Instituts für Gesellschafts- und Sozialpolitik einen Gastvortrag zum Thema Biografik halten, bei dem er den konstruktiven Charakter von Biografien interpretiert.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer – alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Interview in den OÖN vom 18.01.2014 zum Ausbruch des 1. Weltkrieges mit Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser

Einladung zum Vortrag von Dr. Wendelin Ettmayer, Botschafter a.D. in der Vorlesung "Global Studies: Grundlagen" von Senior Fellow em. Univ.-Prof. Dr. Franz Nuscheler

Artikel in den OÖN vom 31. August 2013 mit einer Stellungnahme von Prof. Gräser

Lesung

Lesezeichen extra: George Wozasek. Eine biografische Spurensuche
Eine Lesung aus der Biografie von Birgit Kirchmayr, mit Georg und Paul Ruben Bonn, Gerhard Willert und George Wozasek
Landestheater - Schauspielhaus Promenade - 5.5.2013, 11 Uhr

application/pdfLesung (1.7 MB)

Lunch Lecture

Einladung zur Lunch Lecture
mit einem Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser zum Thema "Hat die Globalisierung eine Vergangenheit?".
Termin: Mittwoch, 08. Mai 2013 von 12:00 bis 13:30 Uhr
Ort: HS 6

Gastvortrag von Dr. Tobias Hof zum Thema: „Quellen als Probleme und Chancen der Biographik - am Beispiel von Galeazzo Ciano“

Termin: Mittwoch, 10. April 2013
Uhrzeit: 16:15-17:45
Ort: Sitzungszimmer 1 (JKU, Uni-Center)

Tobias Hof ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und arbeitet dort an einer neuen Edition des Tagebuchs von Galeazzo Ciano, der bis 1943 italienischer Außenminister und enger Vertrauter Benito Mussolinis gewesen ist. Sein Tagebuch ist eine der wichtigsten zeitgeschichtlichen Quellen zur internationalen Politik in der Zwischenkriegszeit. Hof, der auch an einer Biographie von Ciano arbeitet, wird am Beispiel von Ciano über neue Aufgaben und Herausforderungen der Biographik sprechen.

Tobias Hof hat Geschichte an der LMU München und der University of Edinburgh studiert. Seine Dissertation zur Auseinandersetzung des italienischen Staates mit dem Terrorismus (1969-1982) ist 2011 beim Oldenbourg Verlag München erschienen.


Der Gastvortrag findet im Rahmen des gemeinsamen Mittwochskolloqiums des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte und des Instituts für Gesellschafts- und Sozialpolitik statt.

Einladung zur Zeitgeschichtlichen Vortragsreihe: Der "Anschluss"

DER „ANSCHLUSS“
Vor 75 Jahren wurde die Republik Österreich an das nationalsozialistische Deutschland angeschlossen.
Die Vortragsreihe informiert über die Geschehnisse rund um den 12. März 1938 und zeigt die Folgen im
In- und Ausland auf.

application/pdfDer "Anschluss" (2.5 MB)

Theater im Nationalsozialismus

Symposium, 15./16. März 2013

Eine Kooperation des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte mit dem Landestheater Linz.

Ort: Landestheater Linz, Foyer 1. Rang

Freitag, 15.3.2013

14.00–14.30 Begrüßung

Moderation: Franz Huber

14.30–15.30 Birgit Peter: Theaterwissenschaft als Legitimationsdiskurs für NS-Herrschaft

15.30–16.00 Kaffeepause

16.00-17.00 Gerald M. Bauer: Kultur, Politik, Ideologie für Eliten? – Das Theater in der Josefstadt

17.00–18.00 Julia Danielczyk: „Kulturpolitikskultur“ oder wenn Kulturpolitik Parteipolitik bedeutet.
                         Hermann Heinz Ortner: Erfolgreichster NS-Dramatiker und andere Repräsentanten des Theaters
                         im Nationalsozialismus.


