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KS Dokumentation und Medien (236.028)

Beschreibung: Fotografien als Trägerinnen von Erinnerung

Kursleiter: Markus Wurzer
2 SeWstd / 3 ECTS (307EGEKDUMK10)

„Pics or it didn’t happen“ ist eine populäre Phrase, die man aktuell auf sozialen Medien finden kann. Sie wird benutzt, um UserInnen aufzufordern, unglaubwürdige Behauptungen zu verifizieren. Gleichzeitig verdichtet sich in der Phrase eine kulturelle Praktik, die im Rahmen des Kurses näher beleuchtet werden soll: Fotografien spielen seit ihrer Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts und Popularisierung in den 1930er Jahren in (historischen) Alltagskulturen nicht nur als nicht infrage stellbare Evidenz- sondern auch als Erinnerungsträgerinnen eine zentrale Rolle. Wie und vor allem was erinnert wird, wird in hohem Maße vom Medium der Fotografie geprägt. Oder um es überspitzt zu formulieren: Was fotografisch nicht festgehalten wurde, fand in der Wahrnehmung mancher ZeitgenossInnen nie statt. Im Rahmen des Kurses setzten sich Studierende mit dem Zusammenhang von Erinnerung und Fotografie auseinander: Sie lernen theoretische Grundlagen der Gedächtnistheorie kennen, beschäftigen sich darauf aufbauend in Form von empirischen Fallbeispielen mit Fotografien als Trägerinnen von Lebenserinnerungen. Dabei werden Akteure und Funktionen von privater Fotopraxis sowie die Bedeutung von Fotografien für die Dokumentation von Biografien im Kontext von milieuspezifischen Familiengedächtnissen erörtert.