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Die Bedeutung des Forschungsgebietes für Theorie und Praxis

Die Themengebiete Entrepreneurship, Intrapreneurship, Unternehmensgründung, -nachfolge und -entwicklung haben in den letzten Jahren auf internationaler sowie auf nationaler Ebene in Forschung und Praxis markant an Bedeutung gewonnen.

Der Förderung des Entrepreneurship-Gedankens, der Sensibilisierung für die Karriereoption Selbständigwerden sowie der konkreten Unterstützung von Start-Up-UnternehmerInnen und NachfolgerInnen als auch von ExpertInnen in der Gründungsinfrastruktur wird auch seitens der EU zentrale Bedeutung zugemessen: Entrepreneurship zählt aus Sicht der EU zu den acht Schlüsselqualifikationen zur Förderung des lebenslangen Lernens.

Entrepreneurship Education ist in den USA bereits seit langem weit verbreitet. Etwa 2000 Hochschulen verfügen über Entrepreneurship-Programme. Die Anzahl der Entrepreneurship-Professuren ist dzt. trotz erhöhter Anstrengungen im europäischen Raum in den USA noch immer etwa viermal so hoch wie in Europa. Insbesondere im deutschsprachigen Raum ist ein starker Zuwachs entsprechender Institute zu verzeichnen: Zu Beginn 2006 waren 50 Existenzgründungsprofessuren besetzt.

Forschungs- und Praxisprojekte sowie die Beteiligung an nationalen und internationalen Forschungsprojekten bieten die Gelegenheit, den Themenbereich Entrepreneurship und Intrapreneurship an der JKU weiterzuentwickeln und die JKU aufgrund von Benchmarkdaten als regionalen Gründungsmotor und „Entrepreneurial University“ zu positionieren.

Es gilt dabei, SOWI-Studierenden der JKU die berufliche Alternative der Selbständigkeit näher zu bringen und durch praxisorientierte Ausbildung Gründungsmotivation und –potenzial zu erhöhen. Darüber hinaus ist in einem weiteren Schritt insbesondere die Einbindung der technisch-naturwissenschaftlichen Studienrichtungen in das Thema Entrepreneurship von wesentlicher Bedeutung, da einerseits technikorientierte Start-Ups als besonders wachstums-trächtig angesehen werden und entsprechende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genießen, andererseits aber gerade bei dieser Zielgruppe Defizite hinsichtlich ihrer Gründungs-kompetenzen bestehen. Darüberhinaus wird auch mit anderen Hochschulen der Region (Uni-versität für Gestaltung Linz, FH Oberösterreich) in der Lehre kooperiert.

Im Rahmen der Lehre ist Studierenden das notwendige betriebswirtschaftliche und integriert auch sozial-kommunikative Rüstzeug zu vermitteln. Gründungskompetenz sowie Führungs-, Organisations- und Beratungskompetenz für kleine und mittlere Unternehmen müssen vermittelt werden. Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, weil fast die Hälfte der SoWi-AbsolventInnen der JKU in KMU tätig ist. Angesichts einer meist mehrjährigen Latenzzeit zwischen Studienabschluss und Unternehmensgründung ist darüber hinaus auch die Unterstützung der AbsolventInnen durch Weiterbildungsangebote wichtig.


Ziele des Instituts

Hauptziele der Arbeit des Intituts sind daher:

•Positionierung und Entwicklung des Themenbereiches Entrepreneurship/Intrapreneurship insbesondere an der JKU
•Sensibilisierung der Studierenden der JKU für die Entwicklungsoption Selbständigwerden, um das Gründungs- und Nachfolgepotenzial mittelfristig zu erhöhen
•Aus- und Weiterbildung von Studierenden für eine Tätigkeit in der Gründungsinfrastruktur (GründungsberaterInnen iwS)
•Aufbau eines Netzwerks und permanenter Kontakt mit Wirtschaft und Praxis
•Interdisziplinäre Grundlagenforschung in den Bereichen Entrepreneurship, Intrapreneurship, Unternehmensgründung, -nachfolge und -entwicklung
•Angewandte Forschungsprojekte und Praxisprojekte in Kooperation mit der Wirtschaft zur Unterstützung von GründungsinteressentInnen, Start-Ups und KMU.



Konzeptionelle Überlegungen

Beim Themenfeld Entrepreneurship und Intrapreneurship handelt es sich um eine Querschnittskompetenz. Einerseits gilt es Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung im Themenbereich Unternehmensgründung, -übernahme und -entwicklung durchzuführen. Andererseits ist es ein zentrales Anliegen des IUG, VertreterInnen der Praxis umfas-send in Lehre und Forschung einzubinden. Den Studierenden sollen praxisorientiert Kompetenzen in Bereichen wie Kreativität/Ideengenerierung, Arbeit im Team, Förderungen, Finanzierung, Recht, Steuern, betriebliches Rechnungswesen etc. – jeweils fokussiert auf Unter-nehmensgründung und Entwicklung von KMU - vermittelt werden. Durch laufende Einbeziehung von etablierten UnternehmerInnen und JungunternehmerInnen als role models soll implizites Praxiswissen vermittelt und eine positive Einstellung gegenüber Unternehmertun erreicht werden. Von zentraler Bedeutung sind der Ausbau des bestehenden Netzwerkes zu FachexpertInnen aus Forschung und Praxis, die Teilnahme an internationalen und nationalen Projekten sowie die Durchführung von Praxisprojekten. Durch die systematische Kooperation mit Forschungs- und Beratungseinrichtungen der Gründungsinfrastruktur soll auch deren Zusammenarbeit gefördert werden.

