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Tagungsort

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Der Historikertag findet in den Repräsentationsräumen im Uni-Center der JKU statt. ...  mehr zu Tagungsort (Titel)


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Inhalt:

Jana Stráníková: Die Erziehung und Bildung von Mädchen aus Handwerkerfamilien in Böhmen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Die Handwerkerschaft des 19. Jahrhunderts gilt als eine soziale Gruppe, die einen gewissen Wert auf die Erziehung und Ausbildung ihrer Kinder legte. Da die Erwerbung eines Lebensunterhaltes ohne berufliche Qualifikation (des Mannes) unmöglich war, ist eine solche Lebensstrategie logisch. Der Lebenslauf der Söhne von Handwerkern war klar vorgegeben: Sie sollten ein Handwerk erlernen und, ihre Kenntnisse weiterhin erweitern (auf der Walz), um später Meister werden. War dieser Karriereweg vollendet war es an der Zeit sich niederzulassen und eine Familie zu gründen. Betrachtet man diesen Ablauf stellt sich folgende Frage: Wie und warum wurde speziell in dieser Berufsgruppe ein ebenso bedeutender Wert auf eine gute Ausbildung und Erziehung von Mädchen gelegt? Damit beschäftigt sich dieser Beitrag, dessen Thesen aus einer Analyse der privaten Korrespondenz aus der tschechisch-sprachigen Handwerkerschaft der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert entwickelt wurden.
Es werden vor allem folgende Themen berücksichtigt: der Schulbesuch und Grundfertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen), Sprachkenntnisse (Deutschkenntnisse), die Frau als Verfasserin von Briefen, praktische Fertigkeiten im Haushalt und der (Haus)-Wirtschaft, die Verantwortlichkeit der Mutter für die Bildung und Erziehung der Töchter, und die Verantwortlichkeit der Hausfrau für die Bildung anderer sich im Haushalt befindenden Mädchen und jungen Frauen.