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Peter Mauritsch: Lebensunterhalt(ung). Lukians Hetärengespräche als mikroökonomische Fallstudien

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Mit zunehmendem Komplexitätsgrad einer Gesellschaft gehen immer mehr ihrer Mitglieder der Autarkie verlustig. Der dadurch unerläßlich werdende Erwerb alltäglicher Güter – notwendiger ebenso wie überflüssiger – treibt mit dem Entstehen von Käufern und Verkäufern den Ausdifferenzierungsprozeß der Gesellschaft noch weiter. Gleichzeitig entsteht mit dem Versorgungsprozeß eine munter sprudelnde Kommunikationsquelle, denn die merkantile Interaktion bildet ein spezifisches Sprachspiel aus, in dem die Teilnehmer entweder auf wertsteigernde (Verkäufer) oder -mindernde (Käufer) Facetten des Handelsgegenstandes hinweisen, um so den Preis zu maxi- bzw. minimieren. Doch das (Ver-)Kaufgespräch bleibt nicht im Abwägen der Ware stecken, die Reaktionen der Verhandlungspartner – unter Berücksichtigung ihrer emotionalen Gestimmtheit – werden ebenso beobachtet und (zum Teil bereits im Vorfeld) für die Verhandlungsstrategie genutzt. Einen lebendigen Einblick in dieses antike Kommunikationsspiel bieten Lukians Hetärengespräche, sie sind somit – trotz ihres literarisch-künstlerischen Anspruchs – geeignet als Basis für einige Beobachtungen zum antiken Konsumverhalten.