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Aloyz Ivaniševic: Kroatische Regionalküchen im 19. und 20. Jahrhundert im kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontext

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Anhand der vergleichenden Kochbuchanalyse aus den zwei im Titel genannten Jahrhunderten werden verschiedene „fremde“ Einflüsse (deutsche, österreichische, ungarische, böhmische, italienische, osmanisch-türkische u.a.) auf die kroatischen Regionalküchen untersucht und in den sprachlichen, kulturellen und gesamtgesellschaftlichen Kontext gestellt. Dabei werden die ersten Kochbücher in kroatischer Sprache einer besonders intensiven Analyse unterzogen. Die einzelnen regionalen und Regionen übergreifenden Einflüsse werden vor allem auf Grund der Fachterminologie und deren Wandels im genannten Zeitraum untersucht. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage der „kroatischen Nationalküche“ und sogenannten Nationalspeisen sowie der Autochthonität einzelner Regionalküchen problematisiert. Weiters werden die Essgewohnheiten der Bevölkerung und Ess- und Trinkkulturen in verschiedenen kroatischen Regionen – nach gesellschaftlichen Schichten und in verschiedenen Zeiträumen - diskutiert. In diesem Zusammenhang werden auch das Thema Nahrung als bloßes Sättigungsmittel im Kontext der Nahrungsmängel und Hungersnöte erörtert. Ein weiterer Themenkomplex wird die Rolle des Kochens und Essens bei diversen gesellschaftlichen (Groß-)Ereignissen, religiösen Feiern und Familienfesten und deren Kontinuität und Wandel im Laufe der Zeit sein. Im Referat, das Epochen übergreifend konzipiert ist, wird auch die Frage erörtert, inwieweit sich große gesellschaftspolitische Einschnitte und Brüche mittel- oder langfristig auf die Esskultur in Kroatien und dem gesamten südslawischen Raum ausgewirkt haben.