Im Entrepreneurship-Kontext lassen sich Kontextfaktoren, notwendige Ressourcen und Inputs in den Phasen Gründung, Entwicklung und Nachfolge und letztendlich das öffentliche Umfeld als Systembausteine ableiten. Zu diesem Zweck wird von einem 3-Stufen-Modell ausgegan-gen, das sich aus einer Impulsphase, einer koordiniert-kollaborativen und einer integriert-kooperativen Phase zusammensetzt.

•Die isoliert fördernde/impulsgebende Phase kann durch folgende Eigenschaften charakterisiert werden: Die Universität beschränkt sich in diesem Bereich eher auf eine Analyse und Reflexion des Gründungs- bzw. Nachfolgeumfeldes bzw. der Einflussfaktoren der Unternehmensgründung sowie der Unternehmensnachfolge, tritt konventionell auf und kann in weiterer Folge auch empirisch als externe Instanz bzw. als gelegentlicher Ratgeber eingesetzt werden. Die Forschung in dieser Ebene wird sich auf eine theoretische Ebene reduzieren bzw. punktuelle Auftragsforschung beinhalten.
•Die Phase des koordiniert/kollaborativen Vorgehens ist durch folgende Wesensmerkmale zu charakterisieren: Das IUG steht beratend und analytisch in einem kontinuierlichen Dialog mit der Praxis. Im Hinblick auf die Forschung und deren praktischen Umsetzung dominiert in dieser Phase des koordinierten Vorgehens der permanente Dialog. In Kooperation mit der Wirtschaft erfolgen die einzelnen Teilprojekte. Von der Grundlagenforschung ausgehend erfolgt der Abbau von Gründungs- und Nachfolgebarrieren. Im Hinblick auf die Implementierung werden Unternehmen, Unternehmensübergeber und -nachfolger bzw. die einzelnen externen Anspruchsgruppen wie Berater und Banken eingebunden.
•Für die integriert und netzwerkorientierte Phase sind folgende Merkmale bedeutsam: Im Bereich der Analyse und Reflexion von unternehmerischen Problemen im Gründungs- und Nachfolgeszenario agiert das Institut in dieser Phase als Unternehmer und kann beispielsweise betriebswirtschaftliche Beratungs- und Coachingaufträge annehmen und koordinieren sowie Weiterbildungsmaßnahmen für Absolventen, Gründer und Nachfolger setzen, wobei hier ein hoher Reputationsgrad als neutrale Instanz erreicht werden sollte. Dennoch ist auf Autonomie in der Grundlagenforschung zu achten, da nur so eine wirkliche Innovationskraft gewährleistet werden kann.



Nationale und Internationale Einordnung des Forschungsgebietes Entrepreneurship

Die zunehmende Bedeutung des Forschungsgebietes Entrepreneurship hat auch im deutschsprachigen Raum dazu geführt, dass Gründungen durch HochschulabsolventInnnen und -mitarbeiterInnen massiv gefördert werden(z.B. EXIST in Deutschland, das A+B-Programm in Österreich). Mit der Zahl der einschlägigen Professuren ist auch die Anzahl der Forschungsprojekte und Publikationen deutlich gestiegen. Trotzdem bestehen in der Gründungsforschung noch viele offene Fragen, z.B. in den Bereichen

• Effizienz und Effektivität von Gründungsfördermaßnahmen (Wirkungsmessung)
• Zielgruppenspezifische Gründungshemmnisse und Förderansätze
• Gestaltung der Unternehmensnachfolge
• Markteintrittsstrategien und Marketing von neu gegründeten Unternehmen
• Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers in Start-Ups und KMU
• Finanzierung insbesondere in der Gründungs- und Frühphasenförderung und Effizienz von Förderkrediten
• Geschlechtsspezifische Unterschiede im Gründungsverhalten
• Zusammensetzung von Gründungsteams
• Internationalisierung von Start-Ups (Born Globals)
• Gestaltung der Unterstützung durch Inkubatoren (Spin-Off-Gründungen)
• Umsetzungsorientierte Gestaltung von Entrepreneurship Education Programmen
• Lern- und Problemlöseverhalten von GründerInnen und JungunternehmerInnen


Dabei ist angesichts der Breite der Problemstellungen von einer interdisziplinären Behandlung dieser Fragestellungen unter Einsatz einer Methodenvielfalt auszugehen. Gerade im Themenbereich Entrepreneurship sind praxisrelevante Forschungsfragestellungen von besonderer Bedeutung. Zur Intensivierung der Umsetzung der Forschungsergebnisse bietet sich eine Zusammenarbeit zwischen Experten aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, aus der Gründungsinfrastruktur und Beratungsunternehmen an.

Angesichts der beschränkten personellen Kapazität und der sehr hohen Lehrbelastung am IUG erfolgt eine Schwerpunktsetzung auf aktuell von Wissenschaft und Praxis als wirtschaftspolitisch besonders bedeutsame eingeschätzte Themen (wie z.B. Unternehmensnachfolge, Mitarbeiterbeteiligung) sowie auf bedeutsame Themenbereiche mit noch teils geringer Rezeption in der Praxis (z.B. Gesundheitsförderung in Start-Ups, Internationalisierung von Jungunternehmen, Programmevaluation). Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlich führenden Entrepreneurship-Instituten im In- und Ausland im Rahmen gemeinsamer Forschungs- und Lehrprojekte.

Das IUG ist auch in die internationaln Netzwerke im Bereich der KMU- und Entrepreneurshipforschung eingebunden (z.B. Rencontres de St. Gall, G-Forum, EECPCL-Programm von EFER/Harvard Business School)