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„Hochschule neuen Stils“: Buch zum JKU-Jubiläum erschienen


Als „Hochschule neuen Stils“ 1966 gegründet, blickt die JKU unter diesem Titel auf die vergangenen 50 Jahre und noch weiter zurück.

Als „Hochschule neuen Stils“ 1966 gegründet, blickt die Johannes Kepler Universität unter diesem Titel auf die vergangenen 50 Jahre und noch weiter zurück. Der erste Band einer Publikationsreihe beschäftigt sich mit der bis ins 16. Jahrhundert zurückgehenden Genesis der JKU, ihrer Grundsteinlegung und der anschließenden Entwicklung bis zur Installierung der Medizinischen Fakultät.

In den 1960er-Jahren geriet die österreichische Hochschulpolitik in starke Bewegung, nach einer Reihe erfolgloser Anläufe wurde in Linz der Wunsch nach einer Universität immer stärker. Am 8. Oktober 1966 war es schließlich soweit: Die JKU wurde gegründet. Ohne Beharrlichkeit gegenüber SkeptikerInnen und den einhelligen politischen Willen von Stadt und Land wäre sie nie entstanden.

Vor- und Querdenken, unkonventionelle Spielräume
Die Kepler Universität verstand sich stets als Magnet für Vor- und Querdenker mit unkonventionellen Spielräumen: Erstmals im deutschprachigen Raum eine Professur mit fachlicher Ausrichtung auf Datenverarbeitung und die Entwicklung des Studiengangs Wirtschaftsinformatik sind ein Beispiel, die Institutionalisierung der Forschung zum Nationalsozialismus am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte ein anderes. Meilensteine wie erstmals in Österreich ein Informatik-Studium oder das weltweit erste Mechatronik-Studium folgten.

Die Geschichte der JKU in sechs Kapiteln
• Die „lange Vorgeschichte“ – von der evangelischen Landschaftsschule ins Jahr 1945 (1574-1945)

• Die Gründung – von den ersten Hochschulbestrebungen nach Kriegsende bis zur Eröffnung der Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (1945-1966)

• Die Aufbauphase – der lange Weg zur Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und die Transformation zur Johannes Kepler Universität Linz (1966-1978/79)

• Universitärer Alltag und Innovationen (1979-1993)

• Umbrüche – von der halbautonomen zur autonomen Universität (1993-2004)

• Expansion und weitere Öffnung (2004-2016)

„Kreativität, Mut und Entschlossenheit ist es, was unsere Hochschule in den vergangenen Jahrzehnten ausgezeichnet hat und bis heute ausmacht“, erklärt Rektor Meinhard Lukas. „Die Medizinische Fakultät, das international ausgerichtete Linz Institute of Technology (LIT) für technologische Lehre und Forschung sowie die Linz School of Science als starke Plattform für die Grundlagenforschung sind jüngste Belege dafür.“

Kritische, ungeschönte Analyse
Das nunmehr erschienene Buch sei bewusst nicht als Festschrift konzipiert, betont Lukas. „Neben Zahlen, Daten und Fakten legen die AutorInnen – Univ.-Prof. Marcus Gräser, Vorstand des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, und seine KollegInnen Maria Wirth und Andreas Reichl – eine teils auch kritische, ungeschönte Analyse vor. Eine Organisation, die Studierende zum kritischen Denken anleitet, muss sich auch mit ihrer eigenen Geschichte differenziert auseinandersetzen.“

Studienpräsentation im März
Im März 2017 wird ein weitere Studie zum 50-Jahr-Jubiläum der Johannes Kepler Universität präsentiert. Verfasst von Herman Rafetseder analysiert sie die Geschichte des JKU-Geländes, unter besonderer Berücksichtigung der NS-Zeit im Raum Auhof-Dornach.

50 Jahre Johannes Kepler Universität Linz – Eine „Hochschule neuen Stils“
Maria Wirth / Andreas Reichl / Marcus Gräser
Böhlau Verlag
260 Seiten, 30 Euro
ISBN 978-3-205-20414-5

Rektor Meinhard Lukas, die AutorInnen Maria Wirth, Andreas Reichl und Univ.-Prof. Marcus Gräser (Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte) bei der Buchpräsentation in der JKU SciBar (v.l.)



Buchpräsentation: 50 Jahre Johannes Kepler Universität Linz. Eine Hochschule neuen Stils


Die Johannes Kepler Universität Linz wurde 1966 als Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften eröffnet. Sie ist als „Hochschule neuen Stils“ entstanden und rasch gewachsen. Nachdem sie zunächst nur aus einer Fakultät für die Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften bestand, wurde bald auch der Studienbetrieb an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät aufgenommen. Die Einrichtung einer eigenen Rechtswissenschaftlichen und zuletzt auch einer Medizinischen Fakultät folgten.

Das Buch beschäftigt sich mit der Geschichte der ersten Campus-Universität in Österreich – von den bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Bestrebungen, in Linz eine höhere Schule zu etablieren über den Entstehungsprozess nach 1945 bis hin zur Entwicklung in die Gegenwart.

