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Der Historikertag findet in den Repräsentationsräumen im Uni-Center der JKU statt. ...  mehr zu Tagungsort (Titel)


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Karlo Ružičić-Kessler: Italiens Nachbarschaftspolitik im frühen Kalten Krieg

Italien hatte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zwei große außenpolitische und territoriale Auseinandersetzungen zu bewältigen. Zum einen wurde die Frage der staatlichen Zugehörigkeit Südtirols neu aufgeworfen und von der österreichischen Politik aufs internationale Parkett gebracht. Zum anderen stellte das kommunistische Jugoslawien Ansprüche auf weite Teile des Nordostens Italiens, inklusive Triest. Dieser Vortrag wird beide Themenfelder analysieren und die italienischen Bemühungen um territoriale Integrität im Kontext des frühen Kalten Krieges betrachten. Dabei kann festgestellt werden, dass von Anfang an die behandelten Themen miteinander verknüpft waren und in den Ge-sprächen mit ausländischen Politikern und Diplomaten oft als Einheit verstanden wurden. Die Haupt-fragen dieses Vortrages werden folgende sein: Welche Bemühungen wurden von Rom unternommen, um sich gegen Gebietsforderungen zu schützen? Welche Bedeutung hatten die ausländischen Vertretungen und Karrierediplomaten für die Erfüllung dieser Ziele? Wie wurde den italienischen Rivalen (Österreich und Jugoslawien) von 1945 bis zur Unterzeichnung des italienischen Friedensvertrages begegnet? Welche Bedeutung hatte die Frage von Triest in den internationalen Beziehungen bis zum Londoner Memorandum von 1954? Für die Auswertung dieser Fragen werden bisher vernachlässigte Archivalien aus mehreren italienischen Archiven sowie Primärquellen aus anderen europäischen Staa-ten und den USA verwendet.