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Der Historikertag findet in den Repräsentationsräumen im Uni-Center der JKU statt. ...  mehr zu Tagungsort (Titel)


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Claus Oberhauser: Die Berichte des britischen Geheimagenten Alexander (Maurus) Horn (1762-1820) von 1805 bis 1811

Alexander Horn wurde am 28. Juni 1762 in Schottland geboren und führte nach seiner Übersiedlung nach Regensburg ab 1778 den Namen Maurus. Er fungierte in Regensburg als Bibliothekar. Die Französische Revolution veranlasste ihn dazu, politisch tätig zu werden.
Sein Wille zur politischen Partizipation spiegelte sich ab ca. 1790 in seiner Tätigkeit als offiziöser Beauftragter für Besuche und Anlässe am Immerwährenden Reichstag in Regensburg wider. Ab ca. 1805 war Horn als Geheimagent in Linz, Brünn, Wien oder auch Znaim tätig und schickte Berichte nach London. 1809 spielte er als Vermittler eine wichtige Rolle in Hinsicht auf englische Subsidien für die Revolte in Tirol.

In den Fokus der Untersuchung rückt mit Maurus (Alexander) Horn ein von der Geschichts-forschung bis jetzt nachlässig behandelter Akteur, der eine Vielzahl von offiziellen, diplomatischen und Geheimdokumenten hinterlassen hat, welche unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert werden sollen. Dabei werden Horns Wahrnehmungsmuster besprochen. In seinen Berichten werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Großbritannien und dem Reich offenbar und verschiedene Ordnungskonzepte werden diskutiert sowie in-frage gestellt. Als kultureller Akteur, der als Geheimagent vom Vertrauen seines Gegenübers abhing, war es Horns Aufgabe als Vermittler zwischen zwei Welten zu fungieren. Durch die Fokussierung auf einen eher unbekannten Akteur, der jedoch direkt am alltäglichen Gesche-hen teilnahm, können die Aushandlungsprozesse und sozialen Realitäten hinsichtlich diplomatischer, politischer und soziokultureller Beziehungen sowie Verflechtungen in actu be-schrieben werden.