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2009

(zusammengefasst aus den Texten von) ALFONS KRIEGLSTEINER (05.05.2009 und 18.04.2009, OÖN Textarchiv)

Als "gelungenste Marketing-Veranstaltung für die Physik" bezeichnete Herbert Kalb, Vizerektor der Johannes Kepler Universität, die Verleihung der Wilhelm-Macke-Preise für die drei besten Diplomarbeiten von JKU-Physikabsolventen. Bei der Präsentation drängten sich in einem Hörsaal mit 220 Sitzplätzen über 300 Zuhörer, Physikstudenten, Oberstufenschüler und ihre Lehrkräfte. Kalbs Fazit: "Nicht nur sex sells - auch Wissenschaft".

Nach der Präsentation der drei Diplomarbeiten entscheidet jeweils das Publikum über den oder die Sieger des Bewerbs. Diesmal waren es zwei: Christoph Keplinger und Martin Kaltenbrunner erhielten für ihre gemeinsame Diplomarbeit "Gummi lässt die Muskeln spielen" den Hauptpreis von 2400 Euro. Ihre Arbeit beschreibt die Steuerungsmöglichkeiten für künstliche Muskeln.


Diese Muskeln lassen selbst Arnie erblassen

Ein Hauch von Hollywood wehte durch die Kepler-Uni, als Christoph Keplinger "künstliche Muskeln" spielen ließ: Zum Einstieg bot er einen Ausschnitt aus "Terminator 3", am Ende gewann er den Wilhelm Macke Award.
Eigentlich ist es eine Doppeldiplomarbeit, die Keplinger stellvertretend für seinen Ko-Autor Martin Kaltenbrunner aus Gmunden dem Publikum präsentierte. Kaltenbrunner durfte die von beiden entwickelte Methode, mit der sich Formänderungen von Kunststoffen elektrisch steuern lassen, zeitgleich auf einer Fachtagung in San Francisco vorstellen.

Unter dem Titel "Gummi lässt die Muskeln spielen" startete Keplinger eine Performance der Extraklasse. Gekonnt bezog er das Publikum ein, zeigte einen Bionik-Armsensor, ließ Arnold Schwarzenegger in einem Filmausschnitt auftreten und beeindruckte durch viel Charisma.

Am Institut für Experimentalphysik, Abteilung "Physik weicher Materie", gewinnt das Forscherduo die "Muskelmasse" für seine Experimente mit gummiartigen Klebebändern, die elektrische Signale in Bewegung umsetzen. Um sie "zum Leben" zu erwecken, bringt man auf beiden Seiten dehnbare Elektroden an und versorgt diese mit elektrischer Spannung. Die Ladungen ziehen sich zusammen, das Band wird zusammengedrückt und dehnt sich seitlich aus - wie ein wassergefüllter Luftballon, den man auf den Boden fallen lässt.

Auf eine Overhead-Folie geklebt, bringen die künstlichen Muskeln bei Kontakt mit einem Frequenzgenerator ihre Unterlage zum Vibrieren. Die Folie gibt dabei Töne ab, die man im Mikrofon hören kann. Solche künstliche Muskeln ermöglichen die Entwicklung neuer technischer Systeme.

Für den Sieg gab's 2400 Euro Preisgeld und die Wilhelm Macke Trophäe. Im Finale knapp geschlagen: Sebastian Frank (Thema "Antimaterie") und Johannes Mayrhofer (Thema "Bose-Einstein-Kondensat").