Es stellt die erste von zwei Publikationen zum 50-Jahr-Jubiläum dar, ist reich bebildert und umfasst zahlreiche Statistiken zur Universitätsentwicklung.

Programm:
Begrüßung durch Rektor Meinhard Lukas
Buchvorstellung durch Marcus Gräser, Maria Wirth und Andreas Reichl

Datum: Freitag, 16. Dezember 2016, 11:00 Uhr
Ort: JKU SciBar, Linzer Hauptplatz

Kontakt: Andreas Reichl, DW 7994, andreas.reichl(/\t)jku.at



Invitation to the special event of the Austro-American Society Upper Austria


INAUGURATION OF THE 45TH PRESIDENT OF THE U.S.
In the U.S., the inauguration is the ceremony that begins a new four-year term of an administration. Together we will watch as the Chief Justice of the Supreme Court administers the oaths of office to the next president and vice president, Donald Trump and Mike Pence respectively. Following the ceremony, Univ.-Prof. Dr. Marcus Gräser, Head of the Department of Modern History and Contemporary History at JKU and Norman Thatcher Scharpf, Counselor for Management Affairs from the U.S. Embassy in Vienna, will discuss the events.

WHERE: Kepler Salon, Rathausgasse 5, 4020 Linz
WHEN: Friday, January 20; 6:00 p.m.

application/pdfProgramm (618KB)


ROM-Stipendium für Mag. Wurzer

Markus Wurzer, Assistent am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, wurde ein ROM-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien zuerkannt.
Wurzer ist seit Oktober 2016 als Assistent und Karenzvertretung von Regina Thumser-Wöhs am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte tätig. Ihm wurde das ROM-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien für einen viermonatigen Forschungsaufenthalt am renommierten Österreichischen Historischen Institut in Rom zuerkannt. Das Stipendienformat richtet sich an hoch qualifizierte WissenschaftlerInnen aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte, Altertumswissenschaften, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft sowie Kirchengeschichte und -recht, deren Projekte einen thematischen Bezug zu Rom oder Italien aufweisen. Wurzer hat sich mit seinem Dissertationsprojekt „Südtiroler Amateurfotografie aus dem Italienisch-Abessinischen Krieg 1935–1941: Selbstbilder – Fremdbilder – Kriegsbilder“ beworben.
Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit privaten Fotopraktiken Südtiroler Soldaten im Italienisch-Abessinischen Krieg (1935–41). Wurzer untersucht wie die Modi und Inhalte des Fotografierens mit diesem spezifischen Kontext korrelieren, welche Erzählungen in Fotoalben durch das Arrangement von Fotografien und Text entwickelt wurden und welche Rolle diese visuellen Zeugnisse in den Familiengedächtnissen spielen.
Das Stipendium will Wurzer nützen, um für sein Dissertationsprojekt in verschiedenen Archiven und Bibliotheken wie dem Archivio Storico Luce und der Biblioteca nazionale centrala di Roma zu recherchieren. „Darüber hinaus“, meint Wurzer, „bietet mir das Stipendium die Gelegenheit mit hervorragenden, internationalen ForscherInnen aus verschiedenen Disziplinen ins Gespräch zu kommen.“
Im Dezember 2016 tritt Wurzer das Stipendium an. Das IFZ wünscht einen interessanten und ertragreichen Forschungsaufenthalt in Rom!



Afrika – Zugänge und Einordnungen. 3. Workshop zur Afrikaforschung in Österreich

Vom 17. bis 18. November 2016 fand der mittlerweile dritte Workshop zur Afrikaforschung in Österreich statt. Nach den beiden erfolgreichen Treffen in Wien (2014) und Innsbruck (2015) waren 16 Afrika-Forschende diesmal nach Linz eingeladen, um im Rahmen der von Thomas Spielbüchler und Markus Wurzer (beide IFZ Linz) organisierten Tagung laufende oder abgeschlossene Projekte vorzustellen und diese gemeinsam zu diskutieren. Die Keynote Lecture hielt Jean-Philippe Zouogbo (Université Paris-Sorbonne) über „Westafrikanische Sprachen: Aus dem patrimonialen Eingeschlossensein zu Entwicklungsmitteln“. Ein Tagungsband steht in Vorbereitung.



Keplers „Rudolfinische Tafeln“: Gouverneur Nowotny beschenkte JKU

Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny hat der JKU zu ihrem 50. Geburtstag ein besonderes Geschenk gemacht: ein Exemplar der 1627 veröffentlichten „Rudolfinischen Tafeln“, eines der bedeutendsten Werke Johannes Keplers.
Die „Tabulae Rudolphinae“, eine Sammlung verschiedener Tafeln und Regeln zur Vorhersage der Planetenstellungen, leiteten in der Entwicklung der astronomischen Wissenschaft eine neue Epoche ein. Sie waren das letzte große Werk, das zu Keplers Lebzeiten erschienen ist, und gelten als beachtliche Leistung in praktischer Sternen- und Himmelskunde.