Samstag, 16.3.2013

Moderation: Kathrin Bieligk

9.00–10.00 Regina Thumser-Wöhs: „Gerade wo der Führer von Linz auf dem Gebiete des Theaters
                         besondere Leistungen erwartet…“ – Das Landestheater Linz

10.00-10.30 Kaffeepause

10.30–11.30 Gertrude Stipschitz: „Kriegswichtige Aufgabe und kulturpolitische Mission“ –
                         Die Landesbühne Oberdonau in Braunau am Inn

11.30–12.30 Brigitte Dalinger: „… es geht um mehr als um Theaterspiel“.
                         Zur Tätigkeit des Kulturbundes Deutscher Juden und Versuchen in Wien ab 1938

12.30-14.00 Mittagspause

Moderation: Regina Thumser-Wöhs

14.00-15.00 Marie-Theres Arnbom: 1938. Der Untergang der Operette
15.00–16.00 Sandra Föger: Franz Lehár – für die NS-Kulturpolitik „ein strittiges Problem“

19.30 Premiere „Land der Lämmer“

März-Gespräche - Kepler Salon, 11. März 2013

Die NS-Machtergreifung in Österreich – der sogenannte „Anschluss“ – jährt sich 2013 zum 75. Mal. Dies soll zum Anlass genommen werden, die verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Narrationen des Ereignisses zu hinterfragen. Über den lang gepflegten „Opfermythos“ der Zweiten Republik spannt sich der Bogen bis in die Gegenwart: bis hin zu Fragen über eine rechtsradikale Subkultur. Was können Kunst, Wissenschaft, Politik hier beitragen und leisten?

Eine Kooperation des Kepler Salon mit dem Landestheater Linz und dem Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz

Gastgeber: Klaus Buttinger
Vortragende/r: Albert Lichtblau, Gerhard Willert, Regina Thumser-Wöhs, Robert Eiter

März-Gespräche  (Neues Fenster)

Podiumsdiskussion zu Heinrich Gleissner, Landeshauptmann von OÖ 1934-38 und 1945-71.

Am 11. Februar findet im Bildungshaus St. Magdalena auf Einladung des Oö. Landesarchivs eine Podiumsdiskussion zu Heinrich Gleissner statt.
Anlass ist die Vorstellung der von Franz X. Rohrhofer vorgelegten Biographie, die sich mit Gleissner und seiner Rolle in den Jahren zwischen 1934 und 1945 beschäftigt.
Die Diskussion wird moderiert von Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser.

Einladung zur Podiumsdiskussion zum Thema: "Vergleich der russischen und amerikanischen Einflussnahme auf Europa"

application/pdfEinladung zur Podiumsdiskussion (1.8 MB, Einladung zur Podiumsdiskussion)

Einladung zur Podiumsdiskussion

Bauten und ihre Namen. Positionen aus Architekturgeschichte, Denkmalpflege und zeitgenössischer Kunst. Abschlusskolloquium zur Ausstellung "Hitlerbauten in Linz" im Museum NORDICO, Linz, 18.1.2013, 16-20.30 Uhr

Abschlusskolloquium  (Neues Fenster)

Vortrag

"Ihr sollt die Wahrheit erben"
Anita Lasker-Wallfisch berichtet über ihre Zeit als Cellistin im Frauenorchester von Auschwitz.
Kooperation des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte mit der Volkshochschule Linz am 9. November 2012

application/pdfIhr sollt die Wahrheit erben (283KB, Ihr sollt die Wahrheit erben)

Buchveröffentlichung

Birgit Kirchmayr: George Wozasek. Eine biografische Spurensuche, Linz: Wagner Verlag 2012
 
Seit 1980 ist DI George Wozasek Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Linz. Er wurde 1925 in Wien geboren und verbrachte seine Kindheit in Amstetten. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1938 wurden er und seine Familie aus ihrer Heimat vertrieben. Nach prägenden Jugendjahren in den USA kehrte George Wozasek 1951 nach Österreich zurück und baute sich hier beruflich wie privat eine neue Existenz auf. Die vorliegende Biografie begibt sich auf Spurensuche und gewährt Einblick in eine wechselvolle Lebensgeschichte, die auch ein Stück österreichische Zeitgeschichte repräsentiert.

Interview mit Marcus Gräser in den OÖNachrichten: "USA, Land der Widersprüche" im Vorfeld der amerikanischen Präsidentschaftswahl

Interview  (Neues Fenster) Interview

Einladung zur Buchpräsentation

application/pdfBuchpräsentation: "Eine biografische Spurensuche" von George Wozasek (76KB, Buchpräsentation: "Eine biografische Spurensuche" von George Wozasek)

9. Österreichischer Zeitgeschichtetag 3.-5.10.2012

Das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte richtet den 9. Österreichischen Zeitgeschichtetag aus, der vom 3. bis zum 5. Oktober 2012 unter dem Thema "Grenzenlos" an der Johannes Kepler Universität Linz stattfinden wird.

