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Matthias Egger: „Wir wollen‘s auch noch hageln sehen.“ Eine mentalitätsgeschichtliche Annäherung an die Themen Krieg, Verwundung und Tod anhand der Briefe Joseph Hundeggers aus dem Revolutionsjahr 1848

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Während in Paris, Berlin und Wien im Frühjahr 1848 die Studenten auf die Barrikaden stiegen, nahmen die Ereignisse in Innsbruck einen anderen Verlauf. Unter den Tiroler Studenten wich die anfängliche Begeisterung für die Revolution rasch einer reaktionären Gesinnung, die sich in der Aufstellung der I. und II. Akademischen Kompanie der k. k. Universität Innsbruck manifestierte. In den Reihen dieser zwei Kompanien zogen im April 1848 über 300 Innsbrucker Studierende „für Gott, Kaiser und Vaterland“ ins Trentino, um sich an der Tiroler Landesverteidigung zu beteiligen.

Der Südtiroler Doktorand der Rechtswissenschaften, Joseph Hundegger (1823–1896), verließ am 24. April 1848 mit der I. Akademischen Kompanie die Tiroler Landeshauptstadt in Richtung Valsugana, wo seine Einheit bis Mitte Juni 1848 gemeinsam mit den Stubaier bzw. Grödner Schützen und den regulären k. k. Truppen am Kleinkrieg gegen die italienischen „Corpi Franchi“ teilnahm.

Während dieser Zeit hat Hundegger seine Erfahrungen in elf ausführlichen Briefen festgehalten, die einen einzigartigen Einblick in die Einstellung eines jungen Studenten zu den Themenfeldern Krieg, Verwundung und Tod gewähren. Der Vortrag setzt es sich daher zum Ziel Hundeggers Reflexionen über den Krieg und seine Begleiterscheinungen aus mentalitätsgeschichtlicher Perspektive zu untersuchen und sie in den breiteren historischen