Grundlage zahlreicher astronomischer Berechnungen
Bis zum 18. Jahrhundert war der Band Grundlage zahlreicher astronomischer Berechnungen. Der englische Mathematiker und Physiker Sir Isaac Newton beispielsweise nützte Keplers Erkenntnisse für die Formulierung seiner Theorie der Gravitationskraft. Die Tafeln dienten auch zur Vollendung der Reform des Chinesischen Kalenders.
„Ich denke, es ist hier an einem guten Platz“, so Nowotny, der alte Bücher sammelt und die „Rudolfinischen Tafeln“ ersteigert hat, über sein Geschenk. „Eine große Ehre, dass der Namensgeber unserer Universität nun auch auf diese Weise an der JKU vertreten ist“, erklärt Rektor Meinhard Lukas dankbar. „Wir werden für das wertvolle Buch einen speziellen Platz finden.“

Enger Bezug zur JKU
Der Bezug von Gouverneur Nowotny zur Kepler Universität ist ein enger: Von 1967 bis 1971 war er zunächst Assistent und dann Dozent an der JKU, 1972 habilitierte er hier in Volkswirtschaftslehre. Von 1973 bis 1982 war Nowotny Universitätsprofessor in Linz und Vorstand des Instituts für Finanzwissenschaften.

v.l.n.r.: Ingrid Nowotny, Rektor Meinhard Lukas, Institutsvorstand Marcus Gräser und Gouverneur Ewald Nowotny mit den "Rudolfinischen Tafeln"



Mittwochskolloquium

Herzliche Einladung zum gemeinsamen Mittwochskolloqium des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, des Instituts für Gesellschafts- und Sozialpolitik und der Kunstuniversität.


In memoriam Isabella Matauschek




Das Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte trauert um Universitätsassistentin Dr.in Isabella Matauschek, die am 9.3.2016 im Alter von 45 Jahren ihrer schweren Krankheit erlegen ist.

Isabella hat Geschichte und Germanistik (mit einem Schwerpunkt in der Skandinavistik) an den Universitäten Wien und Kopenhagen sowie an der Université de Bourgogne studiert. Am Europäischen Hochschulinstitut Florenz wurde sie 2002 mit einer Arbeit über die niederländischen und dänischen Hilfsaktionen für österreichische Kinder nach dem Ende des Ersten Weltkriegs promoviert. Bereits während der Promotion und danach hat Isabella in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten an den Universitäten Wien und Oxford sowie am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen mitgearbeitet. Das Spektrum ihrer Interessen reichte weit – und auch ihre Einsatzmöglichkeiten als Historikerin waren vielfältig: Sie hat die historischen Buchbestände im Stift Klosterneuburg im Rahmen des von der Österreichischen Nationalbibliothek koordinierten Projekts zu den historischen Buchbeständen in Österreich aufgearbeitet und zugleich eine Ausstellung über die Kinderhilfsaktionen nach dem Ersten Weltkrieg für das Österreichische Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum in Wien konzipiert und kuratiert.

2004 trat Isabella in den Dienst der JKU: Bis 2010 war sie am Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz tätig und seit 2010 wirkte sie am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte. Hier trieb sie ihr Habilitationsvorhaben voran, das sich unter dem Titel „Business Talk“ mit den Formen der Begegnung zwischen Europa und Südostasien im Kontext der niederländischen Ostindien-Handelskompanie in der Frühen Neuzeit beschäftigte. Isabella hat damit am Institut die strategische Neuorientierung in Richtung Globalgeschichte vorbereitet und auch durch ihre Lehrveranstaltungen mit dazu beigetragen das Leitbild „Educating Global Citizens“ in den Studiengängen zu etablieren. Sie hat in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Aufsätze aus dem Themenfeld ihres großen Forschungsprojekts veröffentlicht; 2013 wirkte sie als Fellow am Centre for Research in the Arts, Social Sciences and Humanities der Universität Cambridge (CRASSH) und am dortigen Wolfson College. Isabella verfügte über stupende Sprachkenntnisse, die im Rahmen des Projekts über die Ostindienkompanie ihr Augenmerk vor allem auf das Feld der Übersetzungen und der Kompilation von Wörterbüchern gerichtet haben. Zugleich interessierte sie sich, wie der Titel einer ihrer letzten Aufsätze lautete, für „Exotic Knowledge as Commodity“: In der Herstellung, im Vertrieb und in der Lektüre von Wörterbüchern und Reiseberichten wuchs die frühneuzeitliche Welt zusammen.

Isabella hat ihrer schweren Krankheit in den letzten Jahren vieles abgetrotzt und dabei enorme Haltung bewahrt. Sie hat sich nach Kräften am Institut engagiert und zuletzt noch die Federführung im „Mittwochskolloquium“, das das Institut gemeinsam mit dem Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik und dem Institut für Kulturwissenschaften der Kunstuniversität durchführt, übernommen – und dabei auch die alte akademische Sitte der Fortführung der Diskussion bei Speis und Trank sehr geschätzt. Gerne hätten wir noch weiter mit Isabella diskutiert, gestritten, gelacht, gegessen und getrunken. Wir vermissen sie.

Marcus Gräser