Page Areas:



Current Submenu:

Additional Information:
 

Position Indication:

Content

Frauen/Geschlecht und Bildung/Erziehung

Sorry, this page is currently not available in English. Below you will find the contents in German.

Vorsitz: Gabriella Hauch

14.9.2015, 14.00–16.30

SZ 2

Meike Lauggas

Kindheits- und Weiblichkeitskonzepte in Mädchenbildungsdiskursen des 18. Jahrhunderts
Abstract

Jana Stráníková

Die Erziehung und Bildung von Mädchen aus Handwerkerfamilien in Böhmen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Abstract

Waltraud Schütz

Die Mädchenschule der Therese von Dreger. Gender und Agency in der Forschung über Bildung und Erziehung im 19. Jahrhundert
Abstract

Martina Aicher

Katholische Vereine für Kinder und Jugendliche in der Zwischenkriegszeit, 1918-1938
Abstract

 

Die geschichtliche Forschung zu den Themen Erziehung und Bildung bietet facettenreiche Einblicke, beispielsweise in das Entstehen und die Transformation von privaten und staatlichen Institutionen, deren Organisation und Lehrinhalte und dem Ausverhandeln davon, was im jeweiligen Kontext als Lernens- und Erinnerungswert erachtet wurde. Dabei gibt und gab es Themen die wiederholt zu ideologischen Kampffeldern wurden; dazu zählt die Idee einer geschlechterspezifischen Bildung und Erziehung. Konstanten in der Bildungsgeschichte scheinen der Ruf nach Reformen zu sein, und die Frage wer, wann, wo und unter welchen Bedingungen erzogen wird und/oder Zugang zu Bildung erhält. Durch die Perspektive der Kategorie Geschlecht werden in diesem Panel Bildungsbestrebungen und Schulprojekte, Erziehungsideale und Ideologien, aber auch private Praktiken der Demonstration des Gebildet- und Erzogen-seins vorgestellt und kritisch beleuchtet. Die Analyse von Geschlecht steht in der historischen Forschung allerdings selten allein, sondern wird mit anderen Kategorien wie sozialer Schicht, Religion und anderen verbunden.
 
Folgende Themenfelder werden im Rahmen des Panels vorgetragen und diskutiert:
Meike Lauggas beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit weiblichen Bildungs- und Erziehungsidealen des 18. Jahrhunderts und analysiert mit kritischem Blick die Diskurse, die geschlechterspezifische Zuschreibungen über Mädchen und Kind sein (re-)produzierten. Jana Stráníková stellt in ihrem Beitrag Korrespondenz-Praktiken von Mädchen aus böhmischen Handwerkerfamilien in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor, und nimmt auf die strukturelle Frage der Alphabetisierung dieser sozialen Schicht Bezug. Waltraud Schütz präsentiert in ihrem Vortrag die Fallstudie einer privaten Mädchenschule, die von 1832 bis 1843 in Jedlesee und später in Währing bei Wien bestand. Der Kontrast und Vergleich von Praktiken und Projekten, verbunden mit Erziehungsidealen und Bildungsbestrebungen wird durch einen Beitrag mit Fokus auf die Zwischenkriegszeit 1918-1938 komplettiert, in dem Martina Aicher über ihre Forschungsergebnisse zu Erziehungszielen, Idealen und Ideologien katholischer Vereine für Kinder und Jugendliche referiert.