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Ursula Lagger: Griechische Gerichtsreden als Quelle für Konsum- und Kaufverhalten?

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Aus der griechischen Antike sind über 100 Gerichtsreden überliefert, die sich an den athenischen Durchschnittsbürger, der von der Schuld bzw. Unschuld des Gegners überzeugt werden sollte, richteten. Die Reden stammen vor allem aus der Feder der sogenannten zehn attischen Redner, zu denen auch Lysias, Demosthenes und Aischines gezählt werden. Viele dieser Reden bieten auch Einblicke in das antike Wirtschaftsleben, wie zum Beispiel über konsumierte Güter und die dahinter liegenden Motive für den Erwerb.

Eigentumsverhältnisse der Prozessgegner werden dabei ebenso angesprochen und vor den Zuhörern analysiert wie deren Kauf- und Konsumverhalten. Hinweise auf übermäßigen Konsum bestimmter (Luxus-)Güter oder einen verschwenderischen Umgang mit dem ererbten Vermögen werden strategisch gezielt eingesetzt, um den Gegner zu diskreditieren und in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Anhand ausgewählter Beispiele wird nach den (unterstellten) Motiven zum Erwerb bestimmter Güter gefragt und versucht, auf soziale Relevanz von Formen des Konsums zu schließen.