Das konkrete Programm entnehmen Sie bitte hier:

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.zeitgeschichtetag.jku.at

Radiosendung: Afrika im Focus

InterviewpartnerInnen: Veronika Wittmann und Franz Nuscheler
GestalterInnen der Radiosendung: Beate Helberger, Sonja Lummerstorfer, Johann Bergthaler
Linz, Juni 2012

audio/mpegVortrag (5.3 MB, Vortrag)

Antrittsvorlesung von Prof. Marcus Gräser

[05.06.2012] Die Johannes Kepler Universität Linz lud am Montag, 4. Juni 2012, zur Antrittsvorlesung von Univ.Prof. Dr. Marcus Gräser (Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte). Vor mehr als 100 Gästen hielt der Wissenschafter in den Repräsentationsräumen der Universität die traditionelle Vorlesung.
Vizerektor Friedrich Roithmayr freute sich, „dass die altehrwürdige Tradition der Antrittsvorlesungen an der JKU hochgehalten wird“. Es zeige die Verbindung von Tradition und Moderne, die die JKU auszeichne. „Nicht umsonst landete die Linzer Universität auf Rang 41 in einem weltweiten Ranking der ‚Times’, in der alle Universitäten, die weniger als 50 Jahre alt sind, bewertet wurden“, schloss der Vizerektor. Der Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der JKU, Prof. Teodoro Cocca, betonte die Leistungen des neuen JKU-Professors. Für ihn sei klar gewesen „dass Prof. Gräser ein Mann ist, den wir unbedingt an die Johannes Kepler Universität Linz holen müssen.“

Prof. Marcus Gräser analysierte in seinem Vortrag „Globalisierung als Erkenntnishaltung. Herausforderungen und Chancen für die Geschichtswissenschaft“ die Auswirkung der Erforschung des Globalisierungsprozesses auf die Geschichtsforschung. Der „Schub an Globalisierung in den letzten 20 Jahren hat dazu geführt, dass Menschen aufeinander treffen, die vorher keinerlei Bezug zueinander hatten.“ Dies erfordere eine Geschichtsforschung ohne Arroganz und ohne Zentrierung auf Europa. Aber daraus ergeben sich auch Chancen: „Eines meiner Projekte ist die Gegenüberstellung der USA und des Habsburgerreiches im 19. Jahrhundert.“ Solche Antipoden gemeinsam zu untersuchen sei neu und ermögliche „völlig neue Erkenntnisse“, schloss der Forscher.

application/pdfAntrittsvorlesung (30KB, Antrittsvorlesung)

Neuerwerbungen für das Archiv

Das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte hat aus dem Besitz der Familie Paseka-Trathen, Linz, einige seltene und zeithistorisch bedeutsame Publikationen geschenkt bekommen, wofür wir sehr dankbar sind. Unter den Publikationen befindet sich u.a. eines der wenigen noch erhaltenen Exemplare des Farbbildberichtes über das Linzer Landestheater 1941/42 "Bühnenschaffen im Krieg" sowie ein handkoloriertes Exemplar des "Austria Graphic Survey", einer materialreichen Statistik, die 1949 für den Gebrauch der amerikanischen Streitkräfte in Österreich zusammengestellt wurde. Die Bücher befinden sich im Archiv des Instituts und stehen wissenschaftlich interessierten Nutzerinnen und Nutzern nach Anmeldung zur Verfügung.

Ausstellung "Der Prozess - Adolf Eichmann vor Gericht"

Vom 19. März bis 11. Mai 2012 findet im Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes Linz die Ausstellung "Der Prozess - Adolf Eichmann vor Gericht" statt.
In Kooperation mit dem Landesgericht und den Oö. Landesmuseen veranstaltet das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte dazu zwei Begleitveranstaltungen:
- am 4. Mai 2012 das Zeitzeugengespräch mit Gabriel Bach, stv. Staatsanwalt im Eichmann-Prozess
       (15:30 Uhr, Landesgalerie Linz)
- am 10. Mai 2012 die Podiumsdiskussion "Adolf Eichmann und Linz" (17:00 Uhr, Landesgalerie Linz)

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den beigefügten Einladungen (PDF-Anhang)